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Geschichte der Meteorologie – Teil 21: Meteorologie im 19. Jahrhundert (b)

25. Oktober 2026/0 Kommentare/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Im heutigen Thema des Tages widmen wir uns weiterhin wissenschaftlichen Erkenntnissen des 19. Jahrhunderts. Dabei werden Persönlichkeiten vorgestellt, die wesentliche Beiträge zur Meteorologie als Wissenschaft selbst vorangetrieben haben.

Im 19. Jahrhundert fanden in der Wissenschaft der Meteorologie viele Entwicklungen statt. In diesem Thema des Tages werden Wissenschaftler vorgestellt, die durch Grundlagenforschung, Konzepte zu bedeutenden Theorien oder der Entwicklung von Wetterkarten Bekanntheit erlangten.

Karl Ludwig Gronau

Der preußische Theologe und Meteorologe Karl Ludwig Gronau (1742−1826) begann in seiner Jugend, Wetterbeobachtungen aufzuzeichnen. Von 1756 bis 1826, also über eine Zeitdauer von 70 Jahren, führte er mit Thermometer und Barometer in Berlin regelmäßig Wetterbeobachtungen durch und zeichnete diese auf. Aus eigenen Analysen über die arktische Meereisbedeckung, die für Walfang und Robbenjagd bedeutend war, beschrieb Gronau 1811 die Zusammenhänge zwischen außergewöhnlichen Wintern in Grönland und Deutschland für weite Zeiträume des 18. Jahrhunderts.

Heinrich Wilhelm Brandes

Der Physiker, Meteorologe und Astronom Heinrich Wilhelm Brandes (1777−1834), der aus der hamburgischen Exklave Amt Ritzebüttel an der Elbmündung stammte, fertigte 1816, nach anderen Quellen 1820, mit Wetterdaten aus 1783 die erste Wetterkarte an. Damit gilt er als Begründer der Synoptischen Meteorologie. Er schrieb außerdem eine beachtliche Zahl an Lehrbüchern zur Mathematik.

James Pollard Espy

Der US-amerikanische Meteorologe James Pollard Espy (1785−1860) begann, beeindruckt von meteorologischen Schriften unter anderem von Dalton (siehe Teil 11 der Serie zur Geschichte der Meteorologie), eigene Experimente durchzuführen und Theorien zu entwickeln. 1830 erklärte er, dass aufsteigende Luft sich durch Expansion abkühlt. Espy widmete sich ab etwa diesem Jahr hauptsächlich der Meteorologie: beispielsweise der Entstehung von Regen, Wirbelstürmen, Polarlicht oder Gezeiten. Er untersuchte bekannte Phänomene wie die Wolkenbildung an Bergketten und erklärte sie anhand seiner Theorien. 1834 konnte er ein Netz von Stationen zur Sturmbeobachtung aufbauen. Erste Beschreibungen von Stürmen sorgten dafür, dass der US-Staat Pennsylvania 4000 US-Dollar zur Verfügung stellte, um in jedem County einen Mann mit Barometer, Thermometer und Niederschlagsmesser auszustatten.

Historischer Holzschnitt von James Pollard Espy aus dem Jahr 1836 zur Luftbewegung unter einer Sturmwolke.
Historische Sturmdarstellung von James Pollard Espy, 1836. Quelle: Journal of the Franklin Institute, über Wikimedia Commons und DWD. Gemeinfrei; historische Darstellung, kein modernes Erklärmodell.

Espy war einer der ersten, der den Telegraphen für die Sammlung meteorologischer Beobachtungen nutzte. 1838 forderte Espy den Kongress auf, einen nationalen Wetterservice einzuführen. 1843 wurde er vom US-amerikanischen Kriegsministerium eingestellt, um seine meteorologischen Forschungen fortzuführen. Dabei erstellte er die erste Serie von Wetterkarten für die Vereinigten Staaten. Espy gelang es 1843, die Thermodynamik der Wolkenbildung weitgehend korrekt zu beschreiben, indem er die Rolle der latenten Wärme bei der Kondensation (Kondensationsenthalpie) einbezog, lange bevor die Thermodynamik in der Meteorologie Berücksichtigung fand. Er entwickelte eine Theorie der Konvektion und eine Beschreibung des Land-See-Windsystems. Er forschte auch zu Ursachen der Tornados.

William Charles Redfield

Bei Reisen durch Neuengland nach dem verheerenden Hurrikan von 1821 bemerkte der US-amerikanische Unternehmer und Naturforscher William Charles Redfield (1798−1857) anhand umgestürzter Bäume in Connecticut, dass der Wind im Osten der Region aus Südosten, weiter westlich jedoch aus Nordwesten geweht hatte. Seine Erkenntnisse veröffentlichte er im Jahr 1831 im American Journal of Science and Arts . Er stellte fest, dass Stürme keine geradlinigen Luftströme, sondern rotierende Wirbel sind, die sich gleichzeitig als Ganzes vorwärtsbewegen, während die Winde im Kreis um das Zentrum herumwirbeln. Redfield erkannte als einer der Ersten, dass Hurrikane in den Tropen entstehen und auf ihrem Weg nach Norden eine charakteristische Kurve nach Osten beschreiben.

Ludwig Friedrich Kämtz

Der preußische Physiker und Meteorologe Ludwig Friedrich Kämtz (1801−1867) aus Pommern gilt als einer der Begründer der modernen Meteorologie. Er schlug 1840 vor, den Begriff „Cumulustratus“ aus der Wolkenklassifikation von Howard (siehe Teil 12 der Serie zur Geschichte der Meteorologie) durch „Stratocumulus“ zu ersetzen. Mit Stratocumulus bezeichnete Kämtz eine überwiegend abgelöste, niedrig liegende Wolkengattung mit begrenzter Konvektion. Dieser Begriff ist bis heute in Gebrauch. Sein 1831 erschienenes Lehrbuch der Meteorologie wurde ein Grundlagenwerk für die Wetterforschung. Ab 1832 führte er in den Alpen Untersuchungen an Gletschern durch. Spätere Forschungsarbeiten befassten sich mit Fragen des Erdmagnetismus.

George Perkins Marsh

Der US-amerikanische Diplomat und Philologe George Perkins Marsh (1801−1882) vertrat die Ansicht, dass Menschen die Umwelt, die ihnen Lebensgrundlage bietet, beeinflussen können und dass einige dieser Auswirkungen negativ sind. Seine Ideen zum Klima waren ihrer Zeit weit voraus. Er war ein Verfechter dessen, was man heute als „nachhaltige Entwicklung“ bezeichnen würde. Marsh beschäftigte sich mit den Auswirkungen menschlicher Eingriffe auf Umwelt und Klima. Außerdem war ihm der Wert der Wälder für das Klimasystem klar bewusst. Äußerungen von Marsh beinhalten auch erste Formulierungen der Begriffe „Bodendegradation“ und „Desertifikation“ (Wüstenbildung). Marsh veröffentlichte seine Ideen 1864 in seinem Buch „ Man and Nature: Physical Geography as Modified by Human Action “.

Heinrich Wilhelm Dove

Der preußische Physiker und Meteorologe Heinrich Wilhelm Dove (1803−1879) aus Schlesien gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der Meteorologie des 19. Jahrhunderts. 1828 stellte Dove fest, dass sich tropische Wirbelstürme auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn drehen, auf der Südhemisphäre hingegen im Uhrzeigersinn. Das von ihm aufgestellte und nach ihm benannte Gesetz der Drehung der Winde, das sogenannte Dovesche Gesetz, galt lange Zeit als allgemeine Windtheorie. Es beschreibt das Rechtdrehen des Windes beim Durchzug eines Tiefdruckgebietes. Buys Ballot formulierte das allgemeinere Barische Windgesetz, welches das Dovesche Winddrehungsgesetz ablöste (siehe Teil 20 der Serie zur Geschichte der Meteorologie). Dove übernahm 1849 die Leitung des Preußischen Meteorologischen Instituts in Berlin.

Robert FitzRoy

Der britische Marineoffizier, Meteorologe und Politiker Robert FitzRoy (1805−1865) befehligte die HMS Beagle auf ihrer zweiten Vermessungsexpedition von 1831 bis 1836, bei der das Schiff die Welt umsegelte. Sein Interesse an der Meteorologie wuchs aufgrund der Wetterbedingungen, denen die Beagle ausgesetzt war. Insbesondere ein „Pampero“ (starke Südwinde, begleitet von einem starken Temperaturabfall) vor der südamerikanischen Küste hätte sein Schiff beinahe zum Sinken gebracht. Dieser Vorfall sollte FitzRoy für den Rest seines Lebens begleiten. Sein 1839 veröffentlichter Bericht über die Expedition enthält zahlreiche Hinweise auf das Wetter. Die dritte Vermessungsreise der Beagle begann 1837 unter John Clements Wickham; FitzRoy führte auf dieser Reise nicht das Kommando. Zwischen 1843 und 1845 diente er als Gouverneur von Neuseeland. FitzRoy schied 1850 aus der Marine aus und widmete sich fortan dem Studium der Meteorologie. Im Jahr 1854 verfasste er eine Abhandlung, in der er die Ideen von Maury (siehe unten) zur internationalen Zusammenarbeit bei der Erfassung von Wetterdaten unterstützte. Darin bezog sich FitzRoy auf Wetterkarten, die einen „synoptischen“ Überblick über das Wetter geben würden (eine Übersicht über das Wetter in einem großen Gebiet zu einem bestimmten Zeitpunkt), und prägte damit einen Begriff, der unter Meteorologen bis heute weit verbreitet ist.

Im Jahr 1854 beschloss die britische Krone, eine Behörde zu gründen, die die Erhebung und Auswertung von Wetterdaten auf See beaufsichtigen sollte, und auf Empfehlung des Präsidenten der Royal Society wurde FitzRoy zum meteorologischen Statistiker der Wetterbehörde des Board of Trade (dem Vorläufer des heutigen britischen Wetterdienstes) ernannt. Er verfügte über drei Mitarbeiter. Sofort lud er die Kapitäne von Schiffen ein, an einem Programm zur Wetterbeobachtung auf See mitzuwirken. Zu diesem Zweck verlieh das Board Beobachtungsinstrumente an die Royal Navy und an Kapitäne der Handelsmarine, und bis Mai 1855 waren etwa fünfzig Handelsschiffe und dreißig Schiffe der Royal Navy mit den erforderlichen Instrumenten ausgestattet worden. Anfangs befasste sich die Arbeit der Abteilung ausschließlich mit maritimen Wetterdaten. FitzRoy entwarf ein robustes, praktisches und kostengünstiges Barometer und sorgte dafür, dass es in jedem Hafen zur Verfügung stand. Es sollte von Seeleuten vor dem Auslaufen auf See konsultiert werden, und tatsächlich sind die steinernen Sockel für diese Barometer noch heute in vielen Fischereihäfen zu sehen. 1858 verfasste er ein Handbuch mit Vorhersageregeln, die auf dem Verhalten des Barometers basierten. FitzRoy entwarf zudem sein eigenes Wetterdarstellungssystem in Form von Diagrammen, die er „Windsterne“ (heute „Windrosen“) nannte und die die durchschnittliche Verteilung von Windgeschwindigkeit und -richtung um einen 16-Punkte-Kompass herum zeigten. Diese Diagramme wurden in den Windkarten des Board of Trade für bestimmte Meeresgebiete für jedes Quartal des Jahres veröffentlicht.

Im Oktober 1859 versenkte ein schwerer Sturm vor den Britischen Inseln das Schiff „Royal Charter“. Mehr als 450 Menschen kamen ums Leben. FitzRoy hatte sich bereits mit dem Wetter über Land beschäftigt, obwohl sein Auftrag eigentlich nur darin bestand, das Wetter auf See zu untersuchen. Er war der Überzeugung, dass Stürme mithilfe synoptischer Wetterkarten visualisiert werden könnten und dass man anhand dieser Karten das Wetter „vorhersagen“ könne. FitzRoy war der Erste, der den Begriff „Wettervorhersagen“ nutzte. FitzRoy stellte diese Ideen 1860 in einer Abhandlung offiziell vor. Am 1. August 1861 erschien seine erste öffentliche Wettervorhersage in der Times. Das zugehörige handschriftliche Dokument trägt das Datum 31. Juli 1861, nicht 1865. FitzRoy setzte sich außerdem dafür ein, Fischern Barometer zugänglich zu machen. Darüber hinaus erhielten FitzRoy und die Meteorologische Behörde im Juni 1860 die Genehmigung, einen maritimen Sturmwarndienst einzurichten. Ein Großteil der benötigten Wetterdaten sollte von Wetterbeobachtungsstationen an Land stammen: Auf den Britischen Inseln wurden bald 15 solcher Stationen eingerichtet. Sie verfügten über Barometer und andere Wetterinstrumente. Ihre Beobachtungen wurden zu festgelegten Zeiten durchgeführt und über ein bestehendes elektrisches Telegraphensystem nach London telegraphiert. FitzRoy konnte zudem per Telegraph Beobachtungen von sechs Standorten auf dem europäischen Festland erhalten.

Die ersten Sturmwarnungen für die See im Rahmen des neuen Systems wurden im Februar 1861 ausgegeben. Sie wurden an etwa 50 Orte telegraphiert (im folgenden Jahr stieg diese Zahl auf 130). Die Warnungen wurden zudem mithilfe eines neuartigen Signalsystems aus hochgezogenen Warnkegeln und Trommeln in den wichtigsten Häfen ausgegeben, wenn ein Sturm vorhergesagt wurde. Die Signale blieben aus jeder Blickrichtung gleich. Nachts wurden drei Lichter verwendet, um die Dreiecke zu kennzeichnen, und vier, um die Trommeln zu kennzeichnen. Nach FitzRoys Tod wurden die Vorhersagen und Sturmwarnungen eingestellt. Auf öffentlichen Druck wurden die Sturmwarnungen 1867 wieder aufgenommen; öffentliche Wettervorhersagen folgten erst 1879. Aufgrund des Erfolgs des maritimen Sturmwarnsystems wurde FitzRoy zu einer Art nationaler Berühmtheit und wurde in den Zeitungen als „ Clerk of the Weather “ (Wetterbeamter) bezeichnet. 1863 veröffentlichte FitzRoy „ The Weather Book: a Manual of Practical Meteorology “. Dieses Werk enthielt einige der frühen Wetterkarten, die vom Meteorologischen Dienst erstellt worden waren. FitzRoy erklärte, dass „dieses populäre Werk eher für viele als für wenige bestimmt ist, in der aufrichtigen Hoffnung, dass es im täglichen Leben von Nutzen sein möge“. FitzRoy starb am 30. April 1865. Seine unermüdliche Arbeit hatte jedoch Früchte getragen. FitzRoy gilt bis heute als „Vater“ des britischen Wetterdienstes.

Matthew Fontaine Maury

Der US-amerikanische Marineoffizier, Ozeanograph und Hydrograph Matthew Fontaine Maury (1806−1873) wird als „Vater der modernen Ozeanographie und Marine-Meteorologie“ bezeichnet. Als junger Marineoffizier in den 1820er und 1830er Jahren beschäftigte er sich mit Navigation, Meteorologie, Winden und Meeresströmungen. Im Jahr 1842 wurde er der erste Leiter des „ Navy’s Depot of Charts and Instruments “ (aus dem später das US Naval Observatory hervorging), eine Position, die er bis 1861 innehatte. Am Observatorium widmete sich Maury der Auswertung Tausender alter Logbücher und Seekarten der US-Marine, aus denen er Informationen über Winde und Strömungen in allen Ozeanen und zu allen Jahreszeiten extrahierte. Ab etwa 1847 und fortlaufend in den 1850er Jahren veröffentlichte er seine Ergebnisse in einer Reihe von Werken unter dem Sammeltitel „ Wind and Current Charts “. Er war gewissermaßen ein Unternehmer und verteilte seine Karten und Bücher kostenlos an Seefahrer, allerdings nur unter der Bedingung, dass diese sich im Gegenzug bereit erklärten, ihm ihre Beobachtungen zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise erweiterte er seinen Datenbestand erheblich. Sein Buch „ Physical Geography of the Seas and Its Meteorology “ wurde zu einem Standardwerk. 1851 nahm Maury einen Vorschlag der britischen Royal Engineers bezüglich einer möglichen Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten bei meteorologischen Messungen begeistert auf und schlug vor, eine internationale Konferenz abzuhalten, deren Ziel die Festlegung von Standards für Beobachtungen sowohl an Land als auch auf See sein sollte. Der US-Kongress zeigte kein Interesse daran, Wetterbeobachtungen an Land zu finanzieren. Die Europäer argumentierten, dass sie bei der Wetterbeobachtung an Land bereits in gewissem Maße zusammenarbeiteten, waren sich jedoch einig, dass im maritimen Bereich noch viel zu tun sei. Maury passte seinen Vorschlag daher an, um den Schwerpunkt auf internationale Standards und den Austausch von maritimen meteorologischen Beobachtungen zu legen. Die daraus resultierende Konferenz, bekannt als die Internationale Marinekonferenz, fand 1853 in Brüssel unter dem Vorsitz des Direktors der Königlichen Sternwarte Belgiens statt. Maury war jedoch ein zentraler Teilnehmer; ein Großteil der Arbeit der Konferenz basierte auf seinen detaillierten Vorschlägen. Die Delegierten einigten sich auf ein Standardformular, mit dem Seeleute Wetter- und Meeresdaten erfassen sollten. Dies war ein großer Fortschritt für die internationale Meeresmeteorologie. Maury setzte sich in den Vereinigten Staaten weiterhin intensiv dafür ein, die Behörden von der Notwendigkeit einer amerikanischen Beteiligung an einem System der internationalen Zusammenarbeit und der Festlegung von Standards für landgestützte meteorologische Beobachtungen zu überzeugen. Dieses Ziel wurde jedoch zu seinen Lebzeiten nicht erreicht.

Charles Martins

Der französische Botaniker und Mediziner Charles Martins (1806−1889) nahm an verschiedenen Expeditionsreisen teil und veröffentlichte neben Werken zur Botanik auch solche zur Glaziologie und Meteorologie. Er war Gründer der Annuaire météorologique de France , einem wissenschaftlichen Sammelwerk, in welchem Wetterbeobachtungen und Klimadaten aus Frankreich gesammelt und ausgewertet wurden. Martins veröffentlichte Beobachtungskriterien zur Erfassung von Wirbelwinden in den Annalen der Physik, die als eine Art Checkliste zur Dokumentation von Tornados angesehen werden kann.

James Henry Coffin

Der US-amerikanische Mathematiker und Meteorologe James Henry Coffin (1806−1873) wurde durch die Erstellung der weltweit umfassendsten Windkarten und Strömungsanalysen Mitte des 19. Jahrhunderts berühmt. Seine Arbeit legte das mathematisch-empirische Fundament für das Verständnis der globalen atmosphärischen Zirkulation. In Zusammenarbeit mit der Smithsonian Institution analysierte Coffin über Jahre hinweg Daten von Hunderten Wetterstationen (überwiegend in Amerika und Europa, weniger in Asien und Afrika) und Schiffstagebüchern. Er veröffentlichte seine Ergebnisse in zwei Werken „ Winds of the Northern Hemisphere “ und „ The Winds of the Globe “, mit großen, detaillierten lithographischen Windkarten, die erstmals präzise die vorherrschenden Windströmungen abbildeten.

Louis Agassiz

Der schweizerisch-US-amerikanische Naturforscher Louis Agassiz (1807−1873) befasste sich unter anderem mit Paläontologie, Biologie, Glaziologie und Geologie. Insbesondere leistete er Pionierarbeit beim Nachweis der Existenz von Eiszeiten. Agassiz veröffentlichte 1837 am Lyceum Neuenburg (Neuchâtel) die These, dass Eis einst weite Teile Europas, Asiens und Nordamerikas bedeckt habe. Durch umfangreiche Feldforschung versuchte er, eine wissenschaftliche Grundlage für die Theorie zu schaffen, doch in Europa stieß sie auf eine frostige Resonanz. 1846 zog er in die Vereinigten Staaten, wo er Professor an der Harvard-Universität wurde. In den USA fand die Theorie zwar eine gewisse Akzeptanz, doch Agassiz gelang es nicht, ihre größte Schwäche zu überwinden: das Fehlen einer Erklärung dafür, was eine Eiszeit auslösen könnte. Die zunächst umstrittene Eiszeittheorie setzte sich später in der wissenschaftlichen Gemeinschaft durch.

Elias Loomis

Der US-amerikanische Mathematiker, Meteorologe und Astronom Elias Loomis (1811−1889) war zunächst überwiegend mit der Mathematik und der Astronomie beschäftigt und hielt ab 1837 Vorlesungen über Naturphilosophie am Western Reserve College in Hudson (Ohio). Er ließ dort das nach ihm benannte astronomische Loomis-Observatorium errichten, das 1838 eröffnet wurde. Loomis war auch auf dem Gebiet der Meteorologie tätig. 1842 veröffentlichte Loomis eine bahnbrechende Studie, in der er einen Sturm analysierte, der im Dezember 1836 den Osten der Vereinigten Staaten heimgesucht hatte. Er sammelte Daten von Dutzenden unabhängigen Beobachtern und erstellte die ersten modernen synoptischen Wetterkarten. Er verwendete Isobaren, also Verbindungslinien von Orten mit gleichem Luftdruck. Damit konnte er das Zentrum des Sturmtiefs darstellen. Er kartierte Windrichtungen und Temperaturen gleichzeitig und deckte dabei eine hochgradig organisierte Struktur auf, statt eines zufälligen Chaos. Anhand seiner Karten veranschaulichte Loomis, dass der Sturm ein Schauplatz des Aufeinandertreffens zweier unterschiedlicher Luftströmungen war: Ein Strom warmer, feuchter Luft, der aus Süden bzw. Südosten (vom Golf von Mexiko) kam sowie ein plötzlicher, heftiger Ansturm kalter, trockener Luft, der aus Nordwesten hereinbrach. Er beobachtete, dass dort, wo diese beiden unterschiedlichen Luftmassen aufeinandertrafen, eine scharfe Grenzlinie bestand. Die schwere, kalte Luft drängte sich unter die leichtere, warme Luft und hob diese rasch in die obere Atmosphäre empor. Loomis folgerte zutreffend, dass dieser plötzliche Aufwärtstransport warmer Luft dazu führte, dass sie sich abkühlte, Wasserdampf kondensierte und sich kräftiger Niederschlag bildete, womit er die Mechanismen einer Kaltfront präzise beschrieb. Loomis gehörte zu den frühen Forschern, die sich mit dem Zusammentreffen unterschiedlicher Luftmassen beschäftigten. Loomis veröffentlichte zahlreiche Bücher, vor allem zur Mathematik. 1868 erschien sein Werk „ Treatise on Meteorology “.

