Heftige Regenfälle im Osten und Nordosten

Am gestrigen Sonntag (19.04.) leiteten teils kräftige Gewitter und Starkregenfälle endgültig die konvektive Saison des Jahres 2026 ein. Entlang und im Vorfeld einer Kaltfront entwickelten sich in einer für die Jahreszeit ungewöhnlich feuchten und instabilen Luft insbesondere über der Mitte und an den Alpen sowie in Teilen des Ostens Gewitter, die neben örtlichem Hagel und stürmischen Böen vor allem Starkregen brachten. Dieser trat zunächst noch eher lokal auf. Das änderte sich ab dem Nachmittag. Die Gewitter „verclusterten“ zunehmend und bildeten entlang der stationär gewordenen Front ein größeres, zusammenhängendes Regengebiet über dem Osten und Nordosten aus. Die Niederschläge nahmen demnach eher Dauerregencharakter an und hielten über die Nacht bis weit in den Montag hinein an (siehe Radar-Animation in Abbildung 1).

Heftige Regenfaelle im Osten und Nordosten 1
Radar-Animation von Sonntag (7 Uhr) bis Montag (12 Uhr).

Die DWD-Wetterstationen registrierten im Osten und Nordosten verbreitet Mengen von 30 bis 50 l/qm, in Brandenburg und Mecklenburg stellenweise sogar bis zu 80 l/qm (siehe Abbildung 2, rechts). Ansonsten brachten Gewitter und Starkregen meist Mengen von 15 bis 30 l/qm, allerdings häufig in kurzer Zeit. Im linken Teil der Abbildung sind die Blitze dargestellt, anhand derer man die Gewittertätigkeit erahnen kann. Insgesamt traten binnen 24 Stunden über 43.000 Blitze auf, mit Schwerpunkten über der Mitte und am Alpenrand.

Heftige Regenfaelle im Osten und Nordosten 2

24-stündige Blitze bis Sonntag (21 Uhr) und 48-stündiger Niederschlag bis Montag (13 Uhr).

Angesichts der hohen Niederschlagsmengen mag es erstaunen, dass keine größeren Schäden aufgetreten sind. Aber zum einen fielen die Mengen relativ gleichmäßig über einen längeren Zeitraum, zum anderen ist die betroffene Region durch ihre orographischen Eigenschaften wie Relief und Bodenbeschaffenheit nicht so anfällig gegenüber größeren Niederschlagsmengen wie beispielsweise der Mittelgebirgsraum. Dazu kommt noch die sehr trockene Vorgeschichte, wodurch Böden, Bäche und Flüsse verhältnismäßig große Wasseraufnahmekapazitäten aufwiesen.
Generell dürften viele, insbesondere die Landwirte, angesichts dieser unverhofft ergiebigen „Bewässerung“ erleichtert sein, verläuft das Frühjahr doch gerade im Osten bisher außerordentlich niederschlagsarm. Leider war es das auch erst mal: Nach Abzug letzter Regenfälle setzt sich im Wochenverlauf wieder trockenes Hochdruckwetter ein – und nennenswerte Niederschläge deutet sich auch mittelfristig erst mal nicht mehr an.

Dipl.-Met. Adrian Leyser Sturm
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 20.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Petrichor – Der Duft des Regens

Nach einer langen Periode ohne Regen stieg mir heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit ein bekannter Geruch in die Nase – der Duft nach Regen. Kaum fallen die ersten Regentropfen auf den Boden, kann man den erdig-frischen und leicht feuchten Geruch aufspüren. Jeder kennt diesen „Regenduft“ und die meisten empfinden diesen Geruch als angenehm. Aber was riecht man da eigentlich? Regentropfen bestehen ja aus reinem Wasser, also H2O, und das ist bekanntlich geruchlos. Im heutigen Thema des Tages gehen wir dieser Frage auf den Grund.

Anscheinend haben sich schon vor vielen Jahrzehnten die Leute genau diese Frage gestellt. Im Jahre 1964 veröffentlichten nämlich die beiden australischen Wissenschaftler I.J. Bear und R.G. Thomas im auch heute noch angesehenen Wissenschaftsmagazin „Nature“ einen Artikel, in dem sie dem unverkennbaren Geruch den Namen „Petrichor“ gaben. Dieser Name leitet sich von den beiden griechischen Wörtern „petros“ (deutsch: Stein) und „ichor“ (deutsch: Flüssigkeit in den Adern der griechischen Götter) ab.

In dieser Studie haben die beiden Forscher einen wesentlichen Bestandteil des Regengeruchs identifizieren können. Sie fanden heraus, dass Pflanzen während Trockenphasen ein gelbliches Öl produzieren und absondern. Dieses ätherische Öl wird von Böden und Gesteinen (daher der Namensbestandteil „petros“) absorbiert, also auch von Gehwegen und Straßen. Neuere Studien haben ergeben, dass noch ein weiterer Stoff für den Geruch verantwortlich ist. Die Rede ist von einem Alkohol namens Geosmin, der von Bakterien im Erdboden produziert wird. Diese Mikroorganismen fahren bei Hitze und/oder Trockenheit ihren Stoffwechsel auf das Nötigste herunter. Sobald die Bakterien mit Wasser in Kontakt kommen, werden sie wieder aktiv und geben unter anderem das flüchtige und stark riechende Geosmin ab. Manchmal genügt schon Tau an einem kühlen Frühlingsmorgen, um die Bakterien zu aktivieren. Zusammen mit dem ätherischen Öl der Pflanzen und Staub auf Steinen entsteht so das bekannte erdige und frische Aroma des Petrichor.

Im Jahre 2015 fanden Forscher des „Massachusetts Institute of Technology“ mittels Hochgeschwindigkeitskameras einen weiteren wichtigen Effekt heraus, der den intensiven Geruch erklärt. Wenn die Regentropfen auf den staubigen Boden treffen, bilden sich kleine Luftbläschen, in denen die winzigen Geruchspartikel eingeschlossen sind. Diese Bläschen platzen allerdings rasch auf und bereits ein schwacher Luftzug oder Luftverwirbelungen genügen, um das Aroma in der Luft zu verbreiten. Der gleiche Effekt verursacht übrigens auch den intensiven Geruch beim Öffnen von Sekt- oder Erfrischungsgetränkeflaschen, da die aufsteigende Kohlensäure aufplatzt und so der Duft der Getränke verbreitet wird.

Wie intensiv der Petrichor ist, hängt von der Porosität und Feuchtigkeit des Bodens ab. Besitzt der Boden viele Hohlräume und ist sehr trocken, ist das förderlich für ein starkes Regenaroma. Beste Voraussetzung bildet leichter Regen, der auf einen feinporigen und staubtrockenen Boden fällt, aus dem sich zahlreiche Partikel lösen können. Deshalb riecht man den Regen meist nach längeren Trockenperioden oder im Sommer bei Gewittern, wenn die Hitze den Erdboden zuvor stark ausgetrocknet hat. Neben Lehmböden sind Waldböden gute Quellen für einen intensiven Duft, da sich in diesen Bodenarten genügend Hohlräume befinden, aus denen die Luftblasen heraussteigen können. Regnet es hingegen sehr stark oder langanhaltend, dann ist der Boden schnell durchnässt und eine Wasserschicht legt sich über den Boden, durch die keine Luftbläschen mehr emporsteigen können – der Regenduft versiegt bzw. tritt erst gar nicht auf. Aus diesem Grund kann man den Geruch auch nur zum Beginn des Regens wahrnehmen.

