Schlagwortarchiv für: Temperaturrekorde

Deutschlandwetter im März 2025

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland. 

Besonders warme Orte im März 2025* 

Platz  Station  Bundesland  durchschnittliche Temperatur  Abweichung 
1  Bad Bergzabern  Rheinland-Pfalz  8,8 °C  +3,3 Grad 
2  Essen-Bredeney  Nordrhein-Westfalen  8,6 °C  +3,5 Grad 
3  Frankfurt (Main)-Westend  Hessen  8,6 °C  +2,5 Grad 

Besonders kalte Orte im März 2025* 

Platz  Station  Bundesland  durchschnittliche Temperatur  Abweichung 
1  Deutschneudorf-Brüderwiese  Sachsen  2,7 °C  +2,0 Grad 
2  Carlsfeld  Sachsen  3,0 °C  +3,8 Grad 
3  Zinnwald-Georgenfeld  Sachsen  3,3 °C  +4,3 Grad 

Besonders niederschlagsreiche Orte im März 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Niederschlagsmenge  Anteil 
1  Marktschellenberg  Bayern  150,2 l/m²  130 % 
2  Anger-Stoißberg  Bayern  144,4 l/m²  104 % 
3  Berchtesgaden  Bayern  144,2 l/m²  170 % 

Besonders trockene Orte im März 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Niederschlagsmenge  Anteil 
1  Geldern-Walbeck  Nordrhein-Westfalen  1,4 l/m²  2 % 
2  Kleve  Nordrhein-Westfalen  1,5 l/m²  3 % 
3  Emsbüren-Ahlde  Niedersachsen  1,5 l/m²  3 % 

Besonders sonnenscheinreiche Orte im März 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Sonnenschein  Anteil 
1  Celle-Wietzenbruch  Niedersachsen  240 Stunden  229 % 
2  Uelzen  Niedersachsen  240 Stunden  237 % 
3  Bergen  Niedersachsen  240 Stunden  228 % 

Besonders sonnenscheinarme Orte im März 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Sonnenscheindauer  Anteil 
1  Oberstdorf  Bayern  137 Stunden  108 % 
2  Elzach-Fisnacht  Baden-Württemberg  139 Stunden  137 % 
3  Oy-Mittelberg-Petersthal  Bayern  144 Stunden  111 % 

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt. 

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet. 

* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990). 

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Monatsmittelwertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent). 

Hinweis:
Einen ausführlichen Monatsrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse 

Diplom-Meteorologe Marcel Schmid
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 02.04.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

Deutschlandwetter im Winter 2024/2025

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland.

Besonders warme Orte im Winter 2024/2025*

Platz

Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Helgoland Schleswig-Holstein 5,1 °C +2,1 Grad
2 Borkum-Flugplatz Niedersachsen 4,5 °C +2,3 Grad
3 Duisburg-Baerl Nordrhein-Westfalen 4,4 °C +0,8 Grad

Besonders kalte Orte im Winter 2024/2025*

Platz

Station Bundesland durchschnittliche Temperatur Abweichung
1 Zinnwald-Georgenfeld Sachsen -1,5 °C +2,4 Grad
2 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen -1,4 °C +0,6 Grad
3 Carlsfeld Sachsen -1,2 °C +2,2 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Winter 2024/2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Baiersbronn-Ruhestein Baden-Württemberg 573,0 l/m² 109 %
2 Sankt Blasien-Menzenschwand Baden-Württemberg 561,1 l/m² 95 %
3 Todtmoos Baden-Württemberg 546,8 l/m² 90 %

Besonders trockene Orte im Winter 2024/2025**

Platz Station Bundesland Niederschlagsmenge Anteil
1 Bad Lauchstädt Sachsen-Anhalt 63,2 l/m² 77 %
2 Wettin-Löbejün-Neutz Sachsen-Anhalt 64,7 l/m² 73 %
3 Erfurt-Weimar Thüringen 69,2 l/m² 84 %