Die Serie Geschichte der Meteorologie wird fortgesetzt. Der nächste Teil wird sich Entdeckern im 19. Jahrhundert widmen, die aus unbekannten und wenig bekannten Regionen für ein Gesamtverständnis wichtige meteorologische Daten zusammentrugen.

Dipl.-Met. Markus Eifried
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 25.10.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Vorheriger Teil: Meteorologie im 19. Jahrhundert (a).

Quelle: Deutscher Wetterdienst – Thema des Tages vom 25.10.2026. DWD-Text unter CC BY 4.0. Redaktionell gegliedert und sprachlich bearbeitet. Historische Fehler zu FitzRoys dritter Beagle-Reise, zur Datierung seiner ersten öffentlichen Vorhersage und zur späteren Anerkennung der Eiszeittheorie wurden berichtigt. Die Einstellung und Wiederaufnahme der britischen Vorhersagen wurde präzisiert. Nicht hinreichend belegte Prioritätsbehauptungen, einzelne Zahlenangaben und die Zuordnung moderner Konzepte wurden gekürzt oder ausgelassen. Prüfquellen: Royal Museums Greenwich, Met Office, NASA. Die gemeinfreie Espy-Abbildung wurde aus der DWD-Fassung unverändert lokal übernommen; Bildherkunft und Gemeinfreiheitsnachweis. Die übrigen Fremdabbildungen des Originals wurden mangels nachgewiesener Nutzungsrechte nicht übernommen.

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/10/James-Pollard-Espy-–-Sturmgrafik-von-1836.jpg 555 633 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-10-25 12:00:002026-10-25 19:10:09Geschichte der Meteorologie – Teil 21: Meteorologie im 19. Jahrhundert (b)

Tief Manja: Schnell unterwegs, nicht nur beim Wind, sondern auch in der Entwicklung

24. Oktober 2026/0 Kommentare/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Nach Tief LUISE (international AUSTEN) übernimmt MANJA (international BOELO) die Wetterregie über dem Nordostatlantik. Tief MANJA hat nicht nur ordentlich Wind im Gepäck, sondern hat sich auch ungewöhnlich schnell verstärkt. Das Stichwort lautet „rapide Zyklogenese“. Der DWD erläutert die Entwicklung und ihre Folgen nach dem Stand vom 24. Oktober 2026.

MANJA übernimmt die Wetterregie

Abbildung 1 zeigt eine Satellitenaufnahme vom Samstagmittag, 24. Oktober, mit der vom DWD-Modell ICON errechneten Bodendruckverteilung. MANJA ist als großräumige Zyklone westlich von Schottland zu erkennen. LUISE ist dagegen nur noch ein kleiner Teil der Zirkulation von MANJA: ein Bodentrog über Dänemark, um den noch einige Wolkenbänder spiralförmig angeordnet sind.

Satellitenbild von Europa und dem Nordostatlantik am 24.10.2026 um 13:24 MESZ mit LUISE und MANJA sowie dem Bodendruck (gestrichelte Linien).
Abbildung 1: Satellitenbild von Europa und dem Nordostatlantik am 24.10.2026 um 13:24 MESZ mit LUISE und MANJA sowie dem Bodendruck (gestrichelte Linien). Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

MANJAs breiter Wolkenwirbel reicht vom Tiefkern über die Britischen Inseln bis nach Frankreich und in einem weiten Bogen zurück auf den Atlantik. An ihrer Westflanke strömt polare Kaltluft südwärts. Die darin entstandenen Quellwolken wirken im oberen linken Bildausschnitt wie die Streusel eines Streuselkuchens.

56 Hektopascal Druckfall in 24 Stunden

Nach Angaben des DWD hat der Kerndruck am Samstagmittag 947 Hektopascal erreicht. Für 15 UTC, also 17 Uhr MESZ am 24. Oktober, prognostizieren die Modelle etwa 945 Hektopascal. Anschließend soll der Druck wieder steigen. Abbildung 2 zeigt die Entwicklung von Freitag, 23. Oktober, 00 UTC bis Sonntag, 25. Oktober, 06 UTC einschließlich des Vorhersageanteils.

Entwicklung des Kerndrucks von MANJA mit Prognose bis Sonntag, 25.10.2026, 06 UTC.
Abbildung 2: Entwicklung des Kerndrucks von MANJA mit Prognose bis Sonntag, 25.10.2026, 06 UTC. Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

In der ersten Hälfte des Freitags fiel der Druck zunächst nur langsam. In der zweiten Tageshälfte nahm der Druckfall deutlich zu und beschleunigte sich in der Nacht zum Samstag weiter. Zwischen 03 und 06 UTC am Samstagmorgen sank der Kerndruck um 11 Hektopascal in nur drei Stunden. Innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden ging er von etwa 1003 auf 947 Hektopascal zurück, also um 56 Hektopascal.

Damit erfüllt MANJA die Kriterien einer rapiden oder explosiven Zyklogenese deutlich. Der oft genannte Schwellenwert von 24 Hektopascal Druckfall in 24 Stunden gilt für 60 Grad geografischer Breite. Für andere Breiten wird dieser Wert angepasst; er ist keine weltweit unveränderliche Grenze.

Welche Rolle der Jetstream spielt

Die Entwicklung und Verstärkung eines Tiefs können durch mehrere zusammenwirkende Prozesse begünstigt werden. Dazu gehören Warmluftadvektion, eine divergierende Höhenströmung und mit der Höhe zunehmende positive Vorticityadvektion, also die Zufuhr zyklonaler Wirbelstärke. Bei MANJA spielt das Starkwindband in der Höhe, der Jetstream, eine maßgebliche Rolle.

Jet in 300 hPa (oben) und Bodendruck (unten) am 23.10.2026 um 18 UTC (links) und am 24.10.2026 um 06 UTC (rechts).
Abbildung 3: Jet in 300 hPa (oben) und Bodendruck (unten) am 23.10.2026 um 18 UTC (links) und am 24.10.2026 um 06 UTC (rechts). Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

Die oberen Karten in Abbildung 3 zeigen den Jet in 300 Hektopascal, ungefähr neun Kilometern Höhe: links am 23. Oktober um 18 UTC, rechts am 24. Oktober um 06 UTC. Das Windmaximum im Jetkern ist blau dargestellt. Im Westen liegt der Jeteingang, im Osten der Jetausgang. Die unteren Karten zeigen für dieselben Zeitpunkte das Bodendruckfeld. Die Position des Bodentiefs ist auch oben mit einem weißen „T“ markiert.

Das Bodentief verlagert sich von Südwesten nach Nordosten unter dem Jet hindurch, während dieser zugleich nach Süden wandert. Dadurch gelangt MANJA unter den linken Jetausgang. In diesem Bereich kann Divergenz in der Höhe aufsteigende Luftbewegungen und die Vertiefung eines Bodentiefs unterstützen. Maßgeblich für den Druckfall am Boden ist der Nettoverlust von Luftmasse aus der darüberliegenden Luftsäule. Die Lage zum Jet ist dabei Teil des Zusammenspiels der dynamischen Prozesse.

Stürmische Böen, örtlich Orkanböen und Sturmflutgefahr

Für das Binnenland erwartet der DWD auch in tiefen Lagen Böen von 50 bis etwas über 70 Kilometern pro Stunde, entsprechend Beaufort 7 bis 8. In Hochlagen und an den Küsten werden 75 bis 100 Kilometer pro Stunde prognostiziert, entsprechend Beaufort 9 bis 10.

An ausgewählten Küstenabschnitten, insbesondere in Nordfriesland, sowie auf exponierten Gipfeln sind über 100 bis knapp 120 Kilometer pro Stunde möglich. Diese Spanne reicht von schweren Sturmböen über orkanartige Böen bis an die Grenze zu Orkanböen beziehungsweise knapp darüber. Beaufort 11 umfasst 103 bis 117 Kilometer pro Stunde; Orkanböen beginnen bei 118 Kilometern pro Stunde. Auf dem Brocken erwartet der DWD Böen über 120 Kilometer pro Stunde.

Im Südosten weht der Wind deutlich schwächer. Da er von Südwest auf West dreht, besteht nach der DWD-Einschätzung außerdem Sturmflutgefahr in der Deutschen Bucht. Zuständig für die amtlichen Wasserstandsinformationen ist das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

Kräftiger Regen und steigende Flusspegel

Am Samstagabend, 24. Oktober, beginnt es im Westen teils kräftig zu regnen. In der Nacht und am Sonntag, 25. Oktober, breiten sich die Regenfälle weiter nach Südosten aus. Die DWD-Warnkarte zeigt die am 24. Oktober um 14:37 Uhr MESZ vorliegenden Dauerregenwarnungen.

Dauerregenwarnungen in der DWD-Warnkarte vom 24.10.2026, Stand 14:37 MESZ. Historischer Warnstand des Originalbeitrags.
Abbildung 4: Dauerregenwarnungen in der DWD-Warnkarte vom 24.10.2026, Stand 14:37 MESZ. Historischer Warnstand des Originalbeitrags. Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

Die Regenfälle lassen auch steigende Flusspegel erwarten, allerdings mit regional unterschiedlichen Reaktionen. Die im DWD-Original wiedergegebene Prognose für die Rheinpegel Mainz und Koblenz reicht bis Montagmorgen, 26. Oktober. Danach soll der Wasserstand in Koblenz deutlich kräftiger steigen als in Mainz. Die zugehörige Grafik von WSA Rhein und Bundesanstalt für Gewässerkunde wird hier nicht übernommen.

Dipl.-Met. Martin Jonas
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 24.10.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Quelle: Deutscher Wetterdienst – Thema des Tages vom 24.10.2026. Text redaktionell gegliedert und sprachlich bearbeitet; relative Zeitangaben konkretisiert. Die Definition der rapiden Zyklogenese wurde anhand einer Fachveröffentlichung des National Weather Service um den Breitenbezug ergänzt. Die Erklärung zum linken Jetausgang wurde anhand des NWS-Glossars präzisiert. Die Windstärkengrenzen wurden nach der Beaufort-Tabelle von Environment and Climate Change Canada berichtigt. Die nicht gesondert überprüfte Erklärung zu einzelnen Rheinzuflüssen wurde ausgelassen. Vier DWD-Abbildungen wurden unverändert lokal gespeichert und responsiv eingebunden. Die fremde Pegelgrafik wurde wegen nicht belegter Nutzungsrechte ausgelassen. Lizenz für DWD-Text und DWD-Abbildungen: CC BY 4.0. Bildquellen stehen jeweils an den Abbildungen.

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/10/DWD-MANJA-24-Oktober-2026-Abbildung-1.png 642 962 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-10-24 12:00:002026-10-24 19:06:14Tief Manja: Schnell unterwegs, nicht nur beim Wind, sondern auch in der Entwicklung

Sturmtiefs im Doppelpack

23. Oktober 2026/0 Kommentare/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Vier Namen, zwei Sturmtiefs und allerhand Warnungen: Turbulente Tage stehen bevor. Doch nicht nur der Sturm ist ein Thema, auch kräftige Niederschläge sind mit von der Partie.

Warum die beiden Sturmtiefs jeweils zwei Namen haben

Die Freie Universität Berlin benennt Druckgebiete, die für Deutschland relevant sind. Im jährlichen Wechsel tragen Tiefs männliche und Hochs weibliche Namen oder umgekehrt. Das Sturmtief über Westeuropa am 23. Oktober 2026 heißt bei der FU Berlin LUISE. In der westeuropäischen Sturmbenennung trägt es den Namen AUSTEN. Ein weiteres Sturmtief zieht am Wochenende über Schottland zum Nordteil der Nordsee. Es heißt bei der FU Berlin MANJA und international BOELO.

Die internationale Benennung erfolgt in regionalen europäischen Gruppen. Für Großbritannien, Irland und die Niederlande arbeiten Met Office, Met Éireann und KNMI zusammen. Sie vergeben Namen aus einer gemeinsamen Liste, wenn ein Sturm voraussichtlich mittlere oder hohe Auswirkungen haben wird. Neben Wind können auch erhebliche Auswirkungen durch Regen oder Schnee ausschlaggebend sein. Nach Angaben des DWD benannte der britische Wetterdienst AUSTEN am Dienstag, 20. Oktober, und BOELO am Donnerstag, 22. Oktober.

Vorhersage von Bodendruck und Fronten für den 24. Oktober 2026 um 14 Uhr MESZ: Austen über Dänemark und Boelo nördlich von Irland.
Abbildung 1: Vorhersage von Bodendruck und Fronten für Samstag, 24.10.2026, 14 Uhr MESZ. Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

AUSTEN bringt am Freitag Sturm in den Westen

Im Folgenden werden die internationalen Namen verwendet. AUSTEN zieht am Freitag, 23. Oktober, vom Ärmelkanal in Richtung Niederlande und erreicht bis Samstagfrüh das Seegebiet bei Helgoland. Der größte Druckgradient besteht an der Südflanke des Tiefs. Entsprechend treten dort die höchsten Windgeschwindigkeiten auf.

Am stärksten waren die Böen am Freitagmorgen in der Bretagne. In diesen Stunden hatte AUSTEN noch einen Kerndruck von unter 980 Hektopascal. Nach Angaben des DWD erreichten die Böen an der Küste 102 bis 140 Kilometer pro Stunde, lokal sogar 160 Kilometer pro Stunde. Diese Spanne reicht von schweren Sturmböen über orkanartige Böen bis zu Orkanböen. Orkanböen beginnen nach der Beaufort-Einteilung bei 118 Kilometern pro Stunde.

Auf seinem Weg nach Osten schwächt sich AUSTEN ab und soll bei Helgoland einen Kerndruck von etwas mehr als 990 Hektopascal aufweisen. In Deutschland fallen die Böen entsprechend deutlich schwächer aus. In der Westhälfte reicht es am Freitagnachmittag und Abend für stürmische Böen oder Sturmböen der Stärke 8 bis 9 Beaufort. Vereinzelt sind schwere Sturmböen um 90 Kilometer pro Stunde, entsprechend Stärke 10 Beaufort, möglich. In Hoch- und Gipfellagen werden ähnliche oder höhere Windgeschwindigkeiten erwartet.

Weniger windig ist es allgemein in der Osthälfte Deutschlands. Der Sturmhöhepunkt wird am Freitagabend im Westen erreicht. Bis Samstagmittag bleibt es in der Nordhälfte allerdings windig bis stürmisch. Danach lässt der Wind nach, doch die Ruhe währt nur kurz.

Vorhersage maximaler Windböen vom 23. Oktober bis zur Nacht zum 27. Oktober 2026: erste Sturmphase im Westen, zweite Sturmphase am Sonntag besonders im Norden.
Abbildung 2: Prognose der maximalen Böen für die Tage vom 23. bis 26. Oktober 2026 und die jeweils folgenden Nächte. Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

BOELO sorgt am Sonntag für die nächste Sturmphase

Das zweite Sturmtief BOELO erreicht am Sonntag, 25. Oktober, den Nordteil der Nordsee. Ähnlich wie bei AUSTEN werden die stärksten Böen außerhalb Deutschlands erwartet, dennoch reicht das Sturmfeld bis zu uns. Bereits in der Nacht zum Sonntag frischt der südliche Wind von Westen her rasch wieder deutlich auf. Gleichzeitig setzt mäßiger, in Weststaulagen teils kräftiger Regen ein.

Am Sonntag wird es verbreitet windig bis stürmisch. Etwas ausgenommen davon ist der äußerste Südosten Deutschlands. Die höchsten Windgeschwindigkeiten werden dagegen im Nordwesten erwartet. Besonders stürmisch wird es an der Nordsee. Dort erreicht der auf West drehende Wind in Böen Stärke 10 oder 11 Beaufort, also schwere Sturmböen oder orkanartige Böen. Neben Sturm fällt vor allem im Süden und dort besonders im Schwarzwald Regen. Im übrigen Land gibt es Schauer und einzelne Gewitter.

ICON-Animation von Bodendruck und Temperatur auf 850 hPa: Austen zieht nach Dänemark, Boelo über Schottland zur nördlichen Nordsee.
Abbildung 3: Animation des Druckfeldes und der Temperatur auf 850 Hektopascal, ungefähr in 1400 Metern Höhe. Modellbasis: ICON. Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

Erhöhte Wasserstände an der Nordsee

Weststurm kann an der deutschen Nordseeküste Wasser aufstauen und Sturmfluten begünstigen. Der DWD verweist auf eine Vorabinformation des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie. Demnach ist von Sonntag bis Montag, 25. bis 26. Oktober, mit deutlich erhöhten Wasserständen an der deutschen Nordseeküste sowie im Weser- und Elbegebiet zu rechnen. Die jeweils aktuellen amtlichen Angaben veröffentlicht das BSH in seiner Wasserstandsvorhersage.

Ausblick auf die kommende Woche

Nach dem Vorhersagestand vom 23. Oktober folgt auf die beiden Sturmtiefs in der kommenden Woche kein drittes Sturmtief. Der Nordwesten bleibt zwar eher tiefdruckbeeinflusst, windig bis stürmisch wird es jedoch hauptsächlich an der Küste und auf einem für die Jahreszeit üblichen Niveau. In Richtung Südosten dominiert zunehmend Hochdruckeinfluss.

An der milden Witterung ändert sich kaum etwas. Am Dienstag, 27. Oktober, könnte es sogar besonders mild werden. Im Breisgau sind dann noch einmal bis zu 20 Grad möglich.

M.Sc.-Met. Thore Hansen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 23.10.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Quelle: Deutscher Wetterdienst – Thema des Tages vom 23.10.2026. Text redaktionell gegliedert und sprachlich bearbeitet; relative Zeitangaben wurden durch konkrete Daten ergänzt. Die Sturmbenennung wurde anhand der Met-Office-Dokumentation präzisiert, die Einordnung der Böengeschwindigkeiten anhand der DWD-Beaufort-Skala berichtigt. Die drei DWD-Abbildungen wurden unverändert lokal gespeichert und responsiv eingebunden. Die im Original enthaltene BSH-Pegelgrafik wurde nicht übernommen. Lizenz für DWD-Text und DWD-Abbildungen: CC BY 4.0. Bildquellen stehen jeweils an den Abbildungen.

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/10/DWD-Maximale-Windboeen-23.-bis-26.-Oktober-2026.png 1314 1881 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-10-23 12:00:002026-10-23 19:14:13Sturmtiefs im Doppelpack

Teils immer noch sehr trockene Böden

22. Oktober 2026/0 Kommentare/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Die gravierende Bodentrockenheit des Sommers setzte sich im vor allem nach Südwesten hin extrem niederschlagsarmen September in vielen Regionen fort. Bis jetzt liegt die Bodenfeuchte vor allem in der Südhälfte und im Osten immer noch weit unter den für die Jahreszeit üblichen Werten. Was bewirkt der Regen der kommenden Tage?

Trockenheit seit dem Sommer

Im vergangenen Sommer waren die Trockenheit und ihre Auswirkungen auf Natur und Landwirtschaft ein großes Thema – auch hier im Thema des Tages vom 7. August 2026. (DWD-Originalbeitrag)
In der zweiten Augusthälfte dämpften etwas häufigere Niederschläge und gemäßigte Temperaturen die Trockenheit etwas und durchfeuchteten die oberen 10 bis 30 cm der Böden. Darunter blieben diese allerdings stark ausgetrocknet. Bei Mittelung über die oberen 60 cm, die im Bodenfeuchteviewer in der Bodenfeuchteanalyse standardmäßig betrachtet werden, war die Bodenfeuchte großenteils weiterhin deutlich unterdurchschnittlich.

Ein trockener September verschärfte das Defizit

Dann kam der insgesamt warme September mit abgesehen vom äußersten Norden markant unterdurchschnittlichen Niederschlägen, wobei im Südwesten teils noch nicht einmal 20 Prozent der vieljährig gemittelten Regenmenge fiel. Entgegen der üblicherweise ab September steigenden Bodenfeuchte wurden die Böden vor allem im Südwesten wieder trockener, die Feuchtigkeit der vorangegangenen Niederschläge verdunstete rasch. Als Folge davon blieben Grasflächen und Wiesen in weiten Teilen des Südwestens verbräunt, viele Bäume warfen weiteres trockenes Laub ab. In der Landwirtschaft konnte dort vielerorts die anstehende Rapsaussaat nicht erfolgen, die im September beginnende Aussaat von Wintergerste musste teils verschoben werden. Auch im Großteil der restlichen Südhälfte und vom südlichen Niedersachsen bis in den Osten blieb das Wasser im Boden trotz gelegentlicher oberflächlicher Anfeuchtung knapp. Die Pegel vieler Flüsse sanken weiter auf teils rekordverdächtige Tiefststände, die Schifffahrt auf Rhein und Donau musste erneut reduziert werden. Auch auf dem Bodensee führte sehr niedriger Wasserstand zu Einschränkungen. Nur in den nördlichen Mittelgebirgen vom Bergischen Land bis zum Sächsischen Bergland und ganz im Norden waren die Böden deutlich feuchter mit teils überdurchschnittlicher Bodenfeuchte.

In der ersten Oktoberhälfte sorgte gelegentlicher Regen endlich auch im Südwesten für eine Anfeuchtung der obersten Bodenschichten, so dass sich dort die Bedingungen für die Aussaat von Wintergetreide verbesserten. Ganz im Norden erschwerte hingegen bereits durchnässter Boden die landwirtschaftlichen Arbeiten.

Bodenfeuchte am 22. Oktober: große regionale Unterschiede

Am 22. Oktober 2026 stellt sich die Bodenfeuchtesituation regional sehr unterschiedlich dar. Etwa von Nordrhein-Westfalen über den Nordwesten bis nach Mecklenburg sind die Böden meist 20 bis 50 cm tief durchfeuchtet, im Umfeld der Nordsee und der westlichen Ostsee auch tiefer. In der Südhälfte und im Osten sind hingegen meist nur die oberen 10 bis 20 cm angefeuchtet, darunter befindet sich teils bis in mehr als 1 Meter Tiefe eine sehr trockene Schicht. Das heißt, Grasflächen, Grünland und landwirtschaftliche Kulturen wachsen, Bäume und Wälder stehen hingegen weiterhin unter Trockenstress. Bei Betrachtung der mittleren Bodenfeuchte der oberen 60 cm sind die Böden in der Südhälfte und im Osten weitaus trockener als in der zweiten Oktoberhälfte üblich.

Verlauf der über Deutschland gemittelten Bodenfeuchte in 0–60 cm Tiefe (oben) und 100–110 cm Tiefe (unten): 2018, 2022 und 2026 sowie Mittel 1991–2020 und Wertebereich 1991–2025.
Abbildung 1: Verlauf der über Deutschland gemittelten Bodenfeuchte in 0–60 cm Tiefe (oben) und 100–110 cm Tiefe (unten): 2018, 2022 und 2026 sowie Mittel 1991–2020 und Wertebereich 1991–2025. Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.
Bodenfeuchte unter Gras in 0–60 cm Tiefe am 30.08. (links), 27.09. (Mitte) und 21.10.2026 (rechts).
Abbildung 2: Bodenfeuchte unter Gras in 0–60 cm Tiefe am 30.08. (links), 27.09. (Mitte) und 21.10.2026 (rechts). Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

Was bringt der Regen der kommenden Tage?

Die teils kräftigen Niederschläge der kommenden Tage werden die Böden in den bisher trockenen Gebieten etwa 10 bis 30 cm tief durchfeuchten. Bei Betrachtung der über die oberen 60 cm gemittelten Bodenfeuchte wird sich das Defizit in der Südhälfte und im Osten zwar verringern, die Feuchte wird jedoch für die Jahreszeit weiterhin meist deutlich unterdurchschnittlich bleiben. Abbildung 3 zeigt, dass die Bodenfeuchte in den derzeit trockenen Regionen mit relativ hoher Prognosegüte bis mindestens in die zweite Novemberhälfte hinein deutlich niedriger bleibt als üblich.

Erst über Monate hinweg wiederholte und ergiebige flächendeckende Niederschläge würden die Böden bis in größere Tiefen allmählich auffüllen. Somit werden die Niederschlagsmengen über das Winterhalbjahr hinweg darüber entscheiden, wie gut gefüllt die Böden zum Start in die Vegetationsperiode 2027 sein werden und wie viel Wasser durch Versickerung in den Untergrund für die Grundwasserneubildung zur Verfügung stehen wird. Die zu erwartenden Niederschlagsmengen lassen sich auf dieser langen Zeitskala allerdings nicht abschätzen.

Vorhersage der Abweichung der Bodenfeuchte unter Gras in 0–60 cm Tiefe vom jeweiligen Mittelwert der letzten 20 Jahre zur gleichen Jahreszeit (Wochenmittelwerte).
Abbildung 3: Vorhersage der Abweichung der Bodenfeuchte unter Gras in 0–60 cm Tiefe vom jeweiligen Mittelwert der letzten 20 Jahre zur gleichen Jahreszeit (Wochenmittelwerte). Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

Weiterführende Informationen zur Bodenfeuchte

• Bodenfeuchteviewer
Hier finden sich neben einer interaktiven Bodenfeuchteanwendung weitere Produkte zur Bodenfeuchte sowie zu Wasserhaushaltsgrößen. Sie ermöglichen einen Überblick über die aktuelle Situation, etwa bei Starkregenphasen oder Trockenheit. Zusätzlich werden Klimavorhersagen für die kommenden Monate angeboten. Zum Bodenfeuchteviewer.

• Klimavorhersagen
Die Klimavorhersagen und die Vorhersagegüte werden für unterschiedliche Zeit- (Wochen, Jahreszeiten, Jahre) und Raumskalen (deutsche Regionen, Deutschland, Europa, Welt) konsistent dargestellt. Die Klimavorhersagen stehen in einer interaktiven Basis- und in einer Profiversion zur Verfügung. Diese werden ergänzt durch spezifische Klimavorhersagen. Zu den Klimavorhersagen.

• Nutzbare Feldkapazität
Die nutzbare Feldkapazität (nFK) beschreibt den Wasservorrat, den ein Boden zwischen Feldkapazität und permanentem Welkepunkt pflanzenverfügbar speichern kann. Die Bodenfeuchte in Prozent der nFK gibt an, wie weit dieser Speicher aktuell gefüllt ist. Bei über 100 % nFK kann der Boden kein weiteres Wasser dauerhaft gegen die Schwerkraft halten, vorübergehend kann die Bodenfeuchte bei Niederschlag jedoch über 100 % nFK steigen. Das überschüssige Wasser versickert in den Untergrund. Bei 0 % nFK können die Pflanzen dem Boden kein weiteres Wasser mehr entziehen (Welkepunkt), es befindet sich aber noch Restfeuchte im Boden. Unterhalb von etwa 30 % nFK kommt es bei den Pflanzen zu deutlichem Trockenstress.

Dipl.-Met. Andreas Brömser
Deutscher Wetterdienst
Agrarmeteorologie
Offenbach, den 22.10.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Quelle: Deutscher Wetterdienst – Thema des Tages vom 22.10.2026. Text redaktionell gegliedert und sprachlich bearbeitet; die Erklärung zur nutzbaren Feldkapazität wurde anhand der DWD-Fachdokumentation fachlich präzisiert. Die drei DWD-Abbildungen wurden unverändert lokal gespeichert und responsiv eingebunden. Lizenz: CC BY 4.0. Bildquellen stehen jeweils an den Abbildungen.

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/10/DWD-Bodenfeuchte-Deutschland-August-bis-Oktober-2026.png 564 1176 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-10-22 12:00:002026-10-22 19:12:24Teils immer noch sehr trockene Böden

Wer hatte Recht?

21. Oktober 2026/0 Kommentare/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Am Sonntag waren die Unterschiede zwischen den Wettermodellen für Dienstag noch groß. Der Deutsche Wetterdienst blickt zurück: Welches Modell hatte recht – oder lag zumindest nahe an der tatsächlichen Entwicklung?

Ein Höhentief erschwert die Vorhersage

Die Vorhersage für Dienstag, den 20. Oktober 2026, gestaltete sich am Wochenende schwierig. Grund dafür war die unterschiedliche Simulation eines Tiefdruckgebietes in höheren Luftschichten. Die Berechnung solcher Kaltlufttropfen bereitet den Wettermodellen häufig Schwierigkeiten; ihre genaue Entwicklung lässt sich mitunter erst kurz vor dem betreffenden Zeitpunkt verlässlich eingrenzen.

Im Beitrag „Mission impossible“ vom 18. Oktober wurde gezeigt, wie unterschiedlich das deutsche Wettermodell ICON, das amerikanische GFS und das IFS des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage die Lage des Höhentiefs am Dienstag berechneten – und welches Wetter daraus jeweils folgen sollte.

So zog das Höhentief am Dienstag

Am Dienstag waren sich die Modelle schließlich einig: Das Tief zog von Polen nach Deutschland.

Modellvergleich von ICON, GFS und IFS: Geopotenzial auf 500 hPa oben und 300 hPa unten am 20. Oktober 2026 um 06 UTC beziehungsweise 08 MESZ.
Von links nach rechts: ICON, GFS und IFS. Geopotenzial auf 500 hPa (oben) und 300 hPa (unten) für Dienstag, 20.10.2026, 06 UTC / 08 MESZ. Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

Bis zum frühen Nachmittag verlagerte es sich westwärts, etwa auf die geografische Breite Hamburgs.

Modellvergleich von ICON, GFS und IFS: Geopotenzial auf 500 hPa oben und 300 hPa unten am 20. Oktober 2026 um 12 UTC beziehungsweise 14 MESZ.
Von links nach rechts: ICON, GFS und IFS. Geopotenzial auf 500 hPa (oben) und 300 hPa (unten) für Dienstag, 20.10.2026, 12 UTC / 14 MESZ. Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

Anschließend zog das Höhentief nach Norden in Richtung Dänemark.

Modellvergleich von ICON, GFS und IFS: Geopotenzial auf 500 hPa oben und 300 hPa unten am 20. Oktober 2026 um 18 UTC beziehungsweise 20 MESZ.
Von links nach rechts: ICON, GFS und IFS. Geopotenzial auf 500 hPa (oben) und 300 hPa (unten) für Dienstag, 20.10.2026, 18 UTC / 20 MESZ. Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

Wolken und Regen im Vergleich zur Vorhersage

Entsprechend entwickelte sich das Wetter: Im Osten waren die Wolken zwar dicht und die Sonne hatte es schwer, doch der Niederschlag lief dem Nordrand des Höhentiefs voraus. Deshalb blieben weite Teile Ostdeutschlands weitgehend trocken, während im Nordosten und Norden etwas Regen fiel.

Satelliten- und Radarbilder mit Isobaren für Deutschland und Umgebung am 20. Oktober 2026: links 06 UTC, Mitte 12 UTC, rechts 18 UTC.
Deutschland und Umgebung mit Satelliten- und Radarbild sowie Isobaren am 20.10.2026: links 06 UTC, Mitte 12 UTC, rechts 18 UTC (08, 14 und 20 MESZ). Quelle: Deutscher Wetterdienst, CC BY 4.0.

Welches Wettermodell hatte recht?

Rückblickend lagen ICON und GFS mit ihren Vorhersagen vom Sonntag zumindest für Ostdeutschland näher an der Realität als IFS. Im Südwesten war dagegen IFS näher dran: Im Süden hielten sich längere Zeit dichter Nebel und Hochnebel, die weder ICON noch GFS so simuliert hatten.

ICON und GFS hatten außerdem bereits für den Mittag beziehungsweise Nachmittag dichte Wolken im Westen und Nordwesten erwartet. Tatsächlich dauerte diese Entwicklung bis in den Abend.

Die Mischung macht’s: Kein Wettermodell hat immer recht. Bei schwierigen Wetterlagen lässt sich eine verlässliche Prognose manchmal erst kurz vor dem Ereignis erstellen.

Diplom-Meteorologin Jacqueline Kernn
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 21.10.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Quelle: Deutscher Wetterdienst – Thema des Tages vom 21.10.2026. Der DWD-Text wurde für Windinfo redaktionell gegliedert und sprachlich bearbeitet; relative Zeitangaben wurden durch konkrete Daten ergänzt. Alle vier DWD-Abbildungen wurden unverändert lokal gespeichert und responsiv eingebunden. Lizenz: CC BY 4.0. Bildquellen stehen jeweils an den Abbildungen. Weiterführend: DWD-Originalbeitrag vom 18.10.2026.

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/10/Modellvergleich-ICON-GFS-IFS-am-20.-Oktober-2026-um-06-UTC.png 924 1886 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-10-21 12:00:002026-10-22 10:27:55Wer hatte Recht?

Kulinarisches im Herbst

20. Oktober 2026/0 Kommentare/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Äpfel, Kürbisse, Pilze, Nüsse und Wein prägen die herbstliche Erntezeit. Passend dazu stellt der Deutsche Wetterdienst einige kulinarische Aktionstage vor und blickt auf das zunehmend wechselhafte und windige Wetter der kommenden Tage.

Äpfel, Kürbisse und Pilze

Am 21. Oktober wird in Großbritannien der „Apple Day“ begangen. Die Umweltorganisation Common Ground rief den Aktionstag 1990 ins Leben. In Deutschland ist der 11. Januar als „Tag des deutschen Apfels“ etabliert.

Auch der Kürbis hat im Herbst seinen festen Platz: Der 26. Oktober gilt als Kürbistag, bevor am 31. Oktober Halloween folgt. Pilze werden ebenfalls mit mehreren Aktionstagen gewürdigt. Der Europäische Pilztag findet am vierten Samstag im September statt, der amerikanische „Mushroom Day“ am 15. Oktober. Nach Angaben des DWD wurde in den USA außerdem der 1. Juni als nationaler Pilztag anerkannt.

Nüsse, Esskastanien und Wein

Haselnüsse, Walnüsse und Esskastanien gehören ebenfalls zur herbstlichen Küche. In Großbritannien fällt der „Nut Day“ auf den 22. Oktober. Auch die Weinlese ist eng mit der Jahreszeit verbunden. Der Tag der Weinprobe wird am ersten Samstag im November begangen und fällt 2026 auf den 7. November.

Das Wetter am Dienstag und Mittwoch

Am Dienstag, 20. Oktober, bleibt es bei überwiegend schwachem Wind meist ruhig. Im Nordosten und Südwesten ziehen Wolken durch, örtlich fällt etwas Regen; dazwischen zeigt sich zeitweise die Sonne. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 8 und 15 Grad Celsius, bei Föhn am Alpenrand zwischen 16 und 19 Grad.

In der Nacht breiten sich von Südwesten her dichte Wolken und Regen aus. Im Osten und Südosten bleibt es länger trocken. Die Tiefstwerte liegen zwischen 10 und 3 Grad.

Wettervorhersage und Tageshöchsttemperaturen für Deutschland am 20. Oktober 2026 (Quelle: Deutscher Wetterdienst)
Wettervorhersage und Tageshöchsttemperaturen für Deutschland am 20. Oktober 2026. Quelle: Deutscher Wetterdienst.

Am Mittwoch ist es häufig stark bewölkt. Regional fällt Regen, die Temperaturen erreichen 8 bis 16 Grad.

Wettervorhersage und Tageshöchsttemperaturen für Deutschland am 21. Oktober 2026 (Quelle: Deutscher Wetterdienst)
Wettervorhersage und Tageshöchsttemperaturen für Deutschland am 21. Oktober 2026. Quelle: Deutscher Wetterdienst.

Windiger und wechselhafter ab Donnerstag

Am Donnerstag wechseln sich sonnige Abschnitte und Schauer ab. Der Südwestwind frischt auf; an der Küste und im Bergland sind stürmische Böen möglich. Am Freitag zieht zunächst Regen durch, anschließend folgen Schauer und einzelne Gewitter. Das Temperaturniveau ändert sich dabei nur wenig.

Auch am Wochenende setzt sich das wechselhafte und windige Wetter fort. Für die Jahreszeit bleibt es dabei vergleichsweise mild.

M.Sc. (Meteorologin) Tanja Egerer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 20.10.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Quelle: Deutscher Wetterdienst – Thema des Tages vom 20.10.2026. Der DWD-Text wurde für Windinfo redaktionell gegliedert, gekürzt und sprachlich bearbeitet; die Ortsbezeichnung „Covent Garden“ wurde gegenüber der DWD-Fassung berichtigt. Verwendete DWD-Grafiken wurden lokal gespeichert und responsiv eingebunden. Lizenz: CC BY 4.0. Bildquellen stehen jeweils an den Abbildungen. Ergänzende Faktenchecks: Common Ground zum Apple Day und Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau zum Tag des deutschen Apfels.

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/10/Wettervorhersage-Deutschland-20.-Oktober-2026.png 850 1513 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-10-20 12:00:002026-10-20 19:12:32Kulinarisches im Herbst

Geschichte der Meteorologie − Teil 20: Meteorologie im 19. Jahrhundert (a)

19. Oktober 2026/0 Kommentare/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Die Meteorologie des 19. Jahrhunderts wurde entscheidend durch Fortschritte in Physik und Thermodynamik geprägt. Erkenntnisse über Erdrotation, Wärme, Gase, Strahlung und Elektrizität bilden bis heute die Grundlage für Wettermodelle, Radarmessungen und die Beschreibung atmosphärischer Prozesse.

Der 20. Teil der DWD-Serie stellt bedeutende Wissenschaftler vor, deren Arbeiten von der Corioliskraft über die Clausius-Clapeyron-Gleichung und den Doppler-Effekt bis zur Kelvin-Skala reichen.

François Arago: Optik, Messgeräte und Ballonmeteorologie

Der französische Astronom, Physiker und Politiker François Arago (1786−1853) veröffentlichte populärwissenschaftliche Arbeiten zur Meteorologie und physikalischen Geographie. Er untersuchte die Atmosphäre, die Temperatur der Erde, magnetische Schwankungen sowie Licht und Optik.

Arago konstruierte ein Polariskop zur Untersuchung der Polarisation des Himmelslichts, ein Arago-Davy-Aktinometer zur Messung der Sonneneinstrahlung und ein frühes Cyanometer zur Bestimmung des Blauanteils des Himmels. Zudem beschäftigte er sich mit Gewittern, Kugelblitzen, Polarlichtern und dem Zusammenhang zwischen Aurora und Erdmagnetfeld.

Bei wissenschaftlichen Ballonfahrten verlangte Arago zeitgleiche Bodenbeobachtungen und wies auf Messfehler hin. Ein ungeschütztes Thermometer an der Gondel könne durch fehlende Ventilation und direkte Sonneneinstrahlung falsche Lufttemperaturen anzeigen. Damit formulierte er früh wesentliche Anforderungen an repräsentative aerologische Messungen.

Seine Skepsis gegenüber Wetterprognosen fasste Arago 1845 in einer später als „Arago-Mahnung“ bekannten Aussage zusammen: Selbst bei weit fortgeschrittener Wissenschaft würden seriöse Forscher es nicht wagen, das Wetter vorherzusagen. Die moderne Meteorologie hat diese Einschätzung zwar widerlegt, der darin enthaltene Respekt vor der Komplexität der Atmosphäre ist jedoch weiterhin berechtigt.

Porträt des französischen Astronomen und Physikers François Arago
François Arago. Quelle: Wellcome Collection, London, über Wikimedia Commons; CC BY 4.0. DWD-Abbildung lokal gespeichert und skaliert; Inhalt unverändert.

Coriolis, Carnot und die Physik der Atmosphäre

Der französische Mathematiker und Physiker Gaspard Gustave de Coriolis (1792−1843) lieferte 1835 eine mathematische Beschreibung dafür, wie Bewegungen in einem rotierenden Bezugssystem behandelt werden. Die nach ihm benannte Corioliskraft lenkt Luftbewegungen auf der Nordhalbkugel nach rechts und auf der Südhalbkugel nach links ab. Zusammen mit der horizontalen Druckgradientkraft erklärt sie, warum großräumige Winde nicht direkt vom Hoch zum Tief wehen.

Nicolas Léonard Sadi Carnot (1796−1832) veröffentlichte 1824 seine grundlegende Schrift über Wärmekraftmaschinen. Der Carnot-Prozess beschreibt idealisiert, wie ein System bei hoher Temperatur Energie aufnimmt und bei niedrigerer Temperatur wieder abgibt. Auch atmosphärische Zirkulationssysteme und tropische Wirbelstürme lassen sich in vereinfachter Betrachtung als Wärmekraftmaschinen auffassen: Sie gewinnen Energie aus sensibler und latenter Wärme über warmen Meeresoberflächen und verlieren Energie durch Reibung und turbulente Dissipation.

Clapeyron und Clausius: Wärme, Wasserdampf und Entropie

Der französische Physiker Émile Clapeyron (1799−1864) gab Carnots Überlegungen 1834 eine mathematische Form und stellte thermodynamische Kreisprozesse grafisch dar. Auf ihn geht auch eine frühe Form der Zustandsgleichung idealer Gase zurück.

Rudolf Clausius (1822−1888) erweiterte 1850 die Clapeyron-Gleichung zur Clausius-Clapeyron-Gleichung. In der Meteorologie beschreibt sie insbesondere die Temperaturabhängigkeit des Sättigungsdampfdrucks. Daraus folgt näherungsweise, dass die maximal mögliche Wasserdampfmenge der Atmosphäre bei typischen bodennahen Temperaturen mit jedem Grad Erwärmung um etwa 6 bis 7 Prozent zunimmt. Der Zusammenhang ist grundlegend für Wolkenbildung, Niederschlag und die Thermodynamik der Atmosphäre.

Clausius formulierte außerdem eine zentrale Aussage des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik und führte 1865 den Begriff der Entropie ein.

Doppler, Waterston und die kinetische Gastheorie

Der österreichische Physiker Christian Doppler (1803−1853) beschrieb 1842 die Frequenzänderung von Wellen bei einer Relativbewegung zwischen Quelle und Beobachter. Moderne Doppler-Radare nutzen diesen Effekt, um die Geschwindigkeitskomponente von Niederschlagsteilchen in Richtung des Radars oder vom Radar weg zu messen. Die Radarreflektivität liefert dagegen vor allem Informationen über Verteilung und Größe der streuenden Hydrometeore.

Der schottische Physiker John James Waterston (1811−1883) gehörte zu den Pionieren der kinetischen Gastheorie. Er erkannte den Zusammenhang zwischen molekularer Bewegungsenergie und Temperatur und leitete daraus Beziehungen für ideale Gase ab. Seine Arbeiten blieben zunächst weitgehend unbeachtet und wurden erst später im Zusammenhang mit der Entwicklung der kinetischen Gastheorie gewürdigt.

Buys Ballot: Windgesetz und internationale Kooperation

Der niederländische Physiker und Meteorologe Christoph Buys Ballot (1817−1890) gründete 1854 das Königlich-Niederländische Meteorologische Institut. Sein barisches Windgesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen Windrichtung und horizontaler Druckverteilung: Steht eine Person auf der Nordhalbkugel mit dem Rücken zum Wind, befindet sich der tiefere Druck links, auf der Südhalbkugel rechts.

Das Gesetz gilt vor allem für großräumige Strömungen außerhalb der Tropen. Bei kleinräumigen, durch Gelände oder Gewitter bestimmten Winden und in Äquatornähe ist es nicht unmittelbar anwendbar.

Buys Ballot setzte sich zudem für internationale Zusammenarbeit ein. Nach dem Internationalen Meteorologischen Kongress 1873 leitete er den Ausschuss, der die Gründung einer dauerhaften Organisation vorbereitete. 1879 entstand in Rom die Internationale Meteorologische Organisation (IMO), die Vorgängerin der heutigen Weltorganisation für Meteorologie (WMO).

Historisches Porträt des niederländischen Meteorologen Christoph Buys Ballot
Christoph Buys Ballot. Quelle: Rijksmuseum Boerhaave, Leiden, über Wikimedia Commons; gemeinfrei, Public Domain Mark 1.0. DWD-Abbildung lokal gespeichert und skaliert; Inhalt unverändert.

Joule, Foucault und Rankine

Der britische Physiker James Prescott Joule (1818−1889) formulierte 1840 das erste Joulesche Gesetz zur Erwärmung eines stromdurchflossenen Leiters. Mit seinen Experimenten zum mechanischen Wärmeäquivalent zeigte er, dass mechanische Arbeit in Wärme umgewandelt werden kann. Das mechanische Wärmeäquivalent ist dabei nicht mit der spezifischen Wärmekapazität gleichzusetzen. Gemeinsam mit William Thomson untersuchte Joule zudem die Temperaturänderung von Gasen bei Drosselung, den Joule-Thomson-Effekt.

Léon Foucault (1819−1868) wies mit seinem Pendel die Erdrotation experimentell nach. Für die Meteorologie verdeutlicht dies, warum die Erde kein Inertialsystem ist und der Coriolis-Parameter in den Bewegungsgleichungen der Atmosphäre berücksichtigt werden muss.

Der schottische Ingenieur und Physiker William John Macquorne Rankine (1820−1872) untersuchte Zusammenhänge zwischen Temperatur, Druck und Dichte von Gasen sowie zwischen Sättigungsdampfdruck und Temperatur. 1859 schlug er eine absolute Temperaturskala vor, deren Gradweite der Fahrenheit-Skala entspricht. Die Rankine-Skala wird heute nur noch in wenigen technischen Anwendungen verwendet.

Helmholtz: Wirbel und atmosphärische Instabilität

Der preußische Mediziner und Physiker Hermann von Helmholtz (1821−1894) arbeitete über Energieerhaltung, Wellenbewegungen und Wirbel in Flüssigkeiten. Seine Wirbelsätze wurden zu einer wichtigen Grundlage für die Beschreibung atmosphärischer Zirkulation und Wirbelstärke.

Gemeinsam mit Thomson ist sein Name mit der Kelvin-Helmholtz-Instabilität verbunden. Sie entsteht, wenn zwischen benachbarten Luftschichten ausreichend starke Geschwindigkeitsunterschiede bestehen, und kann sich in charakteristischen wellenförmigen Wolkenstrukturen zeigen.

Lord Kelvin: Temperaturskala und atmosphärische Elektrizität

Sir William Thomson, Lord Kelvin (1824−1907) schlug 1848 eine absolute Temperaturskala auf thermodynamischer Grundlage vor. Die SI-Einheit ist das Kelvin mit dem Symbol K. Der absolute Nullpunkt bei 0 K entspricht exakt −273,15 °C.

Kelvin untersuchte gemeinsam mit Helmholtz Wirbel und Strömungen. Für die Meteorologie besonders wichtig war außerdem seine korrekte Beschreibung des gesättigt-adiabatischen Prozesses: Ein aufsteigendes gesättigtes Luftpaket kühlt sich wegen der frei werdenden Kondensationswärme langsamer ab als ein ungesättigtes.

Thomson beschäftigte sich auch mit atmosphärischer Elektrizität und entwickelte ein Wassertropfen-Elektrometer. Ab 1861 wurde am Kew Observatory ein Programm zur kontinuierlichen Messung des elektrischen Feldes der Atmosphäre betrieben.

Lord Kelvin sitzt auf einem Kompasskasten und hält einen Azimutspiegel für die Seefahrt
Sir William Thomson, Lord Kelvin, um 1900. Aufnahme: T. & R. Annan & Sons; Restaurierung: Adam Cuerden. Quelle: National Galleries of Scotland über Wikimedia Commons; gemeinfrei, Public Domain Mark 1.0. DWD-Abbildung lokal gespeichert und skaliert; Inhalt unverändert.

Die Geschichte der Meteorologie wird fortgesetzt. Der nächste Teil soll Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts behandeln, die ausdrücklich meteorologische Neuerungen entwickelten.

Autor der DWD-Originalfassung:
Dipl.-Met. Markus Eifried
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, 19.10.2026

Quelle und Lizenz: Deutscher Wetterdienst, „Thema des Tages“ vom 19. Oktober 2026. DWD-Text unter CC BY 4.0. Für Windinfo redaktionell gegliedert, gestrafft und sprachlich überarbeitet. Fachlich korrigiert wurden die ausgeschriebene Bezeichnung der Internationalen Meteorologischen Organisation, die Abgrenzung des mechanischen Wärmeäquivalents von der spezifischen Wärmekapazität sowie der Celsiuswert des absoluten Nullpunkts. Abgleich mit der WMO, der Science Museum Group Collection und dem NIST. Drei historische DWD-Abbildungen wurden dauerhaft lokal gespeichert und skaliert; vollständige Bildnachweise stehen an den Abbildungen.

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/10/Francois-Arago-–-Geschichte-der-Meteorologie-Teil-20.jpg 1608 1244 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-10-19 12:00:002026-10-19 19:10:50Geschichte der Meteorologie − Teil 20: Meteorologie im 19. Jahrhundert (a)

Mission impossible

18. Oktober 2026/0 Kommentare/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Wettervorhersagen sind meist für etwa vier Tage im Voraus belastbar. Es gibt jedoch Wetterlagen, bei denen selbst eine Prognose für den übernächsten Tag große Unsicherheiten enthält. Genau das zeigt die Modelllage für Dienstag, den 20. Oktober 2026.

Auslöser ist ein sogenannter Kaltlufttropfen, ein abgeschlossenes Tiefdruckgebiet in höheren Luftschichten. ICON, GFS und IFS berechnen seine Zugbahn unterschiedlich. Dadurch ergeben sich für Deutschland erhebliche Unterschiede bei Temperatur, Bewölkung und Niederschlag.

Warum Höhentiefs Wetterprognosen erschweren

Vorhersagemeteorologen nutzen Messungen von Wetterstationen, Radaren und Satelliten sowie verschiedene numerische Wettermodelle. Meist lassen sich daraus eindeutige Trends ableiten. Ab dem vierten Vorhersagetag nehmen die Unterschiede zwischen den Modellen gewöhnlich zu, häufig bleibt aber ein wahrscheinliches Szenario erkennbar.

Besonders schwierig sind abgeschlossene Tiefdruckgebiete in der Höhe. Solche Höhentiefs oder Kaltlufttropfen werden von den Modellen zwar erfasst, ihre weitere Verlagerung kann jedoch sehr unterschiedlich simuliert werden. Bereits kleine Abweichungen der Zugbahn verändern das Wetter am Boden deutlich.

Ausgangslage am Sonntag

Am Sonntag, 18. Oktober 2026, reicht das umfangreiche Hoch GERHARD von den Britischen Inseln bis nach Skandinavien. Südlich davon liegt eine Zone tieferen Luftdrucks mit mehreren kleinen Tiefdruckgebieten. Über dem Schwarzen Meer befindet sich ein weiteres Tief, das mit einem großen Tiefdruckgebiet über der Barentssee verbunden ist.

DWD Bodenwetterkarte mit Isobaren, Fronten und Druckgebieten für den 18. Oktober 2026 um 12 UTC
Bodenwetterkarte für Sonntag, 18. Oktober 2026, 12 UTC. Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), CC BY 4.0.

In den Höhenwetterkarten liegen zwei Tiefdruckgebiete sowohl auf 500 hPa, etwa 5500 Meter über dem Meer, als auch auf 300 hPa, etwa 9000 Meter Höhe und damit ungefähr auf dem Niveau des Jetstreams. Eines liegt über Frankreich, das andere stützt das Bodentief über dem Schwarzen Meer. Zusätzlich erstreckt sich vom Tief über der Barentssee ein Höhentrog bis zum Baltikum.

Vergleich der Höhenwetterkarten von ICON, GFS und IFS auf 500 und 300 hPa für den 18. Oktober 2026
Höhenwetterkarten von ICON, GFS und IFS für Sonntag, 18. Oktober 2026, 12 UTC. Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), CC BY 4.0.

Am Montag sind sich die Modelle noch einig

Für Montag zeigen die drei großen Modelle ICON des Deutschen Wetterdienstes, das amerikanische GFS und das IFS des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage zunächst ein ähnliches Bild. Aus dem Trog über dem Baltikum tropft ein Höhentief ab, zieht südwestwärts nach Polen und anschließend westwärts in den Osten Deutschlands.

Vergleich der Höhenwetterkarten von ICON, GFS und IFS auf 500 und 300 hPa für den 19. Oktober 2026
Höhenwetterkarten von ICON, GFS und IFS für Montag, 19. Oktober 2026, 12 UTC. Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), CC BY 4.0.

Am Dienstag gehen die Lösungen weit auseinander

Für Dienstag, 20. Oktober, divergieren die Modelle deutlich. ICON und GFS lassen das Höhentief mit der kalten Höhenluft weiter westwärts bis nordwestwärts ziehen. IFS hält das Tief dagegen über dem Osten Deutschlands fest.

Abweichende Höhentief-Prognosen von ICON, GFS und IFS auf 500 und 300 hPa für den 20. Oktober 2026
Abweichende Höhentief-Prognosen von ICON, GFS und IFS für Dienstag, 20. Oktober 2026, 12 UTC. Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), CC BY 4.0.

Auch bei Geopotential und Temperatur zeigen sich große Differenzen. Im Dreieck Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt berechnen die Modelle für 850 hPa, etwa 1400 Meter Höhe, Werte zwischen minus 2 und plus 10 Grad. Am Boden entspricht das einer möglichen Temperaturspanne von ungefähr 7 bis 13 Grad.

Modellvergleich von Geopotential und Temperatur auf 500 und 850 hPa für den 20. Oktober 2026
Geopotential und Temperatur in den Modellen ICON, GFS und IFS für Dienstag, 20. Oktober 2026, 12 UTC. Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), CC BY 4.0.

Entscheidend für Wolken, Regen und Temperatur

Bleibt das Höhentief wie in der IFS-Lösung im Osten, dominiert dort die Bewölkung. Eine neue Störung im Westen wird dann gebremst, sodass dort mehr Sonne möglich ist. In der kalten Höhenluft entstehen bevorzugt am Nordrand des Tiefs Schauer, die vor allem den Osten und Nordosten betreffen würden.

Zieht das Tief nach der ICON- und GFS-Lösung in den Nordwesten Deutschlands, wandern auch die Schauer nordwestwärts. Im Osten steigen dann die Chancen auf Auflockerungen und trockene Phasen. Gleichzeitig wird die Störung aus Frankreich weniger gebremst, sodass im Westen und Südwesten mehr Wolken und später Regen aufkommen können.

Modellvergleich der Wolken- und Niederschlagsprognosen von ICON, GFS und IFS für den 20. Oktober 2026
Wolken- und Niederschlagsprognosen von ICON, GFS und IFS für Dienstag, 20. Oktober 2026, 12 UTC. Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), CC BY 4.0.

Die Prognose für den übernächsten Tag bleibt damit ungewöhnlich unsicher. Auch die vorherigen Modellläufe liefern kein eindeutigeres Bild, da die Modelle weitgehend an ihren jeweiligen Lösungen festhalten.

Autorin der DWD-Originalfassung:
Diplom-Meteorologin Jacqueline Kernn
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, 18.10.2026

Quelle und Lizenz: Deutscher Wetterdienst, „Thema des Tages“ vom 18. Oktober 2026. DWD-Text und verwendete DWD-Abbildungen unter CC BY 4.0. Für Windinfo redaktionell gegliedert und sprachlich gestrafft; Bildunterschriften wurden vereinheitlicht. Die meteorologischen Aussagen, Zahlen und Abbildungen wurden inhaltlich nicht verändert. Die Abbildungen wurden dauerhaft lokal gespeichert.

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/10/Hoehenwetterkarten-20.-Oktober-2026.png 924 1886 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-10-18 12:00:002026-10-18 19:11:53Mission impossible

Bunte Satellitenbilder zur Unterscheidung von Wolkentypen

17. Oktober 2026/0 Kommentare/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Wolken erscheinen im sichtbaren Satellitenbild meist weiß – unabhängig davon, ob sie aus Wassertröpfchen, Eiskristallen oder beiden bestehen. Auch Schneeflächen können ähnlich aussehen. Mit speziell kombinierten Spektralkanälen des Meteosat-Satelliten lassen sich Wolkenarten jedoch farblich unterscheiden.

Das sogenannte Wolkentyp-RGB-Komposit macht unter anderem Nebel, tiefe Wasserwolken, hohe Eiswolken, Mischwolken und unterkühlte Wasserwolken sichtbar. Dadurch liefert es für Wettervorhersage und Flugmeteorologie deutlich mehr Informationen als ein Echtfarbenbild allein.

Warum ein weißes Satellitenbild nicht genügt

Wassertröpfchen und Eiskristalle besitzen eine hohe Albedo und reflektieren einen großen Teil des Sonnenlichts. Deshalb wirken sowohl tiefe Schönwetterwolken als auch hohe Schleierwolken im sichtbaren Licht weiß. Liegen verschiedene Wolkenschichten übereinander oder kommen im Winter Schneeflächen hinzu, ist ihre eindeutige Unterscheidung selbst für erfahrene Meteorologen schwierig.

Echtfarben-Satellitenbild des MTG über Mitteleuropa am 16. Oktober 2026 um 11 Uhr mit überlagertem Niederschlagsradar
Echtfarben-Satellitenbild des MTG vom 16. Oktober 2026, 11 Uhr MESZ, mit überlagertem Niederschlagsradar. Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), CC BY 4.0.

So entsteht das Wolkentyp-RGB-Komposit

Der Flexible Combined Imager der dritten Meteosat-Generation misst nicht nur sichtbares Licht, sondern auch mehrere Spektralbereiche im nahen Infrarot. Bei der RGB-Bildauswertung werden drei Kanäle den Grundfarben Rot, Grün und Blau zugeordnet. Aus ihrer Überlagerung entstehen charakteristische Mischfarben, die Rückschlüsse auf Wolkenhöhe, optische Dicke und Wolkenphase erlauben.

Farbkanal Spektralbereich Hauptinformation
Rot Nahinfrarot bei 1,38 µm Wolkenhöhe und optische Dicke
Grün Sichtbares Licht bei 0,64 µm Optische Dicke der Wolken
Blau Nahinfrarot bei 1,61 µm Wolkenphase: Wasser oder Eis

Die Kombination trennt Wolkentypen farblich deutlich voneinander und erkennt insbesondere dünne Cirruswolken. Das Wolkentyp-RGB-Produkt von EUMETSAT ist wegen der verwendeten Sonnenlichtkanäle nur tagsüber verfügbar.

Legende zur Bedeutung der Farben im Wolkentyp-RGB-Komposit des MTG-Satelliten
Bedeutung der einzelnen Farben im Wolkentyp-RGB-Komposit. Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), CC BY 4.0.

Wolkentypen am 17. Oktober 2026

Das Echtfarbenbild vom Samstagvormittag zeigt ein großflächiges weißes Wolkenband von Zentralfrankreich über Süd- bis nach Ostdeutschland. Darin lag eine Kaltfront, an der Regen fiel. Ohne zusätzliche Spektralinformationen lassen sich die verschiedenen Wolkenarten in diesem Gebiet kaum unterscheiden.

Echtfarben-Satellitenbild des MTG über Mitteleuropa am 17. Oktober 2026 um 11 Uhr mit überlagertem Niederschlagsradar
Echtfarben-Satellitenbild des MTG vom 17. Oktober 2026, 11 Uhr MESZ, mit überlagertem Niederschlagsradar. Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), CC BY 4.0.

Im Wolkentyp-RGB-Komposit sind die mehrschichtigen Regenwolken der Front hellgelb dargestellt und damit klar von den umgebenden tiefen Wasserwolken in Hellblau zu unterscheiden. Weiße Bereiche weisen auf unterkühlte Wasserwolken hin. Für die Flugmeteorologie ist das wichtig, weil dort Vereisungsgefahr bestehen kann.

Von Österreich über Tschechien bis nach Polen erstreckten sich hohe Cirruswolken aus Eiskristallen. Über der Nordsee und der Straße von Dover strömten wabenförmige Kumuluswolken aus Norden ein. Grün markierte flachere Mischwolken brachten kaum oder nur wenig Regen, während gelbliche, hochreichende Wolken mit Eis im oberen Bereich kräftigere Schauer erzeugten.

Wolkentyp-RGB-Komposit aus MTG-Satellitenkanälen über Mitteleuropa am 17. Oktober 2026 um 11 Uhr
Wolkentyp-RGB-Komposit des MTG vom 17. Oktober 2026, 11 Uhr MESZ. Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), CC BY 4.0.

Neben dem Wolkentyp-Komposit stehen weitere RGB-Produkte für spezielle meteorologische Fragestellungen zur Verfügung. Sie ergänzen klassische Satelliten- und Radarbilder, ersetzen aber weiterhin nicht die fachliche Interpretation.

Autor der DWD-Originalfassung:
Dr. rer. nat. Markus Übel (Meteorologe)
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, 17.10.2026

Quelle und Lizenz: Deutscher Wetterdienst, „Thema des Tages“ vom 17. Oktober 2026. DWD-Text und verwendete DWD-Abbildungen unter CC BY 4.0. Für Windinfo redaktionell gegliedert, sprachlich gestrafft, mit einer Kanaltabelle ergänzt und grammatikalisch korrigiert. Die Abbildungen wurden lokal gespeichert und inhaltlich nicht verändert. Die Erläuterung der Spektralkanäle wurde mit den offiziellen EUMETSAT-Produktangaben abgeglichen.

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/10/Wolkentyp-RGB-Komposit-Mitteleuropa-17.-Oktober-2026.png 531 711 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-10-17 12:00:002026-10-17 19:06:12Bunte Satellitenbilder zur Unterscheidung von Wolkentypen

Es grünt so grün

16. Oktober 2026/0 Kommentare/in Thema des Tages, Wetter, Wetterlexikon/von WINDINFO

Gelb, Orange, Rot, Braun und noch erstaunlich viel Grün: Die Bäume zeigen sich Mitte Oktober farbenfroh, während viele Blätter weiterhin an den Zweigen hängen. Doch warum verfärbt sich das Laub im Herbst – und wann setzt der Blattfall ein?

Der Blick auf die phänologische Entwicklung 2026 zeigt eine leichte Verzögerung. Die Bäume reagieren dabei nicht allein auf kürzere Tage, sondern ebenso auf die Witterung und insbesondere auf kühle Nächte.

Farbenfrohe Bäume mit gelben, orangefarbenen, roten und grünen Blättern im Goldenen Oktober 2026
Farbenfrohe Bäume im Goldenen Oktober 2026 in Offenbach und Frankfurt am 16. Oktober 2026. Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), CC BY 4.0.

Warum sich die Blätter verfärben

Die Blattverfärbung wird im Herbst ausgelöst, wenn die Sonne immer niedriger steht, die Tageslänge kürzer wird und vor allem die nächtlichen Temperaturen in den einstelligen Bereich sinken. Dafür sollte es mehrere sehr kühle Nächte hintereinander geben.

Dann wird der in den grünen Blättern vorherrschende Farbstoff Chlorophyll schneller abgebaut. Der Baum zerlegt ihn in seine Bausteine und transportiert diese in die dicken Äste und den Stamm zurück. Dort werden sie bis zum nächsten Frühjahr eingelagert und anschließend wiederverwendet.

Die Herbstfärbung hängt somit nicht nur von der abnehmenden Tageslänge ab, sondern auch von der aktuellen Witterung.

Die Blattverfärbung ist 2026 leicht verspätet

Für den Herbst 2026 ist eine kleine Verzögerung der Blattverfärbung zu erwarten. Die aktuelle phänologische Uhr des DWD zeigt: Die Leitphase des Spätherbstes, die Blattverfärbung der Stieleiche, ist üblicherweise um den 19. Oktober abgeschlossen. Grundlage ist das Mittel der Jahre 2011 bis 2025; für den Abschluss der Leitphase sind 80 Prozent Meldestand erforderlich.

Am 16. Oktober 2026 war diese Leitphase bei einem Meldestand von 68 Prozent noch nicht vollendet. Bereits der Vollherbst hatte sich um vier Tage verzögert: Statt des üblichen 17. September wurde der entsprechende Stand 2026 erst am 21. September erreicht. Da es bis dahin noch nicht viele kalte Nächte gab, dürfte sich diese Verzögerung ungefähr gehalten haben.

Wann beginnt der Blattfall?

Als Nächstes steht der Blattfall an, der Mitte Oktober 2026 erst sehr eingeschränkt eingesetzt hatte. In der Phänologie kennzeichnet der Blattfall der Stieleiche den beginnenden Winter. Im langjährigen Mittel ist diese Leitphase am 7. November abgeschlossen – ungefähr drei Wochen nach der Blattverfärbung.

Wegen der aktuellen Verzögerung und der bis in die Mittelfrist, also für die Vorhersagetage drei bis zehn, nicht allzu kalten Aussichten erwartet der DWD, dass sich die Verzögerung auch beim Blattfall bemerkbar machen wird.

Die alte Bauernregel „Hängt das Laub bis November hinein, wird der Winter lange sein“ lässt sich wissenschaftlich nicht belegen. Wie der kommende Winter wird, können die Bäume nicht vorhersagen.

Autor der DWD-Originalfassung:
Dipl.-Met. Simon Trippler
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, 16.10.2026

Quelle und Lizenz: Deutscher Wetterdienst, „Thema des Tages“ vom 16. Oktober 2026. DWD-Text und DWD-Abbildung unter CC BY 4.0. Für Windinfo redaktionell gegliedert, sprachlich gestrafft, mit Zwischenüberschriften versehen und grammatikalisch korrigiert. Die verwendete DWD-Abbildung wurde lokal gespeichert und inhaltlich nicht verändert.

https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2026/10/Farbenfrohe-Baeume-im-Goldenen-Oktober-2026.png 1350 2400 WINDINFO https://www.windinfo.eu/wp-content/uploads/2019/07/windinfo_logo_eu-300x212.png WINDINFO2026-10-16 12:00:002026-10-16 19:04:17Es grünt so grün
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