Manchmal riecht man den Petrichor schon einige Zeit vor Eintreffen des Regens und bisweilen bleibt der Regen auch gänzlich aus. Nähert sich beispielsweise im Sommer eine Gewitterlinie, dann frischt oft schon einige Zeit im Voraus aus Richtung der aufziehenden Gewitter der Wind böig auf und die Luft kühlt ab. Man bekommt den kalten Ausfluss der Gewitterlinie zu spüren, der den Regengeruch mit sich führt und mitunter auch in Regionen transportiert, die später vom Regen gar nichts abbekommen. Man riecht also förmlich den Regen aus der Ferne.

Zum Abschluss noch eine kleine Kuriosität: Da die meisten Leute den Regenduft als angenehm empfinden, kann man Petrichor sogar als Duftöl für den Einsatz in Kerzen oder als Zugabe in Luftbefeuchtern kaufen. Selbst als Eau de Cologne kann man diesen Duft tragen. Manch ein Regen- oder Naturliebhaber würde sich als Geschenk vielleicht über eines dieser doch sehr ausgefallenen Produkte freuen.

Dr. rer. nat. Markus Übel (Meteorologe)
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 19.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Einheitenchaos – Teil 2: Wind

Im Thema des Tages vom 07.04.2026 ging es um die Einheiten, die es für die Temperatur gibt. Nun setzen wir die Reihe mit einem im wahrsten Sinne des Wortes schwer zu fassenden Phänomen fort: Dem Wind.

Beim Wind ist es notwendig zu erwähnen, ob man sich auf das Windmittel oder die Windspitzen (auch Böen genannt) bezieht. Windspitzen sind kurzzeitige Erhöhungen der Windgeschwindigkeit, während das Windmittel den zugrunde liegenden anhaltenden Wind beschreibt. Generell gehören zum Wind immer mehrere Informationen. Einerseits wird die Richtung und andererseits die Geschwindigkeit benötigt. Erstere gibt an, woher der Wind weht. Letztere kann auf verschiedene Arten angegeben werden. Die geläufigste Einheit ist sicherlich Kilometer pro Stunde, doch wie sieht es mit Meter pro Sekunde aus? Sind beispielsweise Böen von 25 m/s viel? Die Umrechnung ist eigentlich recht einfach, denn es muss nur mit 3,6 multipliziert werden. Im Beispiel sind es dementsprechend 90 km/h.

In der Seefahrt, aber auch in der Luftfahrt, ist die Längeneinheit nautische Meile üblich. Diese sollte ursprünglich ein 60tel eines Breitengrades sein und wurde später als 1,852 km festgelegt. Die Geschwindigkeitseinheit Seemeilen pro Stunde wird auch Knoten (kn) genannt. Mithilfe der Definition der Seemeile bedeutet das für unsere Windgeschwindigkeit im vorherigen Absatz, dass sie etwa 48,5 kn beträgt. Zum Beispiel aus englischsprachigen Filmen ist uns zudem „miles per hour“ für Geschwindigkeitsangaben geläufig. Diese Einheit bezieht sich nicht auf die Seemeile, sondern auf die (englische) Meile, die als 1609,344 m definiert ist.

Einheitenchaos

Abb. 1: Bild eines Schalenkreuz-Anemometers. Es misst die Windrichtung und gleichzeitig die Windgeschwindigkeit. Quelle: DWD

Wer nicht zufällig ein passendes Messgerät (Abbildung 1: Anemometer) im Gepäck mit sich herumträgt, kann den Wind auch anhand ihrer Auswirkungen abschätzen. Dabei spricht man von der sogenannten Windstärke. Schon in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entwickelte der englische Ingenieur John Smeaton eine Kategorisierung der Windstärke. In seiner 11-teiligen Tabelle ordnete er jeder Windstärke charakteristische Beobachtungen an der Umgebung zu. Später entstand daraus eine 9-teilige Skala. Francis Beaufort, ein britischer Hydrograf, verwendete Anfang des 19. Jahrhunderts eine 13-teilige Skala, die von „Windstille“ bis „Sturm“ reichte. Die heutige Skala, die von 0 bis 12 reicht, finden Sie unter Link 1. Die niedrigste Stufe „Windstille“ bedeutet dabei, dass Rauch senkrecht aufsteigt. Ab Beaufort 9 („Sturm“) sind erste Schäden an Häusern zu beobachten und die höchste Stufe „Orkan“ (Beaufort 12) sorgt für schwere Verwüstungen. Weiter unten auf der Seite finden sie auch die entsprechende Tabelle für die Auswirkungen auf See.

Für die offiziellen Böenwarnungen des Deutschen Wetterdienstes spielt die Beaufortskala ebenfalls eine erhebliche Rolle. Warnungen vor Böen der Stärke Beaufort 7 werden als „gelbe“ Wetterwarnung verschlüsselt. Beaufort 8 bis 10 werden ocker- oder orangefarbig (markante Warnung), die Stufen 11 und 12 rot dargestellt (Unwetterwarnung). Ab 140 km/h wird von extremen Orkanböen gesprochen (violette Warnung).

Heute sind für Deutschland keine Windwarnungen notwendig, dazu ist der Druckgradient zu schwach ausgeprägt. Im Tagesverlauf besteht jedoch die Möglichkeit, dass in der Nähe von Gewittern einzelne Böen die Stärke 7 erreichen. Das ist vor allem im zentralen und östlichen Mittelgebirgsraum möglich.

M.Sc.-Meteorologe Fabian Chow
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 18.04.2026
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Der April auf Achterbahnfahrt!

Am gestrigen Donnerstag und heutigem Freitag sorgte vielerorts das Hoch TILMAN über Deutschland für freundliches und sehr mildes Wetter. TILMAN gehört dabei zu einer ausgeprägten Hochdruckbrücke, die das Hoch ULI über dem Atlantik, einem Hoch über der Biskaya und einer Hochdruckzone über Nordskandinavien und der Barentssee verbindet. Während sich das Hoch ULI über dem Atlantik als sehr stabil und kraftvoll erweist und auch das Hoch über Nordskandinavien wie festgetackert seine Kreise dreht, schwächelt das Hoch TILMAN hierzulande doch deutlich. Resultierend kommt das Tief WALTRAUD zunehmend auch in den deutschen Fokus. Während WALTRAUD heute noch nördlich von Irland wirbelt und dessen Ausläufer sich noch über Großbritannien hinweg ziehen, verlagert es sich bis Samstagabend in die nördliche Nordsee und deren Ausläufer können von der Nordsee und Benelux auf den Nordwesten des Landes übergreifen. Da die Luft zwischen hoch ULI südwestlich der Britischen Inseln und WALTRAUD über der nördlichen Nordsee von Grönland und Island nach Deutschland transportiert wird, markiert die Luftmassengrenze eine Kaltfront mit dem Übergang von subtropischer Luft hin zu erwärmter Polarluft.

Der April auf Achterbahnfahrt 1

Prognostizierte Wetterlage am Samstagmittag mit Hoch ULI westlich der Britischen Inseln und tief Waltraud über der nördlichen Nordsee.

Am Sonntag verschiebt sich Hoch ULI zu den Britischen Inseln, sodass die Strömung hierzulande auf der Ostflanke des Hochs auf Nord bis Nordost dreht und somit die kühlere Luft südwärts das ganze Land fluten kann. Während am Samstag die Höchstwerte noch zwischen 13 Grad an der Nordsee und bis 24 Grad im Süden liegen, sinken diese bis Montag auf Maxima zwischen 9 und 15 Grad ab. In die nördliche Strömung eingelagert wirbelt dabei über Deutschland ein hoch reichendes Tief und sorgt durch Tiefdruckeinfluss weiter für einen unbeständigen, zu schauerartigen Niederschlägen neigenden Wettercharakter, der vereinzelt auch mit kurzen Gewittern einhergeht.

Erst im Verlauf der neuen Woche ändert sich das Wettergeschehen wieder etwas. Das Hoch ULI kann sich über dem Nordostatlantik richtig aufplustern und seinen Einflussbereich nach und nach bis nach Deutschland erweitern. Die Tiefs werden nachfolgend wieder Richtung Mittelmeerraum geschoben. Hierzulande wird dabei die Sonnenausbeute von Norden her wieder steigen. Da das Land aber auf der Südflanke des Hochs liegt, kommt die Luft aus Ost- bzw. Nordosteuropa und ist zu dieser Jahreszeit eher kühl temperiert. Entsprechend werden es die Temperaturen tagsüber trotz zunehmenden Sonnenscheins wohl nicht über die 20-Grad-Marke schaffen und nachts wohl verbreitet auf ein einstelliges Niveau absinken. Landesweit wäre dann auch wieder der Bodenfrost ein Thema. Aber warten wir es ab, die Prognosen über den Wochenstart hinaus sind ja typischerweise noch mit ausreichend Unsicherheiten versehen.

Der April auf Achterbahnfahrt 2

Prognostizierte Wetterlage am Dienstagmittag mit Hoch ULI über der nördlichen Nordsee.

Aber wie hat sich der April denn bisher so geschlagen und wie kann er klimatisch eingeordnet werden? Der Blick auf die Mitteltemperatur im Vergleich zum vieljährigen Mittel (1961-1990) zeigt für Deutschland große Unterschiede (keine Grafik). Während die Temperaturabweichungen in den Regionen im südlichen Brandenburg sowie Nordost Sachsen und dem östlichen Sachsen-Anhalt derzeit sogar etwas unterdurchschnittlich ausfallen, weisen vor allem Gebiete westlich des Rheins sowie südlich der Alb und im Allgäu positive Anomalien von teils 2 bis 3 Grad auf.

Der bisherige Aprilniederschlag folgt dagegen keiner deutlichen Struktur uns ist sehr inhomogen verteilt. Die größten Mengen von 15 bis lokal 50 l/qm/16d wurden demnach bevorzugt im Südwesten, im Nordseeumfeld und Teilen Mitteldeutschlands erreicht. Während die Mengen am Alpenrand und im Vorland bei allenfalls 10 bis 50% des zeitanteiligen Montagsniederschlags (bis 17. April) stark unterdurchschnittlich daherkommen, sind am Oberrhein, Nordbayern sowie in Teilen Mitteldeutschlands 80 bis rund 160% bezüglich des Vergleichszeitraums gefallen. Im südöstlichen Sachsen-Anhalt ist gebietsweise sogar schon die vieljährige Monatssumme erreicht oder gar überschritten. Als besonders trocken fallen sonst auch die Regionen vom südlichen Niedersachsen über Hessen hinweg bis in die Pfalz sowie in Teilen Brandenburgs auf, wo ebenfalls nur 1 bis 50% bisher gefallen sind. Überdurchschnittliche Regenmengen für die erste Monatshälfte sind dagegen noch im nördlichen Schleswig-Holstein und allgemein im direkten Nordseeumfeld mit einer relativen Einordnung von 100 bis 180% zu verzeichnen, sodass jene Regionen bei 70 bis 100% des Monatsniederschlag derzeit ebenfalls einen deutlich überdurchschnittlichen Kurs verfolgen.

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Aus dem Radar abgeleiteter Gesamtniederschlag im April bisher.

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Bisherige Niederschlagsmengen im Verhältnis zum vieljährigen Mittel bis zum 17. April.

Der ein oder andere richtet heute vielleicht auch seinen Blick Richtung Wismarer Bucht. Egal ob man die dortigen Prozesse um den Buckelwal Timmy nun gut oder schlecht findet, medial scheint da Ereignis doch von Interesse. Aus Wettersicht könnte die Aktion rund um Timmy eventuell Sichtprobleme bekommen. Während am Vormittag die Sonne noch vom nahezu wolkenlosen Himmel strahlt, breitet sich von der Kieler Bucht über Fehmarn hinweg langsam Seenebel in die Mecklenburger Bucht aus. Wie weit dieser vorankommt und in welcher Geschwindigkeit muss man dabei noch abwarten.

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Satellitenbild und Bewölkungsmessungen von der Ostseeregion am späten Vormittag des 17. April mit Seenebel in der Kieler Bucht südwärts ausgreifend.

Dipl. Met. Lars Kirchhübel
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 17.04.2026
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Geschichte der Meteorologie − Teil 3: Meteorologie der Spätantike sowie im europäischen Frühmittelalter

Im letzten Teil der Geschichte der Meteorologie wurde die Entwicklung der Meteorologie im alten Indien und China einerseits und ausführlicher die auf europäischem Boden im antiken Griechenland beschrieben.

Ein Nachtrag zu dieser Zeit sei an dieser Stelle noch gestattet. Blicken wir zurück in den Osten ins alte Indien: Im Werk „Arthasastra“, geschrieben vom indischen Minister Chanakya (um 350−um 283 v. Chr), welcher als Berater des ersten Kaisers des indischen Maurya-Reiches wirkte, wurde über die Einführung eines Verwaltungssystems berichtet. Im Bereich der Landwirtschaft lagen aus dieser Zeit systematische Niederschlagsmessungen vor, welche sich auf verschiedene Bereiche des Subkontinents bezogen. Sie zeigen, dass erste Regenmesser im alten Indien bis in die Zeit vor der christlichen Zeitenwende zurückreichen.

Kommen wir wieder zurück in den europäischen Kulturkreis. Nach dem Untergang des antiken Griechenlands ging die Weiterentwicklung der Geschichte der Meteorologie über auf das Römische Reich. Im Vergleich zum antiken Griechenland gelang im Römischen Reich kein so umfangreicher Erkenntniszuwachs, vielmehr blieb das Wissen der Griechen dominant.