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Winter 2024/2025**

Platz Station Bundesland Sonnenschein Anteil
1 Reit im Winkl Bayern 352 Stunden 139 %
2 Siegsdorf-Höll Bayern 322 Stunden 150 %
3 Zwiesel Bayern 309 Stunden 144 %

Besonders sonnenscheinarme Orte im Winter 2024/2025**

Platz Station Bundesland Sonnenscheindauer Anteil
1 Arkona Mecklenburg-Vorpommern 119 Stunden 85 %
2 Bremervörde Niedersachsen 122 Stunden 85 %
3 Glücksburg-Meierwik Schleswig-Holstein 122 Stunden 98 %

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet.

* Jahreszeitenmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Jahreszeitenmittelwertes zum vieljährigen Jahreszeitenmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).

Hinweis:
Einen ausführlichen Jahreszeitenrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse

Denny Karran
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 03.03.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Deutschlandwetter im Januar 2025

Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD in Deutschland. 

Besonders warme Orte im Januar 2025* 

Platz  Station  Bundesland  durchschnittliche Temperatur  Abweichung 
1  Helgoland  Schleswig-Holstein  4,8 °C  +2,3 Grad 
2  List auf Sylt  Schleswig-Holstein  4,0 °C  +3,0 Grad 
3  Borkum-Flugplatz  Niedersachsen  4,0 °C  +2,3 Grad 

Besonders kalte Orte im Januar 2025* 

Platz  Station  Bundesland  durchschnittliche Temperatur  Abweichung 
1  Reit im Winkl  Bayern  -2,5 °C  +1,1 Grad 
2  Zinnwald-Georgenfeld  Sachsen  -1,2 °C  +3,4 Grad 
3  Oberstdorf  Bayern  -1,0 °C  +1,8 Grad 

Besonders niederschlagsreiche Orte im Januar 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Niederschlagsmenge  Anteil 
1  Sankt Blasien-Menzenschwand  Baden-Württemberg  290,9 l/m²  149 % 
2  Todtmoos  Baden-Württemberg  275,5 l/m²  131 % 
3  Dachsfeld-Wolpadingen  Baden-Württemberg  255,1 l/m²  147 % 

Besonders trockene Orte im Januar 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Niederschlagsmenge  Anteil 
1  Leipzig-Schkeuditz  Sachsen  28,6 l/m²  88 % 
2  Rockendorf  Thüringen  28,8 l/m²  89 % 
3  Bad Lauchstädt  Sachsen-Anhalt  30,2 l/m²  121 % 

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Januar 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Sonnenschein  Anteil 
1  Reit im Winkl  Bayern  122 Stunden  148 % 
2  Siegsdorf-Höll  Bayern  115 Stunden  168 % 
3  Siegmarszell-Zeisertsweiler  Bayern  114 Stunden  274 % 

Besonders sonnenscheinarme Orte im Januar 2025** 

Platz  Station  Bundesland  Sonnenscheindauer  Anteil 
1  Wahlsburg-Lippoldsberg  Hessen  29Stunden  97 % 
2  Menz  Brandenburg  30 Stunden  89 % 
3  Waren an der Müritz  Mecklenburg-Vorpommern  30 Stunden  78 % 

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt. 

Die Sonnenscheindauer wird seit August 2024 teilweise aus Satellitendaten abgeleitet. 

* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990). 

** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Monatsmittelwertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der
jeweiligen Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent). 

Hinweis:
Einen ausführlichen Monatsrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse 

Marcel Schmid
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Offenbach, 02.02.2025
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst 

Auf den Spuren eisiger Kälte

Auch heute Morgen war bei häufig mäßig bis strengem Frost auf dem Weg zur Arbeit erstmal Frieren angesagt. In den östlichen Mittelgebirgen wurden sogar Tiefstwerte von unter -15 Grad gemessen. Grund dafür ist ein Hochdruckgebiet über Schottland, welches mit einer nordöstlichen Strömung kalte Festlandsluft aus Nordosteuropa nach Deutschland führt. Auch in den kommenden Nächten gibt es im Osten und in einigen Mittelgebirgstälern erneut strengen Frost von deutlich unter -10 Grad.

Diese Temperaturen sind für unsere Breiten in der aktuellen Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Ganz anders schaute das Ganze vor einigen Tagen in Skandinavien aus. Dort wurden teils sogar unter -40 Grad gemessen (siehe Abbildung 1). Die Station Enontekio registrierte am Mittwochmorgen sogar eisige -44,3 Grad. Damit wurde dort die tiefste Temperatur seit Januar 1999 verzeichnet. Verantwortlich für die große Kälte war ein kräftiges Kältehoch, dass aufgrund der stark negativen Strahlungsbilanz und windschwachen Bedingungen für eine markante bodennahe Auskühlung über Skandinavien sorgte.

DWD Auf den Spuren eisiger Kaelte

Welche Bedingungen müssen nun gegeben sein für große Kälte bei uns in Deutschland?
Zunächst einmal ist dabei die passende Wetterlage entscheidend. Idealerweise liegt dabei ein kräftiges, blockierendes Hochdruckgebiet über Nordwest/Nordeuropa, das sich bis in das Nordpolarmeer erstreckt. Auf seiner Rückseite kann nun mit östlichen Winden über den Landweg eisige Luft polaren Ursprungs über Osteuropa nach Mitteleuropa strömen. Für besonders kalte Nächte ist zudem der Hochdruck über Nordeuropa ausgeprägter und das Mittelmeertief nur schwach. Dadurch ergeben sich nur geringe Druckunterschiede und wenig Wind. In den windstillen Nächten kann sich somit die eingeflossene arktische Luftmasse über den Schneeflächen noch weiter auskühlen, sodass Temperaturen im Bereich der Rekorde möglich sind. Ein Beispiel hierfür ist die Wetterlage aus dem Jahre 1956, an die sich vermutlich nur noch die älteren Leser erinnern werden. Etliche Allzeitrekorde wurden damals vor allem in der Südhälfte Deutschlands registriert. So meldete die Station in der Münchner Innenstadt am 10. Februar 1956 -25,4 Grad Celsius. Zudem lag damals in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas eine geschlossene Schneedecke. Über den Schneeflächen konnte sich die Luftmasse noch stärker abkühlen. Am Alpenrand und in einigen Mittelgebirgstallagen wurden deshalb sogar Tiefstwerte von unter -30 Grad verzeichnet.

DWD Auf den Spuren eisiger Kaelte 1

Im Vergleich dazu kann die aktuelle Witterung noch als mild bezeichnet werden. Aktuell haben wir allerdings eine zumindest ähnliche Wetterlage. Im meteorologischen Fachjargon spricht man dabei von einer antizyklonalen Nordostlage. Hierbei kommen die Luftmassen von Nordosten und dabei dominiert der antizyklonale Einfluss in Form eines kräftigen Hochdruckgebietes über Nordeuropa. An der Südostflanke des Hochs strömt kalte Festlandsluft arktischen Ursprungs nach Deutschland. Im Vergleich zur Wetterlage von Februar 1956 reicht die Hochdruckzone allerdings nicht bis weit ins Nordpolarmeer, sodass die Luftmassen von Ostskandinavien und Nordwestrussland einströmen und nicht direkt vom Nordpolarmeer. Außerdem fehlt momentan über Mittel- und Osteuropa gebietsweise auch eine geschlossene Schneedecke und die Luftdruckunterschiede zwischen dem Hoch über Schottland und dem tiefen Luftdruck über dem Mittelmeerraum sind recht markant. Dadurch weht aktuell ein mäßiger bis frischer Nordostwind. Deshalb fällt die aktuelle Kälte insgesamt deutlich moderater aus und wir liegen recht weit entfernt von neuen Temperaturrekorden.

M.Sc. Meteorologe Nico Bauer
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 09.01.2024
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst