Einheitenchaos – Teil 1: Temperatur

Vielen hat es sich wohl im Physik- oder Matheunterricht in den Kopf gebrannt. Der Lehrer stellt eine Rechenaufgabe und plötzlich muss im Stress die Antwort berechnet werden und aus Versehen begeht man den unverzeihlichen Fehler die korrekte Einheit hinter sein Ergebnis zu setzen. Die darauf sofort folgende Frage: „XX was? Äpfel, Birnen, …?“ wurde damals natürlich nur als vorsätzliche Quälerei wahrgenommen. Natürlich war es das nicht, denn es ist durchaus wichtig, die richtigen Maßeinheiten zu verwenden. Leider gibt es in der Meteorologie derart viele, dass man leicht den Überblick verliert. Daher wird es höchste Zeit, ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen.

Beginnen wir mit der Temperatur. Das uns übliche vertraute Maß orientiert sich an der Celsiusskala. Anders Celsius, ein schwedischer Astronom, veröffentlichte 1742 die Idee, den Gefrierpunkt und den Siedepunkt von Wasser bei Normaldruck als Ausgangspunkte zu verwenden und den gemessenen Unterschied auf einem Quecksilberthermometer in 100 gleiche Teile zu unterteilen. Ursprünglich war sie jedoch noch umgekehrt definiert, sodass eine Erwärmung dazu führte, dass die Temperatur sank. Erst später wurde eine Invertierung beschlossen, die zu der nun bekannten Skala führte.

Die Kelvinskala wurde circa 200 Jahre später eingeführt. Sie ist der Celsiusskala sehr ähnlich. Der einzige Unterschied ist, dass der Nullpunkt den absoluten Nullpunkt und nicht den Gefrierpunkt von Wasser beschreibt. Das hat zur Folge, dass die beiden Skalen lediglich verschoben zueinander sind und die Umrechnung sehr einfach gestaltet: Zur Temperatur in Grad Celsius muss 273,15 hinzuaddiert werden, um bei Kelvin herauszukommen.

Diese zwei Alternativen sollten eigentlich genügen, aber so einfach ist es leider nicht. Insbesondere in der USA wird ein eigenes Süppchen gekocht und die Einheit Fahrenheit verwendet. Zugegebenermaßen sind wir daran gewissermaßen „selbst schuld“, denn ihr Namensgeber ist der deutsche Physiker Daniel Gabriel Fahrenheit. Er setzte seinen Nullpunkt bei -17,8 °C, da dies die kälteste Temperatur war, die er erzeugen konnte. Den Gefrierpunkt von reinem Wasser definierte er als 32 °F und die Körpertemperatur eines Menschen 96 °F (35,6 °C). Das macht leider die Umrechnung in Celsius komplizierter [°C] = ([°F] – 32) * 5/9. Auf Grundlage dieser Skala wurde außerdem die sogenannte „Rankine-Skala“ definiert. Diese ist so verschoben (um 459,67 Einheiten), dass 0 °Ra dem absoluten Nullpunkt entsprechen. Sie ist somit das Pendant zu Kelvin.

Einheitenchaos

Abb. 1: Darstellung der Celsius- und der Fahrenheit-Skala

Des Weiteren gibt es noch einige weitere historische, heutzutage nicht mehr verwendete Maßeinheiten. So ähnelt beispielsweise die Delisle-Skala, benannt nach dem französichen Astronomen Joseph-Nicolas Delisle, der ursprünglichen Celsiusskala. Der Siedepunkt von Wasser entspricht 0 °De und der Schmelzpunt 150 °De. Auch Isaac Newton entwarf ein eigenes Maß, dabei entsprechen 1 °N in etwa 3 °C, da der Siedepunkt von Wasser bei 33 °N festgelegt ist. Wenn also demnächst jemand die aktuelle Lufttemperatur wissen möchte, sollten Sie nun genügend Optionen haben, um Verwirrung zu stiften.

M.Sc. Fabian Chow
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 07.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Start in die neue Woche: Freundlich und im Prinzip störungsfrei

Nach einem verbreitet windigen, teils stürmischen Ostersonntag mit zeitweiligem Regen, Schauern und örtlichen Gewittern vor allem im Süden Bayerns, dominiert bereits am heutigen Ostermontag der Einfluss eines umfangreichen Hochdruckgebietes. Hoch QUIRIN liegt mit seinem Schwerpunkt aktuell über Nordfrankreich, Benelux und dem westlichen Deutschland. Dabei gestaltet sich das Wetter überwiegend freundlich, teils sonnig.

Lediglich im Nordosten besteht noch ein gewisser Resteinfluss des Sturmtiefs RAPUNZEL, das sich mittlerweile mit seinem Zentrum über Südfinnland befindet. Das Sturmtief hatte vor allem in Nord- und Nordwesteuropa in den vergangenen Tagen für erhebliche Windgeschwindigkeiten gesorgt und Deutschland am Ostersonntag gestreift. Nun hat es sich bereits abgeschwächt, von Schleswig-Holstein bis zur Lausitz ist es am heutigen Ostermontag aber nochmals sehr windig bis stürmisch, an der Ostsee treten zeitweise Sturmböen auf. Mit weiterer Verlagerung des Tiefs nach Ost/Südost, flaut der West- bis Nordwestwind zum Abend und im Verlauf der Nacht zum Dienstag insgesamt meist ab.

Am Dienstag und Mittwoch dominiert insgesamt ruhiges und meist freundliches Wetter mit großen Sonnenanteilen. Wie es dann in der zweiten Wochenhälfte wettertechnisch weitergeht, ist noch reichlich unsicher. Zumindest nach aktuellem Stand deutet sich ab Donnerstag eher eine wechselhaftere Witterung an.

Interessant sind die recht großen Temperaturgegensätze bzw. Tagesgänge. In den Nordosten des Landes sickert mit einer nördlichen Strömung eine recht kühle, polare Luftmasse. Die Tageshöchstwerte liegen dort meist nur bei 10 bis 14 Grad, direkt an der See mit zeitweise auflandigem Wind um Nord teils auch darunter. Im Südwesten und Westen dagegen dominiert eine deutlich mildere Luftmasse und bei häufigem Sonnenschein werden Höchstwerte von meist 18 bis 22 Grad erwartet, am Oberrhein teils auch darüber. In den kommenden Nächsten muss häufig wieder mit leichtem Nachtfrost gerechnet werden, vor allem im Nordosten und Osten auch mit teils mäßigem Frost in Bodennähe. Das heißt auch, dass Pflanzenliebhaber eventuell bereits im Freien stehende oder ausgepflanzte empfindliche Zöglinge nochmals schützen sollten.

Dipl.-Met. Sabine Krüger
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 06.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Warum ist der Himmel blau? – Und was hat die Luftfeuchtigkeit damit zu tun?

Bei klarem Wetter erscheint der Himmel meist in einem kräftigen Blau, das manchmal tief und satt, manchmal aber auch eher blass und milchig wirkt. Neben der bekannten Streuung des Sonnenlichts spielt dabei auch der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre eine wichtige Rolle.

Das Licht der Sonne wirkt für uns weiß, setzt sich jedoch aus vielen verschiedenen Farben zusammen. Diese unterscheiden sich in ihrer Wellenlänge – von langwelligem rotem Licht bis hin zu kurzwelligem blauem und violettem Licht. Auf dem Weg zur Erdoberfläche trifft dieses Licht auf Moleküle und kleinste Partikel in der Luft. Dabei kommt es zur sogenannten Rayleigh-Streuung, bei der kurzwelliges Licht deutlich stärker gestreut wird als langwelliges.

Das bedeutet, dass sich vor allem der blaue Anteil des Sonnenlichts in alle Richtungen verteilt und so aus dem gesamten Himmel zu unserem Auge gelangt. Dadurch erscheint uns das Himmelsgewölbe in seiner typischen blauen Farbe. Violettes Licht wird zwar noch stärker gestreut, spielt für unsere Wahrnehmung jedoch eine geringere Rolle, da unsere Augen empfindlicher auf Blau reagieren und zudem ein Teil des violetten Lichts bereits in der oberen Atmosphäre absorbiert wird.

Wie intensiv das Blau wahrgenommen wird, hängt jedoch stark von der Zusammensetzung der Luft ab. Ist die Atmosphäre sehr trocken und enthält nur wenige zusätzliche Partikel, dominiert die Rayleigh-Streuung. In solchen Fällen erscheint der Himmel besonders tiefblau und klar, wie es häufig nach dem Durchzug einer Kaltfront oder in höheren Lagen der Fall ist.

Mit zunehmendem Wasserdampfgehalt verändert sich dieses Bild. Wasserdampf ist unsichtbar, geht jedoch oft mit winzigen Wassertröpfchen einher. Diese sind allerdings größer als Moleküle. Größeren Teilchen streuen das Licht anders als Luftmoleküle, ein Effekt, der als Mie-Streuung bezeichnet wird. Dabei werden alle Farben des Lichts ähnlich stark gestreut, wodurch sich das Himmelsblau „aufhellt“ und zunehmend milchig oder weißlich erscheint. Der Himmel wirkt dann weniger kontrastreich und eher blassblau.

Ein hoher Feuchtegehalt in der Luft führt daher häufig zu einem helleren, diffus wirkenden Himmel, während trockene Luft ein kräftigeres, dunkleres Blau begünstigt. Dieser Zusammenhang lässt sich im Alltag gut beobachten. Nach einem regnerischen Tag mit klarer, trockener Luft zeigt sich der Himmel oft besonders intensiv blau, während er vor einem Wetterumschwung oder bei schwüler Luft eher fahl erscheint.

Die Farbe des Himmels liefert somit nicht nur ein ästhetisches Bild, sondern gibt auch Aufschluss über den Zustand unserer Atmosphäre. Ein genauer Blick nach oben kann also durchaus etwas über die aktuelle Luftfeuchtigkeit verraten.

Warum ist der Himmel blau

Tiefblauer Frühlingshimmel nach dem Durchzug einer Kaltfront.

Christian Herold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 04.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Geschichte der Meteorologie − Teil 1: Von den Anfängen zur Meteorologie in den verschiedenen Hochkulturen des Altertums

Mit diesem Thema des Tages wird der Start zu einer ganzen Serie eingeleitet, die die Geschichte der Meteorologie in chronologischer Form abdecken soll: vom Beginn der Wetterbeobachtung über das Zeitalter erster meteorologischer Aufzeichnungen in den alten Hochkulturen weiter zum Beginn als moderne Naturwissenschaft bis hin zum Einsatz von Mechanismen der Fernerkundung, Entwicklung von Wettermodellen, Berechnungen mit Hochleistungsrechnern und dem Aufkommen der künstlichen Intelligenz.

Verzichtet wird dabei zu Beginn auf die Rückrechnung klimatologischer Szenarien aus heutiger Sicht, die als Paläoklimatologie bezeichnet wird. Dabei werden im Rahmen der Klimageschichte die historischen globalen Durchschnittstemperaturen von Kalt- und Warmzeiten aufgezeigt, welche wesentlich zur Entwicklungsgeschichte der Lebewesen im jüngeren Zeitraum der Erdgeschichte beitrugen.

In Einigkeit mit anderen Wissenschaften ist es nicht möglich, einen exakten Zeitpunkt für den Beginn der Geschichte der Meteorologie festzulegen. Betrachtet man Meteorologie als Naturwissenschaft im heutigen Sinne, so ist ihre Geschichte relativ jung. Viel weiter reicht sie zurück, wenn man die Meteorologie als einen Aspekt menschlichen Wissens als beschreibende Wissenschaft begreift.

Die Ursprünge der Meteorologie liegen daher in der Wetterbeobachtung. Diese war schon im Spätpaläolithikum und in der Mittelsteinzeit für die als Nomaden lebenden Menschen von Interesse. Hier galt es besonders, die Wanderbewegungen der Beute- oder Herdentiere abzusehen oder für die vorsichtige Einschätzung einer günstigen Wetterperiode für längere Sammelausflüge. Nach der Sesshaftwerdung der Menschheit war die Beobachtung und Aufzeichnung des lokalen Wetters für Landwirte eine wichtige Grundlage für weitreichende Entscheidungen, wenn es darum ging, zu welchen Zeitpunkten man sät und zu welchen man erntet: Je früher man sät, desto länger ist die mögliche Vegetationsperiode bis zur Ernte, allerdings drohen bei früherem Säen aber zugleich Einbußen durch Wettereinwirkungen auf die junge Saat. Je später man erntet, desto größer ist der Ertrag. Gleichwohl kann es besser sein, die Ernte etwas früher einzubringen, z. B. um sie vor einem nahenden Unwetter oder einer Schlechtwetterperiode, man denke beispielsweise an die Monsunzeit in anderen Weltregionen, in Sicherheit zu bringen.

Zwischen den Anfängen der Seeschifffahrt und der Meteorologie gibt es durch wind- und strömungsinduzierten Antrieb gewisse Berührungspunkte. Die Anfänge in der Seeschifffahrt fanden entlang von Küsten statt bzw. es wurden in der Besiedlungsgeschichte des Menschen nur geringe Strecken auf dem offenen Meer zurückgelegt (besonders auf der Beringstraße zwischen Asien und Nordamerika, zwischen Südostasien und Australien sowie um Neuguinea sowie im Mittelmeer). Ob hierbei Wind- und Strömungskenntnisse vorlagen, ist gänzlich unbekannt.