Im sechsbändigen Werk „De rerum natura“ des römischen Dichters und Philosophen Lukrez (um 95−um 55 v. Chr) wurde die Naturphilosophie von Epikur (griechischer Philosoph, um 341−270 v. Chr), die die Entstehung von Gesellschaft und Kultur auf rein natürliche Ursachen ohne Gottheiten abmünzt, wiedergegeben und zusammengefasst. Inhalte des Werkes waren die Atomlehre, die Seelenlehre und die empirische Welt, welche sich aus Kosmologie und Kulturentstehungsgeschichte zusammensetzte. Im 6. Buch wurde die Meteorologie behandelt.

Der römische Dichter Vergil (70−19 v. Chr) erfreute sich an der Natur, suchte sie aber auch durch die Naturphilosophie, die Wissenschaft jener Zeit, zu verstehen. Er nahm Wetterzeichen in ein Handbuch zur Tierhaltung auf. Sein Werk „Georgica“ umfasste etwa 2000 Verszeilen über Landwirtschaft und Wetter. Hier ein Auszug: „Was gibt es zu sagen über die Herbststürme und die Sterne; und warum müssen die Menschen wachsam sein; wenn nun die Tage kürzer werden und die Sommerhitze nachlässt? Wenn der Frühling, der Regenbringer, herabstürzt; Oder wenn sich die Ähren der Ernte auf der Ebene bereits aufrichten…“

Der griechische Geograph und Geschichtsschreiber Strabon (um 63 v. Chr−23 n. Chr.) versuchte in seinem Werk „Geographie“, welches er kurz vor seinem Tod vollendete, das gesamte bekannte geographische Wissen zusammenzufassen. Es umfasste alle Länder und Völker, die den Römern und Griechen zu jener Zeit bekannt waren. Es enthält eine frühe Beschreibung des Wetters auf den Britischen Inseln: „Das Wetter dort ist eher regnerisch als schneereich; und an Tagen mit klarem Himmel herrscht so lange Nebel, dass die Sonne den ganzen Tag über nur etwa drei oder vier Stunden lang um die Mittagszeit zu sehen ist. …“

Der römische Dichter Ovid (43 v. Chr−17 n. Chr.) wurde von Kaiser Augustus (63 v. Chr−14 n. Chr.) im Jahre 8 n. Chr. nach Tomis an die Westküste des Schwarzen Meeres (heute das rumänische Constanța/Konstanza) verbannt. In seinen Werken „Tristia“ und „Epistulae ex Ponto“ beschrieb er das dortige vergleichsweise harsche Klima, beispielsweise Kälte, Frost und Schnee, fehlende Tauphasen inmitten des Winters und das Zufrieren der Donau.

Der römische Philosoph und Naturforscher Seneca der Jüngere (um 3 v. Chr−65 n. Chr.) sowie Plinius der Ältere (um 24−79 n. Chr.), ein römischer Gelehrter, fassten beide aus griechischen Quellen die Theorie der antiken griechischen Naturwissenschaft zusammen. In Senecas „Quaestiones Naturales“ („Fragen über die Natur“) wird überwiegend Astronomie und Meteorologie behandelt, darunter alle Wetterphänomene. Wind wird nicht nur als bewegte Luft beschrieben, sondern mit der Verdunstung kombiniert. In Plinius‘ „Naturalis historia“ („Naturgeschichte“), eine 37-bändige Enzyklopädie, wurde das meteorologische Wissen von 20 bedeutenden griechischen Gelehrten zusammengetragen. Auch Details über Windsysteme und Navigation in der Seeschifffahrt fanden dort Erwähnung.

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Werk Naturalis historia, Nachdruck aus 1481, Nicolò Mascarino, Biblioteca Nacionale Marciana, Venedig, Quelle: Holapaco77 über Wikimedia Commons

Der römische Geograph und Kosmograph Pomponius Mela (um 15−45 n. Chr.) formulierte in seinem Werk „De situ orbis“ im Jahr 43 n. Chr. das System der Klimazonen. Er teilte die Erde in fünf Zonen ein, von denen nur zwei bewohnbar waren, die nördliche und die südliche Temperaturzone.

Aus dem ersten Jahrhundert nach Christus liegen aus dem römischen Palästina Niederschlagsmessungen vor. Regenmengen wurden durch Priester mittels spezieller Gefäße gemessen und in Mengenangaben „tofahs“ und „tefahs“ versehen, einem alten Längenmaß, welches rund 9 cm entspricht. In den Frühjahrsmonaten wurden 6 tofahs Niederschlag gemessen, was etwa 54 cm entspricht. Nimmt man die heutige Umrechnung auf den Quadratmeter an, wäre es zu dieser Zeit etwas feuchter als heute gewesen. Jüdische Priester nutzten die Messungen, um die Fruchtbarkeit und damit das Erntepotential der Region zu prognostizieren.

Der griechische Mathematiker, Geograph und Astronom Claudius Ptolemäus (um 100−um 160) leistete einen Beitrag zur Astrometeorologie, welche die Verbindung astronomischer Phänomene mit dem Wetter beschreibt. In seinem Werk „Phasen der Fixsterne und Sammlung von Wetterzeichen“ beschrieb er Methoden zur Wettervorhersage anhand astronomischer Ereignisse, die auf geometrischen und mathematischen Modellen der Planetenbewegungen beruhten. Diese basierten wiederum sowohl auf historischen Beobachtungen als auch auf seinen eigenen Beobachtungen. Ptolemäus beschrieb Positionsberechnungen der Planeten und gab Richtlinien zur Deutung ihrer Auswirkungen auf das Wetter. Dies trug zur griechischen Tradition astrometeorologischer Kalender bei, die astronomische Phänomene mit Wettervorhersagen in Verbindung brachten. „Phasen der Fixsterne und Sammlung von Wetterzeichen“ ist auch deshalb von Bedeutung, weil es eine Informationsquelle über frühere Autoritäten in der Tradition des astrometeorologischen Kalenders darstellt, darunter Hipparchos von Nicäa.

Der griechische Arzt und Naturforscher Galenos von Pergamon (um 130−um 210) war bei der Behandlungsmethode der Blutentnahme der Ansicht, dass die Menge des abzulassenden Blutes nicht nur vom Alter, der Konstitution und dem Wohnort des Patienten abhing, sondern auch von der Jahreszeit und dem Wetter. Generell war Galenos der Meinung, dass lebende Körper aus einer ungleichmäßigen Mischung aus Heißem, Kaltem, Feuchtem und Trockenem bestehen − den „Gegensätzen“ nach Aristoteles, heute als Viersäftelehre oder Humoralpathologie bekannt.

Damit wären alle wesentlichen Entwicklungen im Römischen Reich zusammengefasst. Werfen wir nun einen Blick weit nach Osten: Im antiken China gibt es zu dieser Zeit eine etwas ausführlichere Vorstellung, wie der Regen entsteht:

In seinem Werk „Lunheng“ widerlegte der chinesische Philosoph Wang Chong (27−um 97 n. Chr.) aus der Han-Dynastie den chinesischen Mythos, dass Regen vom Himmel komme, und erklärt, dass Regen aus dem Wasser auf der Erde in die Luft verdunstet und Wolken bildet. Er stellte fest, dass Wolken zu Regen kondensieren und auch Tau bilden, und er sagte, wenn die Kleidung von Menschen in hohen Bergen feucht wird, liege dies an dem in der Luft schwebenden Regenwasser. Wang Chong stützte seine Theorie jedoch auf eine ähnliche These von Gongyang Gao, dessen Kommentar zu den „Frühlings- und Herbstannalen“, der „Gongyang Zhuan“, bereits im 2. Jahrhundert v. Chr. verfasst wurde. Das zeigt, dass die chinesische Vorstellung, Regen verdunste und steige auf, um Wolken zu bilden, weit vor Wang Chong zurückreicht. Wang Chong schrieb: „Was diesen Regen betrifft, der aus den Bergen kommt, so sind einige der Ansicht, dass die Wolken den Regen mit sich führen und sich auflösen, sobald er niedergeht (und sie haben Recht). Wolken und Regen sind eigentlich ein und dasselbe. Wasser, das nach oben verdunstet, wird zu Wolken, die sich zu Regen oder weiter zu Tau verdichten.“

Auch aus Indien liegen einige weitere meteorologische Erkenntnisse vor. Der indische Dichter Kalidasa, der um 500 n. Chr. lebte, erwähnte in seinem Gedicht „Meghaduta“ („Wolkenbote“) den Zeitpunkt des Einsetzens des Südwestmonsuns über Zentralindien und zeichnete den Weg der Monsunwolken von dort zum Berg Kailash in Tibet nach. Um das Jahr 575 n. Chr. veröffentlichte der indische Astronom und Mathematiker Varāhamihira (505−587) sein Werk „Brihat-Samhita“ („Große Sammlung“), das eindeutige Belege dafür liefert, dass im indischen Raum bereits fundierte Kenntnisse über atmosphärische Vorgänge vorhanden waren.

Kommen wir nun wieder zurück nach Europa. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches, der den Übergang der Spätantike zum europäischen Frühmittelalter einleitet, gab es keine signifikante Weiterentwicklung in der Meteorologie. Lediglich wenige theologische Gelehrte verfassten Abhandlungen, in welchen meteorologische Aspekte erwähnt wurden, die jedoch im Wesentlichen den Stand der Dinge der Antike wiedergaben.

Der hispanische Bischof und Historiker Isidor von Sevilla (um 560−636) schrieb in seinem Werk „De Natura Rerum“ (Über die Natur der Dinge) über Astronomie, Kosmologie und Meteorologie. In den Kapiteln zur Meteorologie befasste er sich mit Donner, Wolken, Regenbogen und Wind. Auch die „Verderbnis der Luft“ (Pest) wurde behandelt. Allerdings wurde er durch die vorherrschende theologische Ansicht eingeschränkt, dass der einzige legitime Weg, Naturwissenschaften zu studieren, über die Heilige Schrift führte.

Der angelsächsische Theologe und Benediktinermönch Beda Venerabilis (um 672−735) gilt als einer der bedeutendsten Gelehrten des europäischen Frühmittelalters. In seiner gleichnamigen Enzyklopädie „De Natura Rerum“, die um das Jahr 703 entstanden ist, handelte ein großes Kapitel von den Naturwissenschaften, in dem auch Wetterprognosen thematisiert wurden. Andere bedeutende Kapitel stellten die Astronomie und die Komputistik, die Zeitrechnung, dar. Beda Venerabilis schrieb als erster Angelsachse über das Wetter und gilt als Begründer der Meteorologie in England.

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Werk De Natura Rerum, Nachdruck aus 1529, Henrich Petri, Biblioteca Europea di Informazione e Cultura, Mailand, Quelle: Marcella Medici über Wikimedia Commons

Die weitere Entwicklung in der Geschichte der Meteorologie wird aus Erkenntnissen der Araber abgeleitet. Die Araber dominierten im Folgenden im europäischen Kulturraum sämtliche wissenschaftlichen Entwicklungen des Früh- und Hochmittelalters. Der nächste Teil der Serie Geschichte der Meteorologie wird diese Episode beleuchten und einen Überblick über die nächsten meteorologischen Erkenntnisse in Mesoamerika und im antiken China zusammenfassen.

Dipl.-Met. Markus Eifried
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 16.04.2026
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Zwischen Hoch und Tief im meteorologischen Niemandsland

Wettermäßig befindet sich Deutschland aktuell in einer eher unspektakulären Lage: zwischen zwei Tiefdruckgebieten, die beide nur am Rande Einfluss ausüben. Tief VIRGINIA liegt über dem Nordatlantik westlich der Britischen Inseln, während sich Tief ULLA I über Süditalien befindet. Deutschland verbleibt damit gewissermaßen in einem „Niemandsland“ zwischen den wetterbestimmenden Systemen.

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Bodenanalyse mit Fronten und Luftdruck, Mittwoch den 15.04.2026 12 UTC. Quelle: Deutscher Wetterdienst

Diese Konstellation ermöglicht es Hoch STEFAN, vorübergehend die Regie zu übernehmen. Am Mittwoch weitet das Hoch seinen Einfluss auf weite Teile Deutschlands aus. Besonders in der Mitte und im Norden dominiert zunächst sonniges Wetter, während sich im Südosten noch dichtere Wolken halten. Im Laufe des Tages macht sich jedoch von Westen her die Annäherung von Tief VIRGINIA bemerkbar, dessen Wolkenfelder langsam ins Land ziehen. Dennoch bleibt es insgesamt trocken. Die Temperaturen steigen mit Unterstützung der Sonneneinstrahlung auf 16 bis 20 Grad, am Mittel- und Niederrhein lokal bis 21 Grad. An den Küsten bleibt es aufgrund maritimer Einflüsse etwas kühler. Der Wind ist schwach und spielt keine wesentliche Rolle im Wettergeschehen.

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Wetter- und Temperaturkarte, am Mittwoch 15.04.2026. Quelle: Deutscher Wetterdienst

In der Nacht zum Donnerstag verliert Hoch STEFAN zunehmend an Einfluss. Gleichzeitig greifen die Ausläufer von Tief VIRGINIA auf den Nordwesten über und bringen dort dichtere Bewölkung sowie etwas Regen. Auch in den übrigen Regionen zeigt sich der Himmel vielfach wolkig. Die Wolkendecke wirkt dabei wie eine isolierende Schicht, sodass die Temperaturen nicht mehr so stark zurückgehen. Nur im Osten kann es örtlich noch zu leichtem Frost in Bodennähe kommen, ansonsten liegen die Tiefstwerte zwischen 9 und 4 Grad.

Am Donnerstag prägen die Reste dieser Tiefausläufer das Wettergeschehen. Insgesamt überwiegen die Wolken, sonnige Abschnitte bleiben selten. Im Tagesverlauf entwickeln sich einzelne Schauer, vereinzelt auch kurze Gewitter. Mit der südwestlichen Strömung wird mildere Luft nach Deutschland geführt, sodass die Höchsttemperaturen trotz der dichten Bewölkung 17 bis 22 Grad erreichen. Der Wind bleibt abseits von Schauern schwach.

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Wetter- und Temperaturkarte, am Donnerstag 16.04.2026. Quelle: Deutscher Wetterdienst

In der Nacht zum Freitag verstärkt sich der Hochdruckeinfluss erneut. Die Schauer klingen ab, und gebietsweise lockert die Bewölkung auf. In der feuchten Luftmasse kann sich jedoch örtlich Nebel bilden. Insgesamt bleibt es meist frostfrei.

Der Freitag zeigt sich dann überwiegend freundlich. Schauer treten nur noch vereinzelt auf, und die Temperaturen steigen leicht an. Im Südwesten werden bis zu 24 Grad erreicht, sonst liegen die Höchstwerte zwischen 17 und 23 Grad. Auch der Samstag präsentiert sich ähnlich, mit viel freundlichem Wetter und milden Temperaturen. Lediglich im Nordwesten macht sich erneut zunehmende Bewölkung bemerkbar, verbunden mit etwas Regen.

Am Sonntag stellt sich schließlich eine Umstellung der Wetterlage ein. Die Wolken überwiegen, und gebietsweise fällt Regen. Gleichzeitig geht die Temperatur zurück, mit Höchstwerten zwischen 13 und 20 Grad. Zudem frischt der Wind etwas auf und dreht auf nördliche Richtungen.

Dipl.-Met. Marco Manitta
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 15.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Hinweise auf ungewöhnlich starken El-Niño im Laufe des Jahres

El-Niño wird das Auftreten ungewöhnlicher und unregelmäßig wiederkehrender Veränderungen der Meeresströmungen im ozeanografisch-meteorologischen System des äquatorialen Pazifiks genannt. Das Phänomen tritt in unregelmäßigen Abständen von durchschnittlich vier Jahren auf. Durch veränderte Zirkulationsmuster in der Atmosphäre ändern sich auch die oberflächennahen Meeresströmungen und es kommt großräumig zu höheren Meeresoberflächentemperaturen als im Normalzustand. Weiterführende Informationen zu El-Niño und seinem Gegenstück La-Niña finden Sie unter: Klimalexikon.

In der vergangenen Woche wurde El-Niño in einigen Medien zum Thema gemacht und tatsächlich liefern verschiedene Modelle deutliche Hinweise auf das Auftreten dieses Phänomens im Laufe des Jahres. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch die Komplexität der Datenlage. In Abbildung 1 sind für den September 2026 von verschiedenen Modellen die prognostizierten Abweichungen der Meeresoberflächentemperatur für den relevanten Teil des Pazifiks dargestellt. Für jedes Modell ist dann nochmal die Bandbreite innerhalb des Modells als Farbbereich aufgetragen. Ab +0,5 Grad Abweichung spricht man von einem El-Niño-Ereignis. Die meisten Modellergebnisse konzentrieren sich bei Anomalien um +2 Grad. Die Bandbreite reicht aber von -0,5 bis +4 Grad. Ab +2 Grad Abweichung spricht man von einem sehr starken El-Niño. Das Modell des Deutschen Wetterdienstes ist dabei ein eher „kühler“ Vertreter mit Abweichungen um +1 Grad. Das Modell des Europäischen Zentrums für Mittelfristvorhersage (ECMWF) befindet sich mit etwa +2 Grad Abweichung im Mittelfeld der Modelle.

Hinweise auf ungewoehnlich starken El Nino im Laufe des Jahres 1

Vorhersage der Temperaturabweichung der Meeresoberflächentemperatur für Teile des Pazifiks von verschiedenen Klimamodellen.

Die Signale für einen El-Niño sind sehr deutlich, für einen sehr starken El-Niño ungewöhnlich hoch. Doch wie sicher sind solche Prognosen eigentlich? Das ECMWF hat diesbezüglich einen Artikel veröffentlicht: ECWMF

In diesem Artikel wird auf die Unsicherheiten der Prognose eingegangen. Unter anderem wird auf die sogenannte „spring predictability barrier“ verwiesen. Diese besagt, dass Änderungen des Klimasystems im Frühling schwieriger vorherzusagen sind als im Rest des Jahres. Erst ab Ende Mai oder Juni, wenn die Kopplung zwischen Ozean und Atmosphäre (z. B. schwächer werdende Passatwinde) deutlicher wird, steigt die Zuverlässigkeit der Prognosen.

Als eine Möglichkeit die Vorhersagekraft einzuordnen, wird der Vergleich vergangener Prognosen mit der Wirklichkeit genannt. In Abbildung 2 werden dazu die Prognosen vom 1. April 2023 und 2017 (rote Kurven) mit der Wirklichkeit (blaue Kurve) gegenübergestellt. 2023 lagen die Abweichungen im Herbst etwas höher als im Frühling simuliert. 2017 kam es entgegen der Simulationen nicht zu einem El-Niño, sondern zu einem schwachen La-Niña Ereignis.

Hinweise auf ungewoehnlich starken El Nino im Laufe des Jahres 2

Prognose (rote Kurven) der Meeresoberflächentemperatur für Teile des Pazifiks für 2023 und 2017 und die gemessene Temperatur (blaue Kurve).

Zusätzlich macht der voranschreitende Klimawandel die Prognosen komplexer. Nicht alle Prozesse und Wechselwirkungen im Klimasystem können perfekt dargestellt werden. Systematische Modellfehler könnten nichtlinear mit dem Klimawandel interagieren. Durch den allgemeinen Anstieg der Meerestemperaturen wird es schwieriger, einen „Normalzustand“ zu definieren und Abweichungen davon zu berechnen. Im Hinblick auf die Auswirkungen von El-Niño könnte der Klimawandel zu anderen oder in der Intensität anderen Auswirkungen führen.

Zusammenfassung: Ein El-Niño-Ereignis ist wahrscheinlich, die Stärke noch sehr unsicher und der Klimawandel sorgt für zusätzliche Unsicherheiten in der Prognose eines solchen Ereignisses und im Hinblick auf mögliche Auswirkungen.

M.Sc.-Met. Thore Hansen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 14.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Aktions- und Ehrentage mit meteorologischem Bezug

Am gestrigen Sonntag, den 12. April, war in den USA der „Jahrestag des starken Windes“. Seit wann dieser Aktionstag begangen wird und wer diesen ins Leben rief, ist leider nicht bekannt. Bekannt ist hingegen, dass anlässlich des 50. Jahrestags im Jahr 1984 eine Zeremonie im Observatorium des Mount Washington abgehalten wurde.

Vor 91 Jahren, also am 12. April 1934, wurde auf dem Mount Washington (New Hampshire) mit 372 Kilometern pro Stunde die bis dato stärkste mit einem Anemometer gemessene Windböe verzeichnet. Erst am 10. April 1996, also fast auf den Tag genau 62 Jahre später, konnte dieser Wert überboten werden. Während des tropischen Zyklons „Olivia“ wurden auf der westaustralischen Insel Barrow Island 408 Kilometer pro Stunde gemessen. In Deutschland und Europa liegt der Rekord bei 335 Kilometer pro Stunde und wurde am 12. Juni 1985 auf der Zugspitze verzeichnet.

Die höchste jemals aufgezeichnete Windgeschwindigkeit wurde durch ein Dopplerradar bei einem Tornado in der Nähe von Oklahoma City am 03. Mai 1999 registriert. Der Wert beträgt hierbei 496 Kilometer pro Stunde, wobei der Unsicherheitsbereich durch die indirekte Messmethode bei plusminus 33 Kilometer pro Stunde liegt.

In der freien Atmosphäre sind die Windgeschwindigkeiten naturgemäß höher als an der Erdoberfläche, da dort Reibungseffekte keine Rolle spielen. So wurden 1970 bei Messungen in Jetstreams über Japan 650 Kilometer pro Stunde geschätzt.

Hierzulande frischte der Wind in den vergangenen Tagen zwar zeitweise etwas auf, mit Sturm oder mehr hatte das aber natürlich nichts zu tun. Ab und an war eine gelbe Windwarnung (50 bis 64 Kilometer pro Stunde) vonnöten, so wie auch für den heutigen Montag eine für den Erzgebirgskamm ausgegeben wurde. In den kommenden Tagen ist Wind dann aber kein Thema mehr.

Daneben wurde am 13. April 1845, also heute vor 181 Jahren, der deutsche Meteorologe Richard Adolph Aßmann geboren. Beispielsweise ist das Meteorologische Observatorium in Lindenberg nach ihm benannt. Er ist der Entwickler des nach ihm benannten Aspirationspsychrometers nach Aßmann. Ein Psychrometer (griechisch: psychrós = frostig, kalt) ist ein meteorologisches Messinstrument und dient der Bestimmung der Luftfeuchtigkeit (https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/begriffe/P/Psychrometer.html). Das Messprinzip eines Psychrometers beruht auf der Abhängigkeit der Verdunstung von den Feuchteverhältnissen der umgebenden Luft. Ein Psychrometer besteht aus zwei Thermometern, wovon eines die Lufttemperatur misst. Das andere ist mit einem feuchten Strumpf überzogen und kühlt sich aufgrund der Verdunstungskälte ab. Die gemessene Temperatur („Feuchttemperatur“) liegt somit unter der Lufttemperatur. Mithilfe der beiden gemessenen Temperaturwerte können anschließend verschiedene Feuchtegrößen berechnet werden.

Am morgigen Dienstag, den 14. April, ist in den USA wiederum der „Schau-in-den-Himmel-Tag“. Die Ursprünge und Hintergründe dieses Aktionstags sind allerdings nicht überliefert. Am Tag der Himmelsbeobachtung steht das Rausgehen im Vordergrund, um zu sehen, was am Himmel so vor sich geht. Ein Vogel, der die Thermik zum Fliegen nutzt; ein Flugzeug, das ein nahes oder fernes Urlaubsziel ansteuert; lustige Wolkenformationen, die über den Himmel ziehen oder bei Dunkelheit die Sterne, die Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Scheint die Sonne, verweilt man gerne auch etwas länger im Freien; ist es hingegen bedeckt oder es regnet sogar, beobachtet man den Himmel dann doch lieber vom Fenster aus. Doch wie präsentiert sich das Himmelsbild am morgigen „Schau-in-den-Himmel-Tag“?

Am morgigen Dienstag ist es im Westen und Nordwesten Deutschlands bei Höchsttemperaturen zwischen 15 und 18 Grad heiter, teils sonnig und trocken. In den übrigen Regionen bestimmen viele Wolken das Himmelsbild. Vielerorts tritt zudem leichter Regen auf, der im Tagesverlauf in den Osten und Südosten Deutschlands zieht. Die Höchsttemperaturen liegen meist bei 9 bis 15 Grad, nur an Oder und Neiße können ebenfalls 15 bis 18 Grad erreicht werden.

Nachfolgend nehmen die Sonnenanteile in weiten Teilen des Landes deutlich zu. Bei Höchsttemperaturen zwischen 14 und 21 Grad und schwachen Windverhältnissen kann der „Schau-in-den-Himmel-Tag“ bei einem Spaziergang also durchaus in die Verlängerung gehen.

M.Sc. (Meteorologin) Tanja Egerer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 13.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Eine Rückschau und eine Vorschau – wie bewölkt ist es über Deutschland

„Start in die neue Woche: Freundlich und im Prinzip störungsfrei“ – Obacht! – so lautete die Überschrift des Thema des Tages vom vergangenen Montag, dem 06.04.2026. Das Sturmtief Rapunzel (international Dave) welches über Britannien und Irland gezogen war, hatte letztes Wochenende mit Sturmböen, einer Kaltfront, sowie rückseitigen Schauern und Gewittern für unbeständiges Wetter in Deutschland gesorgt. Zum Wochenbeginn kündigte sich dann der Wetterumschwung an – von Westen hatte sich Hochdruckeinfluss durchgesetzt und sorgte von Montag bis in den Donnerstag hinein für eine sonnige, teils sehr milde, und trockene Witterung. Sehr eindrücklich zeigt sich die Hochdruckwetterlage im Satellitenfilm für die ersten drei Tage der vergangenen Woche.

Die Animation zeigt eine Abfolge von Satellitenbildern über Europa. Über Deutschland ist es meist wolkenlos, über dem Ostatlantik und über Osteuropa zeigen sich prägnante Wolkenbänder der Tiefdrucksysteme. (Quelle EUMETSAT)

MTG (Meteosat Third Generation) GeoColour RGB Satellitenfilm, mit Messungen von reflektiertem Sonnenlicht im sichtbaren Spektralbereich am Tag, und von der Erdoberfläche und Wolken emittierter Wärmestrahlung im Infrarotbereich in der Nacht. Der Film zeigt stündliche Messungen von Montag dem 06.04.2026 um 00:00 UTC bis Donnerstag dem 09.04.2026 um 00:00 UTC. (Quelle: EUMETSAT)

Das ehemalige Sturmtief Rapunzel/Dave zieht im Satellitenfilm als Wolkenwirbel von Finnland aus südostwärts über Osteuropa hinweg und bleibt dort mit seinem Frontensystem noch einige Tage wetterwirksam, während ein mächtiges Tiefdruckgebiet über dem Nordatlantik Richtung Island zieht (Kerndruck zu Beginn des Satellitenfilms um 960 hPa). Das atlantische Tief selbst, seine Kaltfront (erkennbar an dem von Nord nach Süd ausgerichteten Wolkenband), sowie der darüber liegende Höhentrog (eine im Satellitenfilm nicht direkt ersichtliche, nach Süden gerichtete Ausbeulung der Höhenströmung) kommen nur schwer gegen den Hochdruckeinfluss über Zentraleuropa an und weichen dementsprechend nach Norden und Süden aus. Bereits am Dienstag hatte sich dadurch im Zusammenhang mit einem Abtropfen in der Höhenströmung ein Tief westlich von Portugal ausgebildet (ebenfalls deutlich im Satellitenfilm erkennbar) und insbesondere in Spanien äußerst ergiebigen Regen gebracht.