Erste aufgezeichnete Erkenntnisse aus der Meteorologie liegen aus den verschiedenen Hochkulturen vor, die ihren Ursprung im Übergangsbereich zwischen Kupfersteinzeit und Bronzezeit haben. Schon vor allen Hochkulturen versuchte der Mensch in der Jungsteinzeit, zwischen Naturphänomenen zu unterscheiden, welche Unbehagen bringen und welche nicht.

Eine Gemeinsamkeit aller Kulturvölker ist die Beobachtung von Naturphänomenen und damit die Erlangung von Kenntnissen hierüber durch Priester. Naturphänomene beinhalten hier, was man heute unter astronomischen und meteorologischen Phänomenen versteht, es vermischen sich also eine frühe Art „Astrometeorologie“ mit religiösen Vorstellungen. Dies wird besonders deutlich bei der Festlegung von Aussaat- und Erntezeiten in der Landwirtschaft und der religiöser Feste. Die durch das Wissen erlangte Macht der Priesterkaste führte zu einem erheblichen religiösen Einfluss auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die erkennbare Gesetzmäßigkeit der Naturphänomene und des Himmels fanden in einer priesterlichen Doppelrolle durch Gesetze Ausdruck einer allgemeinen Weltordnung.

So wurden bedeutende Gottheiten der Hochkulturen zu Göttern der Sonne, des Mondes, des Donners, des Blitzes, des Windes und des Meeres. Beispiele für einen solchen Wettergott sind der Sonnengott Ra im alten Ägypten, Hadad und Iškur als Wettergottheiten im nördlichen bzw. südlichen Mesopotamien, oder die Donnergötter Indra in Indien und Lei Gong in China. Im Daoismus im alten China wurde sogar eine göttliche Hierarchie nach Intensität der meteorologischen Prozesse eingeführt. Wettergottheiten der altamerikanischen Maya-Hochkultur sind Chaak, der Gott des Regens und der Wirbelstürme, Itzamná, der Sonnengott, und Iko’ob, der Gott des Windes.

Aus der ägyptischen und mesopotamischen Hochkultur sind zwar viele astronomische Erkenntnisse überliefert, jedoch deutlich weniger zur Meteorologie. In beiden Hochkulturen wurden jedoch Segelschiffe eingesetzt, zunächst an Flüssen, im Verlauf auch im Persischen Golf, im Roten Meer und im Mittelmeer. Die früheste Darstellung eines Segelschiffs stammt aus Mesopotamien am Persischen Golf und wird in die Zeit zwischen 3500 und 3000 v. Chr. eingeordnet. Erste Segelschiff-Darstellungen aus Ägypten reichen in die Zeit von 3100 v. Chr. zurück.

Geschichte der Meteorologie 1

Ägyptisches Segelschiff, Wandbild von ca. 1422−1411 v. Chr., Maler aus der Grabkammer des Menna, Quelle: The Yorck Project über Wikimedia Commons

Schon in der prädynastischen Zeit ist aus dem Alten Ägypten bekannt, dass religiöse Praktiken in Form von Ritualen abgehalten wurden, in dem der Himmel um Regen angerufen wurde. Mathematische Kenntnisse besonders in der Geometrie verdeutlichten den Bau der Pyramiden. In Ägypten richtete sich der Kalender nach dem Eintreffen der Nilschwemme, die durch Monsunniederschläge im äthiopischen Hochland verursacht wurde. Kalender waren in Ägypten schon um 3000 v. Chr. bekannt. Eine außergewöhnliche Dürre um 2200 v. Chr. führte zum Untergang des Alten Reiches und läutete eine Zeit politischer Instabilität ein. Neue Kenntnisse in der Wissenschaft wurden erschwert, ein Austausch mit der benachbarten Hochkultur in Mesopotamien war wahrscheinlich.

In Mesopotamien wurde in Uruk die älteste erhaltene Keilschrift entwickelt, die zunächst auf Tontafeln geschrieben wurde. Zudem wurde ein Zählsystem als Grundlage der Mathematik eingeführt. Aus babylonischen Keilschriften ist eine frühe mesopotamische Art der Astrometeorologie bekannt. Himmelserscheinungen wurden in Vorhersagen umgedeutet und Wolken, Wind und Donner mit guten oder schlechten Ereignissen in Verbindung gebracht. Aus der Keilschrift auf Ton oder Lehm ist folgendes aus Babylonien bekannt: „Wenn man einen dunklen Halo-Schein um den Mond sieht, wird es in diesem Monat regnen oder werden sich Wolken zusammenziehen. – Brauen sich am Himmel dunkle Wolken zusammen, wird Wind wehen. – Donnert es an Tagen mit abnehmendem Mond, wird die Ernte gut.“ Eine Windrose mit vier Haupt- und vier Nebenwinden war in Mesopotamien bekannt. Die Hauptwindrichtungen wurden mit sutuiltanusadu und amur bezeichnet – Süd, Nord, Ost und West. Nebenwindrichtungen waren Wortkombinationen wie sutu u sadu für Südost und iltana u amura für Nordwest. Auch in Mesopotamien war die oben erwähnte Dürre um 2200 v. Chr. markant. Sie führte dort zum Zusammenbruch des Akkadischen Reiches.

Geschichte der Meteorologie 2

Beispiel der babylonischen Keilschrift mit Landkarte von Mesopotamien, wahrscheinlich aus Sippar (700−500 v. Chr.), The British Museum, London, Quelle: Osama S. M. Amin über Wikimedia Commons

Geschichte der Meteorologie 3

Übersetzung einiger babylonischer Schriftzeichen, Quelle: Ernest A. Wallis und Leonard W. King über Wikimedia Commons

Die Meteorologie in Indien lässt sich nach Angaben des heutigen dortigen nationalen Wetterdienstes auf dem Subkontinent bis etwa 3000 v. Chr. zurückverfolgen. Um 2200 v. Chr. führte dieselbe Dürre wie in Ägypten und Mesopotamien dazu, dass an der Indus-Hochkultur Siedlungen Richtung Südosten verlagert wurden. Zusammen mit den im nächsten Abschnitt beschriebenen Überschwemmungen in China wird die großräumige Dürre als 4,2-Kilojahr-Ereignis bezeichnet. Direkte meteorologische Erkenntnisse sind in der indischen Hochkultur schwierig nachzuweisen, da im Unterschied zu anderen Hochkulturen Indien keine Ordnung in Form einer Zentralregierung hatte und aus Einzelstaaten bestand. Es wird jedoch ein Austausch und damit die Übernahme von ausländischem Wissen und Kulturgut angenommen.

Gesicherte erste Erkenntnisse über Landwirtschaft und Ackerbau in der Hochkultur von China reichen in die Zeit um etwa 2700 v. Chr. zurück. Nicht geklärt sind dabei die genauen Kenntnisse über meteorologische Vorgänge. Der erste Kaiser aus der legendenhaften Xia-Dynastie, Yu der Große, war bei seinen Untertanen beliebt, weil er bei seinem Vorhaben, die regelmäßigen Überschwemmungen des Gelben Flusses einzudämmen, seinerzeit einige technische Erfolge erzielte. Die große Flut, in der chinesischen Mythologie auf etwa 2200 v. Chr. beschrieben, ist bis heute umstritten. Jüngste geologische Untersuchungen erbrachten physische Spuren, die sie möglicherweise hinterlassen hat. Allerdings kann das auch auf eine in der Forschung auf etwa 1922 v. Chr. datierte Flut hinweisen, die im Nachgang eines großen Erdbebens in Tibet durch eine massive Landrutschung entstanden war. Aufgrund gelegentlicher langer Perioden mit starken Regenfällen kam es und kommt es am Gelben Fluss und anderen chinesischen Flüssen bis in die heutige Zeit immer wieder zu großen Überschwemmungen. Yu der Große war der erste bekannte Mensch, der versuchte, die verheerenden Auswirkungen solcher Wetterereignisse zu mildern. Im Wesentlichen gelang dies durch Ausbaggern von Flussbetten und kontrollierter systematischer Ableitung hoher Flusswasserstände auf umliegende Felder. In die chinesische Geschichte ging der Kaiser als „Großer Yu beherrscht die Gewässer“ ein. In dieser Zeit wurde in China ein Amt zur Überwachung und Beobachtung des Himmels eingeführt, was bis zum Ende des chinesischen Kaiserreiches vor rund 115 Jahren existierte.

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Kaiser Yu der Große, Portrait von Ma Lin (Song-Dynastie), National Palace Museum, Taipeh, Republik China (Taiwan), Quelle: Shuge über Wikimedia Commons

Aus der altamerikanischen Hochkultur der Maya sind die meisten Zeugnisse über wissenschaftliche Erkenntnisse nicht überliefert. Astronomische Erkenntnisse führten zu einem Kalender. Es ist außerdem bekannt, dass Wettervorhersagen für Anbauzyklen der Landwirtschaft genutzt wurden. Schon im Altertum nutzten die Maya ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem auf der Halbinsel Yucatán und förderten Grundwasser aus Kalksteinlöchern, den Cenoten. Tzolkin, der Mondkalender der Maya, und Haab, der Sonnenkalender der Maya, definierten die Termine und religiösen Rituale für die Aussaat. Die Maya-Priester nutzten Astronomie und Mathematik, um den Beginn der landwirtschaftlichen Regenzeit anhand von Sonnenfinsternissen und der Nähe der Venus zu den Plejaden zu bestimmen, wie im Landwirtschaftsalmanach des Madrid-Kodex‘, eine der vier erhaltenen und mit Sicherheit authentischen Handschriften der Maya, dargestellt ist. Bei den Maya waren Wettervorhersagen eng mit ihrer Kosmologie bzw. ihrem Weltverständnis verbunden. Die Maya-Kosmologie von Regen und Wolken umfasste eine detaillierte Beschreibung der Entstehung dieser Phänomene, die durch das Wirken der Maya-Gottheiten erklärt wurde. Aus alter Maya-Zeit überliefert ist noch die traditionelle Methode Xook K’iin aus dem Maya-Sonnenkalender, mit der Klimaschwankungen und Phänomene wie Hurrikane, Dürren und Winde über das ganze Jahr hinweg vorhergesagt werden. Diese basierte auf detaillierten Beobachtungen und Aufzeichnungen über die Sonnenintensität, die Wolkendichte, das Auftreten von Nebel, Regen und niedrigen Temperaturen zu Jahresbeginn, aus welchem dann auf die Wetter- und damit die Ernteentwicklung im Jahr geschlossen wurde.

Erkenntnisse über Meteorologie aus der alten südamerikanischen Kultur aus Caral im heutigen Peru zwischen 2500 und 2000 v. Chr., die zur Vor-Inka-Zeit gehört, liegen nicht vor. Die Lage der Hauptsiedlung in der Wüste abseits der Küstenlagune lässt allerdings auf regelmäßige Überschwemmungen durch El Niño schließen. Die Blütezeit der Hochkultur der Inka war deutlich später.

Sie sehen, schon in verschiedenen Hochkulturen im Altertum gab es gewisse Vorstellungen vom Wettergeschehen und spannende Erklärungs- und Deutungsversuche an den damals bedeutenden und entwickelten Orten und Regionen der Welt. Die nächsten meteorologischen Überlieferungen stammen aus dem antiken Griechenland. Die Serie wird fortgesetzt, so dass Sie Näheres dazu im zweiten Teil zur Geschichte der Meteorologie lesen werden.

Dipl.-Met. Markus Eifried
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 03.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Deutschlandwetter im März 2026

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im März 2026*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Bochum Nordrhein-Westfalen 9,0 °C +3,2 Grad
2 Duisburg-Baerl Nordrhein-Westfalen 8,9 °C +2,7 Grad
3 Essen-Bredeney Nordrhein-Westfalen 8,8 °C +3,7 Grad

Besonders kalte Orte im März 2026*

Platz Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Carlsfeld Sachsen 2,8 °C +3,6 Grad
2 Meßstetten Baden-Württemberg 3,0 °C +1,7 Grad
3 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen 3,1 °C +2,4 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im März 2026**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Jachenau-Tannern Bayern 119,7 l/m² 119 %
2 Utzenfeld Baden-Württemberg 113,9 l/m² 93 %
3 Aschau-Stein Bayern 109,3 l/m² 74 %

Besonders trockene Orte im März 2026**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Oberbarnim-Grunow Brandenburg 6,8 l/m² 18 %
2 Lübbenau/Spreewald-Bischdorf Brandenburg 7,1 l/m² 21 %
3 Oderaue-Wustrow Brandenburg 7,5 l/m² 27 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im März 2026**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Osterfeld Sachsen-Anhalt 222 Stunden 174 %
2 Niederstetten Baden-Württemberg 221 Stunden 189 %
3 Kreipitzsch bei Bad Kösen Sachsen-Anhalt 220 Stunden 200 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im März 2026**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Elzach-Fisnacht Baden-Württemberg 145 Stunden 144 %
2 Schönau am Königssee Bayern 152 Stunden 148 %
3 Konstanz Baden-Württemberg 155 Stunden 124 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet.

* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Monatsmittelwertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Monatsrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse

Diplom-Meteorologe Marcel Schmid
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 02.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

DWD trifft auf Filmlegende!

Was standen beim DWD die Münder vor Staunen und Ungläubigkeit offen, als vor wenigen Tagen die Anfrage eintrudelte, ob der Deutsche Wetterdienst Teil eines neuen Films von und mit Terence Hill sein möchte. Tja, tatsächlich! Terence Hill plant mit seiner Produktionsfirma „Terence Hill Media“ zu Ehren des zehnten Todestages seines kongenialen Filmpartners und guten Freundes Bud Spencers einen neuen Film unter anderem in Deutschland zu drehen.

Warum gerade in Deutschland? Nun, das erklärt sich einerseits schlicht durch Terence Hills Vita. 1939 kam er in Venedig als Mario Girotti auf die Welt. Nur wenige Jahre später zog die Familie mit ihm ins sächsische Lommatzsch, dem Ort, aus dem Hills Mutter stammt. Dort überlebten sie das Bombardement auf Dresden zum Ende des Zweiten Weltkriegs und flüchteten anschließend wieder zurück nach Italien. Andererseits war der spätere Filmerfolg Bud Spencers und Terence Hills nicht nur in Italien, sondern auch insbesondere in Deutschland enorm groß und ihr Kultstatus hält dort auch heute noch ungebrochen an.

Und wieso um alles in der Welt wurde der DWD als Drehort ausgewählt? Nach den vor allem in Italien großen Erfolgen seiner letzten beiden Serien „Die Bergpolizei“ und „Don Matteo“, in denen er als Förster beziehungsweise als Priester der örtlichen Polizei stets unter die Arme griff, soll nun das Thema „Wetter“ in den Fokus rücken. Als leidenschaftlicher Segelflieger war das Wetter für Terence Hill schon immer von großem Interesse. Es sei daher schon lange Zeit sein Wunsch gewesen, diese Thematik in einen Film mitaufzunehmen.

Über die Handlung im Detail ist bisher – zumindest auf Seiten des DWD – noch nicht wirklich viel bekannt. Im Großen und Ganzen soll es aber wohl um die gezielte Manipulation von Wettermodellen und -prognosen innerhalb der EMO (Europäische Organisation für Meteorologie) gehen. Terence Hill spielt dabei einen pensionierten Wetterberater, der von Interpol auserkoren und in einer Geheimoperation in verschiedene Wetterdienste eingeschleust wird, um der Angelegenheit auf den Grund zu gehen.

Zudem teilte uns die Produktionsfirma mit, dass es sich um einen tendenziell eher lustigen Film handeln solle, der den Geist und Witz aus der Hochzeit der Spencer-Hill-Filme in den 70er-Jahren aufgreift. Demnach wird auch die ein oder andere Prügelszene im Film vorhanden sein. Das belegt auch ein Foto, das uns zugespielt wurde. Darin ist zu erkennen, wie die Stuntcrew bereits die Choreografie für die klassische Abschlusskeilerei einstudiert. Vor Ort sollen dann auch einzelne Kolleginnen und Kollegen aus der Vorhersage- und Beratungszentrale eingebunden werden. Es ist also gut möglich, dass so manche Nase, die Sie vielleicht aus unseren Unwetterclips kennen, einen ordentlichen Hieb auf selbige einstecken muss.

DWD trifft auf Filmlegende 1

Stuntcrew probt Choreografie für Prügelszene im neuen Film von und mit Terence Hill.

Die deutsche Version des Filmtitels soll übrigens aus der deutschen Fangemeinde heraus entstehen. Im Rennen sind bisher unter anderem: „Petrus außer Rand und Band“, „Zwei Fäuste und ein Donnerschlag“ sowie „Ein Downburst für ein Halleluja“. Wenn Ihnen auch noch ein treffender Titel einfallen sollte, schicken Sie ihn uns gerne an die „Thema-des-Tages“-Mailadresse tdt@dwd.de oder direkt an april.scherz@haha.de.

Dipl.-Met. Tobias Reinartz
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 01.04.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Polynjen – besondere Orte in polaren Gebieten

Eine Polynja ist ein von Meereis umgebenes Gebiet mit offenem Wasser. Der Begriff wird heute als geographischer Begriff für ein Gebiet mit nicht gefrorenem Meerwasser innerhalb eines ansonsten zusammenhängenden Packeises oder Festeises verwendet. Es handelt sich um ein Lehnwort aus dem Russischen „polynya“ (полынья), das sich auf ein natürliches Eisloch bezieht. Es wurde im 19. Jahrhundert von Polarforschern übernommen, um befahrbare Abschnitte des Meeres zu beschreiben.

Es gibt zwei Haupttypen von Polynjen: Küsten-Polynjen, die das ganze Jahr über in der Nähe der antarktischen und arktischen Küsten zu finden sind sowie Polynjen auf offener See, die an bestimmten Orten, insbesondere rund um die Antarktis, eher sporadisch inmitten des Eisfeldes auftreten.

Küsten-Polynjen entstehen durch zwei Hauptprozesse: Eine Polynja mit sensibler Wärme wird thermodynamisch angetrieben und tritt typischerweise auf, wenn durch den Aufstieg von warmem Wasser die Oberflächentemperatur auf oder über dem Gefrierpunkt gehalten wird. Dies verringert die Eisbildung und kann sie sogar ganz zum Erliegen bringen.

Eine Polynja mit latenter Wärme entsteht durch die Einwirkung von sogenannten katabatischen Winden. Dies sind Fallwinde, die das Eis von einer festen Grenze wie einer Küstenlinie, festem Eis oder einer Eisbrücke wegtreiben.

Polynjen besondere Orte in polaren Gebieten 1

Schema der Bildung einer Polynja durch Einwirkung von Fallwinden; Quelle: Deutscher Wetterdienst, Sachgebiet See– und Polarwetterdienst

Die Polynja entsteht zunächst, wenn einjähriges Packeis von der Küste weggetrieben wird. Dadurch entsteht ein Bereich mit offenem Wasser, in dem sich neues Eis bildet. Dieses neue Eis wird dann ebenfalls in Windrichtung zum einjährigen Packeis getrieben. Wenn es das Packeis erreicht, verbindet sich das neue Eis mit dem Packeis. Dieser Prozess setzt sich im Laufe der Zeit fort. Diese sogenannten Latentwärme-Polynjen sind daher eine wichtige Quelle für die Meereisbildung in der Antarktis.

Latentwärme-Polynjen sind Gebiete mit hoher Eisbildung und daher potentielle Orte der Dichtwasserbildung in beiden Polarregionen. Die hohen Eisbildungsraten innerhalb dieser Polynjen führen dazu, dass große Mengen an Salzlake in die Oberflächengewässer abgegeben werden. Dieses salzige Wasser sinkt dann ab. Damit stellen Latentwärme-Polynjen eine wesentliche Quelle für antarktisches Tiefenwasser dar. Damit ist das dichte Wasser mit hohem Salzgehalt gemeint, das in der Tiefseeschicht des Südlichen Ozeans vorkommt. Es spielt eine wichtige Rolle im globalen Umwälzströmungssystem, welches als thermohaline Zirkulation bekannt ist. Die Ausscheidung von Sole während der Meereisbildung an diesen Polynjen erhöht den Salzgehalt des Meerwassers, das dann als antarktisches Tiefenwasser auf den Meeresboden absinkt.

Küstennahe antarktische Polynjen entstehen, wenn Eismassen von der Küste abdriften und sich in Windrichtung bewegen. Dadurch entsteht ein frei liegender Bereich mit Meerwasser, welcher anschließend unter Ausscheidung von Sole zufriert und eine weitere Eismasse bildet. Im Gegensatz dazu ist die Frage offen, ob die Polynjen der Arktis genug Dichtwasser produzieren können, um einen wesentlichen Teil des dichten Wassers zu bilden, das für den Antrieb der thermohalinen Zirkulation erforderlich ist. Beispiele für küstennahe Polynjen sind die Ellesmere-Polynja aus dem Jahr 2020 (3000 km²). Diese Polynja ist ungewöhnlich, da die Eisdicke dort sonst 5 Meter beträgt. Weitere Beispiele sind die Laptewsee-Polynja, die Kosmonautensee-Polynja, die sich besonders zwischen 1973 und 1986 gebildet hat und 1980 eine maximale Größe von 137.700 km² aufwies) und die Rossmeer-Polynja mit einer Größe von 20.000 km².

Küstenferne Polynjen auf offener See entstehen, wenn bestimmte atmosphärische Bedingungen über vorbestimmten ozeanographischen Gebieten auftreten. Solche atmosphärischen Bedingungen sollten die Eisdrift in entgegengesetzte Richtungen begünstigen, um das Eisfeld aufzubrechen. Polare Tiefdruckgebiete sind ein typischer atmosphärischer Auslöser für das Auftreten von küstenfernen Polynjen auf offener See, da die zyklonalen Winde das Eis in entgegengesetzte Richtungen vom Zentrum des Tiefs wegdrücken. Auch Kaltfronten, an denen zwei Strömungen mit entgegengesetzter Richtung aufeinandertreffen, sind ideal für die Entstehung einer Polynja auf offener See. Eine andere Entstehungstheorie ist, dass wärmeres Tiefenwasser durch Erhebungen des Meeresbodens, beispielsweise eines submarinen Plateaus, zur Oberfläche abgelenkt wird und damit eine Meereisfläche von unten beginnt, anzuschmelzen. Eine solche bekannte küstenferne Polynjen ist die Weddell-Polynja aus den Jahren 1975 bis 1977 (Größe 350.000 km²) und 2017, die nahe des untermeerischen Maud Rise-Plateaus entstand, sowie Beaufortsee-Polynja aus dem Jahr 2006.

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Weddell-Polynja zwischen 1973 und 1976, Quelle: NASA, über Universität Toronto, Kanada

Einige Polynjen, wie beispielsweise die North-Water-Polynja zwischen Kanada und Grönland, treten jedes Jahr zur gleichen Zeit und am gleichen Ort auf. Da Tiere ihre Lebensstrategien an diese Regelmäßigkeit anpassen können, sind diese Arten von Polynjen für die ökologische Forschung von besonderer Bedeutung. Im Winter bleiben Meeressäugetiere wie Walrosse, Narwale und Belugas, die nicht nach Süden wandern, dort. Es ist bekannt, dass Eisbären bis zu 65 Kilometer durch das offene Wasser einer Polynja schwimmen können. Polynjen haben im Laufe der Geschichte auch menschliche Gemeinschaften unterstützt. So dient beispielsweise die North Water-Polynja, die größte und biologisch produktivste Polynja der Arktis, als wichtige Nahrungsquelle in einer ansonsten kargen Region und ermöglicht seit Jahrtausenden die Existenz menschlicher Gemeinschaften in den hohen Breitengraden dieser Region. Sie könnte den ersten Siedlern Grönlands als Sprungbrett gedient haben, als diese vor 4500 Jahren das heutige Nordkanada durchquerten. Es gibt auch Hinweise darauf, dass die North Water-Polynja im Laufe der Geschichte den Thule, Inuit, Nordmännern und westlichen Entdeckern geholfen hat. Heute ermöglicht die North Water-Polynja die Existenz der nördlichsten Siedlungen Grönlands wie Qaanaaq, Qeqertat und Siorapaluk.

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Satellitenbild der North Water-Polynja zwischen Nordkanada und Nordgrönland im Mai 2015, Quelle: NASA, über Wikimedia Commons

Das Vorhandensein von offenem Wasser in einem ansonsten eisbedeckten Gebiet kann zu einer lokal begrenzten Blüte von Meeresalgen führen, die auch als Polynja-Blüte bezeichnet wird. Zwar kommen Algengemeinschaften häufig unter Meereis vor, wie Eisalgen zeigen, doch ist die Wachstumsrate des Phytoplanktons im offenen Wasser einer Polynja wesentlich höher. Die Hauptursachen für Polynja-Blüten sind Sonnenlicht und Nährstoffe. Insbesondere ermöglicht das Fehlen von Meereis, dass Licht, eine notwendige Komponente für die Photosynthese, tiefer in das Wasser eindringen kann und so ein verstärktes Phytoplanktonwachstum im Vergleich zu den umgebenden, eisbedeckten Gewässern ermöglicht. Darüber hinaus ist die Bildung von Polynjen typischerweise mit Auftrieb verbunden. Dieser Prozess transportiert nährstoffreiches Wasser vom Meeresboden an die Oberfläche. Der Zufluss an Nährstoffen in Verbindung mit erhöhter Lichteinstrahlung führt häufig zu Polynja-Blüten.

Dipl.-Met. Markus Eifried
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 31.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Das „Aprilwetter“

Erst scheint eitel die Sonne, dann ziehen dunkle Wolken auf und es regnet, schneit oder graupelt sogar mit Blitz und Donner, bevor wieder die Sonne zum Vorschein kommt. Gemeinhin wird solches Wetter – egal zu welcher Jahreszeit – gerne als „Aprilwetter“ bezeichnet. Doch wie man am heutigen Montag sieht, kann es auch Ende März schon das klassische Aprilwetter mit zahlreichen Schauern und Gewittern über Deutschland geben.

Und wieso das vor allem im April so ist, soll im Folgenden dargelegt werden. Für die Entwicklung von Schauern und Gewittern wird eine labil geschichtete Atmosphäre benötigt, was bedeutet, dass die Temperatur mit der Höhe relativ rasch abfällt – stärker als normal üblich. Gute Bedingungen hierfür sind, wenn es bodennah recht warm ist und in der Höhe sehr kalte Luft eingeflossen ist.

Dies ist häufig im April zu beobachten, denn einerseits hat die Sonne schon viel Kraft, um den Boden und die bodennahe Luftschicht im Tagesverlauf stark zu erwärmen. Andererseits dauert es im Frühjahr längere Zeit, bis sich die polaren Gebiete erwärmen, da die Sonne hier erst verspätet wetterwirksam werden kann. Folglich kann sich, bei passender Konstellation der Druckgebilde, die Kaltluft bis nach Mitteleuropa ausbreiten.

Das Aprilwetter 1

Die Großwetterlage über Mitteleuropa ist von einem Tief bei Skandinavien geprägt, das maritime Polarluft nach Deutschland führt und für unbeständiges Wetter sorgt. (Quelle:DWD)

Dafür benötigt man ein kräftiges Hochdruckgebiet über Westeuropa sowie ein starkes Tief über Nordeuropa. Hieraus ergibt sich für Mitteleuropa eine nordwestliche Strömung, womit die kalte Polarluft über die noch kühle Nordsee gleitet, sich dabei mit Feuchtigkeit anreichert und dann über Deutschland ankommt.

Während es bodennah an solchen Tagen häufig Werte von 5 bis 10 Grad gibt, fließt in ca. 5,5 km Höhe eine Luft mit Temperaturen von unter -30 Grad ein. Entsprechend groß ist der thermische Gradient (also der Temperaturunterschied), was die häufige Schauerentwicklung hervorruft.

Das Aprilwetter 2

Beim Blick auf das Satellitenbild wird die „Streusel“-Struktur deutlich. Größere wolkenfreie Zonen und Bereiche mit dichter Bewölkung wechseln sich dabei rasch ab. (Quelle:DWD)

Da neben aufsteigender Luft aber auch kompensatorische Absinkprozesse stattfinden müssen, gibt es zwischen den Schauern häufig wolkenarme oder sogar wolkenfreie Bereiche mit Sonnenschein, die im deutlichen Gegensatz zu den Graupel-, Schnee- oder Regenschauern stehen. Manch Meteorologe spricht bei diesem Bild sogar vom „Streuselkuchenwetter“, da die Signaturen auf den Niederschlagsradaren oder die kompakten Wolken auf dem Satellitenbild durchaus wie „Streusel“ daherkommen.

Das Aprilwetter 3

Auch das Niederschlagsradar zeigt die klassische „Streusel“-Struktur mit zahlreichen Schauern, die sogar teils als Gewitter ausfallen. (Quelle: DWD)

Am heutigen Montag zeigt sich bei nordwestlicher Strömung das klassische Bild von Aprilwetter, obwohl es erst Ende März ist. Aber die Sonne hat ausreichend Kraft und die Konstellation der Druckgebilde ist ideal, um zahlreiche Schauer und einzelne Gewitter über der Bundesrepublik zu induzieren. Auch am morgigen Dienstag geht dieses launische Wetter noch munter so weiter, bevor von Westen langsam eine Beruhigung und Stabilisierung der Wetterlage einsetzt, da Zwischenhocheinfluss wirksam wird.

Ob es dann im April nochmal das klassische Aprilwetter gibt oder dieses in diesem Jahr dem März vorbehalten bleibt, ist allerdings noch nicht sicher.

M.Sc. Meteorologe Oliver Reuter
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 30.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Blick in die Karwoche

Die Karwoche ist im christlichen Kirchenjahr die letzte Woche vor Ostern, wobei die Silbe „kar“ laut wikipedia aus dem althochdeutschen abgeleitet wird und soviel wie „Klage“, Kummer“ oder „Trauer“ bedeutet. Die Karwoche beginnt traditionell mit dem heutigen Palmsonntag und dauert bis zum Karsamstag, der manchmal fälschlicherweise als Ostersamstag bezeichnet wird.

Diese Genauigkeit soll an dieser Stelle nur zeigen, dass der Autor sich darüber im Klaren ist, dass die Überschrift „Blick in die Karwoche“ nicht ganz sauber ausformuliert wurde. Denn genauer betrachtet werden soll in diesem Thema des Tages das Zeitfenster vom morgigen Montag (30.03.) bis zum Mittwoch (01.04.).

Die Bodendruckverteilung sowie die erwartete Lage der Fronten am Montagmittag ist in Abbildung 1 dargestellt. Der langgestreckte und wie ein Sprungseil durchhängende Frontenzug von Tief ODILE hat zu diesem Zeitpunkt von Nordwesten her schon große Teile Deutschlands überquert, während ODILE selbst über der Norwegischen See ihre Kreise zieht. Auf der Rückseite der Front dreht der Wind nicht nur auf Nordwest, er frischt auch merklich auf, was Sturmböen an den Küsten – speziell an der Nordsee, aber auch in den Hochlagen erwarten lässt.

Blick in die Karwoche 1

Bodendruck- und Frontenvorhersagekarte für Montag, 30.03.2026, 12 UTC; Basis ICON, Lauf vom 29.03.2026, 00 UTC

Bezüglich der Sturmböen ist es damit aber nicht getan, denn auch in kräftigen Schauern und kurzen Gewittern, die recht verbreitet auftreten können, kommt die eine oder andere Sturmböe „um die Ecke“. Das Ganze ist, auch wenn es noch Ende März ist, ein schönes Beispiel für Aprilwetter. Die charakteristischen Eigenschaften von Aprilwetter sollen morgen an dieser Stelle beleuchtet werden, daher dazu hier und jetzt nichts Tiefschürfendes. Außer der Prognose, dass das Aprilwetter auch am Dienstag anhält – wenn auch in abgeschwächter Form. Es wird dann nicht mehr so verbreitet „schauern“ und „gewittern“, insbesondere im Norden kommt häufiger mal die Sonne raus und im Vergleich zum morgigen Montag ist auch der Wind nicht mehr ganz so ruppig unterwegs. Letzteres ist schon ein Hinweis darauf, dass zum Mittwoch hin der Druck steigt und sich das Wetter beruhigt. Und in der Folge lassen auch die Niederschläge an den Alpen nach.

Beim Blick auf die Niederschläge zeigt sich die in der kommenden Nacht einfließende subpolare Kaltluft recht schneeaffin. Natürlich liegt die Schneefallgrenze je nach Region, Niederschlagsintensität, Tageszeit und Wind (Stichwort: Durchmischung) unterschiedlich hoch. Grob kann man aber anpeilen, dass oberhalb von 600 bis 800 m wohl eine oder mehrere Schneefallwarnungen fällig werden.

Die Abbildung 2 zeigt die akkumulierten Schneehöhen bis in die Nacht zum Donnerstag, links nach dem europäischen Modell IFS, rechts nach dem DWD-Modell ICON-EU. Auf den ersten Blick scheinen die Grafiken recht unterschiedlich, was auch den Einheiten und der Farbgebung geschuldet ist. Die Einheiten können aber tatsächlich 1:1 umgerechnet werden, und auch die unterschiedliche Farbgebung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei genauerem Hinsehen die Diskrepanzen nicht so hoch sind. So entspricht der Farbübergang von grün zu orange bei IFS (links) der von rot zu violett bei ICON-EU (rechts). Und der besagte Übergang liegt bei beiden Modellen am Alpenrand. Auch wenn beide Darstellungen ein mögliches teilweises Abschmelzen der Schneedecke mit der Zeit nicht berücksichtigen und der überwiegend nasse Schnee sich nicht so stark akkumuliert wie trockener Schnee, so können in den Alpen doch 20 bis 40 cm Neuschnee zusammenkommen. Auch in exponierten Mittelgebirgslagen sind hohe einstellige oder niedrige zweistellige Neuschneehöhen erreichbar. Manch einer oder eine mag schon keinen Schnee mehr sehen, andere freuen sich über eine – zumindest regionale – Verlängerung des Winters.

Blick in die Karwoche 2

Akkumulierte Schneehöhen bis in die Nacht zum Donnerstag, links nach IFS, rechts nach ICON-EU

Unabhängig von Freud und Leid des teils winterlichen Wetters gilt es aber vor allem auch in den Nächten aufzupassen. Mit der Wetterberuhigung zur Wochenmitte breitet sich der Frost wieder vom Süden bis in die Mitte, teils auch bis in den Norden aus. Da heißt es nicht nur Vorsicht im Straßenverkehr, sondern auch nachts empfindliche Pflanzen zu schützen.

Der scheue Blick auf die zweite Wochenhälfte und die Osterfeiertage offenbart, dass nach derzeitigem Stand der Modelle in der zweiten Wochenhälfte die Kaltluft allmählich ausgeräumt wird. An den Osterfeiertagen könnten die Höchstwerte am Oberrhein dann schon wieder an der 20°C-Marke kratzen.

Dipl.-Met. Martin Jonas
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 29.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

Wie weit fortgeschritten ist die Vegetation?

Um die Frage zu klären, inwiefern die warme Witterungsphase Anfang März die Vegetation vorangetrieben hat, widmen wir uns zunächst einem Teilbereich der Meteorologie: der Phänologie. Diese beschäftigt sich mit den jährlich wiederkehrenden, vom Wetter abhängigen Wachstums- und Entwicklungsstadien von Pflanzen. Solche Entwicklungsphasen werden von zahlreichen ehrenamtlichen Beobachtern erfasst und in einem phänologischen Kalender festgehalten. Dabei dienen bestimmte Zeigerpflanzen als Orientierung: So gilt die Blüte der Forsythie beispielsweise als typisches Merkmal für den Beginn des Erstfrühlings.

Die Ergebnisse dieser Beobachtungen lassen sich anschaulich in Form einer phänologischen Uhr darstellen. Diese zeigt den Verlauf der Natur im Jahreskreis anhand der verschiedenen phänologischen Jahreszeiten. Der äußere Kreis stellt den langjährigen Durchschnitt dar und zeigt, wann bestimmte Entwicklungsphasen normalerweise eintreten. Der innere Kreis bildet dagegen den tatsächlichen Verlauf eines konkreten Jahres ab. Durch den Vergleich beider Kreise lässt sich leicht erkennen, ob die Vegetation durch Kälteperioden verzögert oder durch milde Witterung beschleunigt wurde.
Die phänologische Uhr hilft auf diese Weise, die Auswirkungen ungewöhnlicher Wetterereignisse, wie etwa verspätete Kälte im Spätwinter, sichtbar zu machen und deren Einfluss auf das Pflanzenwachstum besser zu verstehen.

Wie weit fortgeschritten ist die Vegetation 1

Phänologische Uhr 2026 für Deutschland

Man erkennt, dass die Haselblüte, die den Beginn des Vorfrühlings markiert, dieses Jahr im Mittel zwei Tage vor dem vieljährigen Mittel stattfand. Aufgrund der warmen Witterung wurde die Vegetation deutlich vorangetrieben, sodass die Forsythienblüte dort, wo sie bereits eingesetzt hat, im Mittel 8 Tage früher begann.

Da der Vegetationszustand jedoch maßgeblich von der Temperatur abhängt, soll hier ein anderer Ansatz gewählt werden. Die sogenannte Grünlandtemperatursumme ist eine spezielle Wärmesumme, die verwendet wird, um den nachhaltigen Vegetationsbeginn zu bestimmen. Zur Berechnung der Grünlandtemperatursumme werden alle positiven Tagesmitteltemperaturen seit Jahresbeginn addiert. Diese werden allerdings nach Monaten gewichtet. Das heißt, im Januar wird das Tagesmittel mit dem Faktor 0,5 multipliziert, im Februar mit 0,75 und ab März geht der volle Wert ein. Erreicht die Grünlandtemperatursumme die Grenze von über 200 Grad, gilt der nachhaltige Vegetationsbeginn als erreicht. In Mitteleuropa wird damit der Termin für das Einsetzen der Feldarbeit bestimmt. Man spricht dann auch vom Beginn des agrarmeteorologischen Frühlings, der häufig mit dem Beginn der Forsythienblüte zusammenfällt.

Die beigefügte Grafik zeigt die Entwicklung der Grünlandtemperatursumme im Frühjahr der vergangenen 38 Jahre in Frankfurt am Main. Die rote Kurve markiert den Mittelwert. Im Mittel werden 200 Grad am 11. März erreicht. In den meisten anderen Regionen Deutschlands ist es kühler, sodass dieses Datum entsprechend später liegt. Extrem hohe Werte traten beispielsweise in den Jahren 1994, 2007 und 2024 auf, als die Ergrünung bereits Ende Februar einsetzte. In den kalten Frühjahren 1996, 2006 und 2013 wurde die 200-Grad-Marke dagegen erst Anfang April erreicht.

In diesem Jahr (grüne Linie) lag die Grünlandtemperatur aufgrund des kalten Winters zunächst im unteren Drittel, holte aber ab Mitte Februar deutlich auf, stieg bis ins obere Drittel und sorgte dafür, dass die Vegetation zumindest in den wärmer gelegenen Regionen Deutschlands in diesem Jahr ziemlich früh nachhaltig einsetzte (in Frankfurt am 7. März). Derzeit ist die Vegetation in Frankfurt etwa eine Woche voraus, was auch zu den Beobachtungen der phänologischen Uhr passt. Der derzeitige Kaltlufteinbruch mit Nachtfrösten und Schnee im Bergland, der noch bis Ostern anhält, bremst die Vegetationsentwicklung allerdings deutlich aus. Dadurch schrumpft der derzeitige Vorsprung von etwa einer Woche und wir nähern uns wieder etwas dem Mittelwert.

Wie weit fortgeschritten ist die Vegetation 2

Zeitlicher Verlauf der Gründlandtemperatursumme von 1988 bis 2026 in Frankfurt am Main

Christian Herold
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 28.03.2026
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