Über Deutschland ist der Hochdruckeinfluss des vergangenen Wochenbeginns im Satellitenfilm sehr eindrücklich. Bis auf vereinzelte optisch dünne hohe Bewölkung sowie ein Wolkenband aus tiefer Stratusbewölkung am Dienstag im Nordosten waren die Tage verbreitet sonnig und die Nächte klar. Dementsprechend blieb es in ganz Deutschland trocken, tagsüber war es bei Temperaturen über 20 °C teils ungewöhnlich mild, insbesondere im Westen wo zudem wärmere Luft eingeflossen war. Nachts fiel die Temperatur durch die ungehinderte Ausstrahlung gebietsweise unter 0 °C.

Nun der schonungslose Vergleich mit dem morgen anstehenden Wochenbeginn. Dass bis Mittwoch für manche Regionen Deutschlands einiges an Niederschlag erwartet wird, wurde bereits im gestrigen Thema des Tages anschaulich präsentiert. Ein Teil der dort prognostizierten Regenmengen sind zwar bereits am gestrigen Samstag und heute gefallen, dennoch präsentiert sich der Himmel über Deutschland im simulierten Prognose-Satellitenfilm des europäischen IFS Modells im starken Kontrast zum vergangenen Wochenbeginn.

Die Animation zeigt analog zu der vorherigen einen Satellitenfilm über Europa. Das beschriebene Wolkenband überdeckt große Teile Deutschlands. Im gesamten Kartenausschnitt zeigen sich viele prägnante Wettersysteme in den Wolkenformationen. (Quelle ECMWF)

Simulierter Satellitenfilm für die kommenden drei Tage, in 3-Stunden-Schritten, basierend auf der simulierten Reflektivität der Wolken im europäischen IFS Modell, im sichtbaren Spektrum und unter der Annahme dass die Sonne 24/7 im Zenit steht – deshalb hier auch nachts verfügbar. (Quelle: ECMWF)

Das Wolken- und Regenband der gestern Nachtmittag von Westen hereingezogenen Kaltfront liegt heute Nacht (zu Beginn des Prognose-Satellitenfilms) über dem Süden und Osten Deutschlands und wandert – beeinflusst durch die umgebenden Wettersysteme und die Höhenströmung – zunächst vom Osten in den Westen zurück, und schlussendlich zum Mittwoch hin wieder nach Osten aus Deutschland hinaus. Einhergehend damit wandert nicht nur der Niederschlag, sondern es variieren auch die Tageshöchsttemperaturen und die nächtlichen Minimaltemperaturen – und gestalten somit den Wochenbeginn äußerst wechselhaft. Zum Mittwoch kündigt sich dann Wetterberuhigung an, es bleibt trocken und es wird wieder merklich milder – nicht nur örtlich sondern in weiten Teilen des Landes.

Dr. rer. nat. Thorsten Kaluza (Meteorologe)
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 12.04.2026
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Findet die Trockenheit ihr Ende?

Das Wort Regen oder Schauer las man in den Wetterberichten im bisherigen April in Deutschland sehr selten. Umfangreiche Hochdruckgebiete sorgten hierzulande für eher trockenes und oftmals sonniges Frühlingswetter. Bereits jetzt stehen schon 60 bis 90 Sonnenstunden zu Buche. Dies bedeutet im Schnitt sechs bis neun Stunden Sonne pro Tag. Klimatologisch betrachtet wird die aufgeführte Gesamtsonnenscheindauer erst zum Ende der zweiten Aprildekade erreicht. Während also die Sonne Überstunden leistet, zeigt sich der Niederschlag fast überall von seiner sparsamen Seite. Deutschlandweit fielen seit Beginn des zweiten meteorologischen Frühlingsmonats häufig nur zwischen 1 und 10 Liter pro Quadratmeter (l/qm). Lediglich im Norden und im Umfeld der zentralen und östlichen Mittelgebirge waren es gebietsweise 10 bis 15 l/qm. Etwas aus der Reihe tanzt der Süden und Südosten Bayerns. Dort gab es in der Fläche bereits 10 bis 20, am Alpenrand örtlich bis 30 l/qm. Der meiste Niederschlag fiel dort am gestrigen Freitag.

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Aus Radardaten abgeleitete Gesamtniederschlagsmenge im April bis zum heutigen Samstag

Doch nicht nur der April zeigt sich bisher von seiner trockenen Seite, sondern auch der März fiel in ganz Deutschland trockener aus als im vieljährigen Mittel (weitere Informationen hier). Hervor sticht dabei sicherlich der Osten des Landes. Dort gab es im März regional insgesamt lediglich um 10 l/qm Monatsniederschlag.

Der Vergleich der Niederschläge von Januar bis März in den Städten Hamburg, Berlin, Köln und München zeigt, dass es im Januar und März insgesamt meist trockener war als in den jeweiligen Vergleichsperioden. Anders präsentierte sich der vergangene Februar. Dieser war sehr niederschlagsreich und auch in Berlin wurden die langjährigen Mittelwerte überboten. Dennoch lässt sich konstatieren, dass es besonders in der Bundeshauptstadt in diesem Jahr bisher viel zu trocken ist.

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Gemessene und klimatologische Niederschlagsmengen von Januar bis März für die Städte Hamburg, Berlin, Köln und München

Auch der Bodenfeuchteviewer offenbart deutlich, dass im Osten des Landes zumindest in den oberen Bodenschichten (10 bis 50 cm) ein leichter Trockenstress herrscht. Insbesondere in Sachsen-Anhalt ist dies selbst in tieferen Schichten noch der Fall.

Ob die Trockenheit gelindert werden kann und wie viel Niederschlag in den kommenden Tagen in Deutschland fallen soll, zeigt die folgende Karte. Hier sind auf Basis verschiedener Modelle die zu erwartenden Niederschläge vom heutigen Samstag bis Mittwochfrüh dargestellt.

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Akkumulierte Gesamtniederschlagsmenge in l/qm von Samstag bis Mittwochfrüh auf Basis unterschiedlicher Wettermodelle

Niederschlag zeichnet sich für den Südwesten des Landes ab. Dort sollen nach Lesart aller Modelle 10 bis 30, laut EZMW lokal um 50 l/qm Niederschlag fallen. Ansonsten liegen die Mengen überwiegend zwischen 5 und 15, lokal um 20 l/qm. Allerdings ergibt sich kein einheitliches Bild in der Prognose und die Berechnungen gehen teilweise deutlich auseinander. Lediglich im äußersten Osten und Südosten haben alle Modelle nur wenige l/qm auf der Agenda. Die Trockenheit wird dort also kaum gelindert werden können.

Dipl.-Met. Marcel Schmid
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 11.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst